Strom, Öl, Gas - Wie man mit den Preiserhöhungen fertig wird
16.11.2012 | 11:45 Uhr 2012-11-16T11:45:00+0100
München Die steigenden Preise für Strom, Öl und Gas verunsichern die Verbraucher immer mehr, viele Bürger wissen nicht, wie sie das Geld für die wachsenden Kosten aufbringen sollen. Durch einen Mix aus Anbieterwechsel, konsequentem Sparen und Preisvergleichen lassen sich die Ausgaben aber durchaus in den Griff bekommen.
Nie war Energie so teuer wie derzeit. Der Benzinpreis steuert auf zwei Euro pro Liter zu. Heizöl zog seit Jahresbeginn um sieben Prozent an. Gas wird zum Jahreswechsel zehn Prozent teurer.
Und im Januar drehen die Stromversorger auf breiter Front wieder kräftig an der Preisschraube - zum zwölften Mal in Folge, Millionen Menschen müssen dann schlimmstenfalls 19 Prozent mehr hinblättern. So mancher befürchtet, dass jetzt selbst die Weihnachtsbeleuchtung im Haus zum Luxusgut wird.
Bürger wissen nicht, wie sie Geld aufbringen sollen
Der Schock über den Teufelskreis aus immensen Nachzahlungen und horrenden Vorauszahlungen, über astronomische Tank- und Heizölrechnungen sitzt tief. Immer weniger Bürger wüssten, wie sie das Geld für die immer neuen Rekordausgaben noch aufbringen sollen, berichtet Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, aus der täglichen Beratungspraxis.
2012 musste ein Musterhaushalt mit vier Personen fast 5.000 Euro Kosten für Sprit, Heizung und Strom schultern. Im Jahr 2000 waren es noch gut 2.700 Euro, etwa 82 Prozent weniger.
Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung nicht nötig
Was tun? Die einzige Möglichkeit, die davon galoppierenden Preise einigermaßen im Griff zu behalten, ist ein Mix aus Anbieterwechsel , konsequentem Sparen und Preisvergleich, wie Verbraucherschützer raten. Auf die Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten, bringt jedenfalls wenig. Eine Lichterkette mit Glühlämpchen und 25 Watt Leistung "frisst" in fünf Wochen nur für circa 1,75 Euro Strom - wenn sie fünf Stunden täglich brennt. "
Da muss niemand ein schlechtes Gewissen haben, solange er keine üppige Festbeleuchtung mit x-Lichterschläuchen und -ketten anbringt", sagt Pause. Den Geldbeutel richtig zu entlasten, lasse sich ganz woanders.
Immer noch in zu teuren Tarifen
Am meisten könnten die Bundesbürger bei einem Versorgerwechsel sparen, sagt auch Hans Weinreuter, Energieexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Schätzungsweise 40 Prozent der Deutschen haben noch nie den Stromlieferanten gegen einen billigeren Anbieter ausgetauscht - obwohl ihr Grundtarif ständig in neue Höhen schnellt.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur stecken auch fast 90 Prozent der 20 Millionen Gaskunden immer noch in zu teuren Tarifen. Dabei lässt sich die Haushaltskasse innerhalb weniger Minuten kräftig entlasten. Kostenlose Rechner im Internet wie www.verivox.de, www.tarifvergleich.de, www.toptarif.de oder www.check24.de helfen bei der Suche nach günstigeren Tarifen.
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Wer renovieren muss,sollte über Wandheizungen (Fußbodenheizung an die Wand geschraubt) nachdenken. Strahlungswärme wird positiv wahrgenommen (Prinzip "in der Sonne sitzen"), dadurch kann die Raumtemperatur um 3 Grad gesenkt werden. Wer die Möglichkeit hat, Kamin mit Wasser-Wärmetauscher einbauen, kann mit Solarelementen unterstützt werden. Die Kosten halten sich im Rahmen des Vertretbaren.
Wer noch ein gesundes Raumklima haben möchte, sollte über Lehmputz nachdenken, jahrhundertelang bewährt.
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