Solarstrom - Ende des Booms in Deutschland erreicht

Essen. Der Boom des Solarstroms in Deutschland scheint wieder abzuflauen - immer weniger Deutsche lassen sich eine Solaranlage auf dem Dach installieren. Das kann damit zusammenhängen, dass die Förderungen durch den Staat bereits mehrfach gekürzt wurden.

Während in den letzten drei Jahren noch ein Anstieg des Solarstroms um jährlich 7.500 Megawatt zu verzeichnen war, kommen in diesem Jahr voraussichtlich nur noch 4.000 Megawatt hinzu. Diese Prognose äußerte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Montag (8. Juli) in Berlin. Die Deutschen lassen also immer weniger Solaranlagen auf ihren Dächern installieren. Das hängt laut Altmeier mit der Reform der Solarförderung zusammen, deren Wirkung die Erwartungen von Bund und Ländern sogar übertreffe: "Der Ausbau der Photovoltaik war in den letzten drei Jahren völlig außer Kontrolle geraten", sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier über den Solarstrom-Boom in den vergangenen Jahren.

Weniger Solarstrom-Förderung - geringere Belastung des Verbrauchers

Da die Kosten für die Förderung von Solarstrom per Ökostrom-Umlage auf den Verbraucher umgelegt werden, bedeutet das Ende des Booms auch eine sinkende Belastung des Verbrauchers. 2010 lagen die Förderkosten für Solaranlagen noch bei 2,2 Milliarden Euro, in diesem Jahr nur noch bei 300 Millionen, berichtet Peter Altmeier.