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Gartengestaltung

Naturstein wertet jeden Garten auf

03.10.2012 | 11:45 Uhr

Elzach/Sinzig-Westum.  Der Gartendesigner Peter Berg ist überzeugt: Ein Garten braucht neben Pflanzen auch Naturstein. Dieser muss jedoch ganz individuell zu den jeweiligen Pflanzen passen und er darf nicht dominieren. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum richtigen Gestalten.

Damit das Grün hinter dem Haus zu einem Wohngarten wird, ist die richtige Aufteilung entscheidend. Um unterschiedliche Gartenbereiche zu schaffen und mit Mauern, Wegen und Treppen abzugrenzen, eignet sich Naturstein besonders gut. "Ein Garten kann nicht nur auf Pflanzen , sondern auch auf Naturstein einfach nicht verzichten", ist Gartendesigner und Natursteinexperte Peter Berg aus dem rheinland-pfälzischen Sinzig-Westum überzeugt. "Denn beides sind lebendige, sich entwickelnde Elemente."

Und so ist Naturstein ein gefragtes Gestaltungselement im Garten. Er gliedert und verbindet zugleich. "Gerade auf unebenem Gelände bieten sich sehr spannende Lösungen", führt Gartengestalter Andreas Althaus aus dem baden-württembergischen Elzach aus: "Mit Natursteinmauern lassen sich Räume unterteilen, die auch die verschiedenen Höhenlagen einbinden." Bei flachen Gärten dagegen rät Althaus von Natursteinmauern als Abgrenzung ab. "Hier würde ich mit Formgehölzen arbeiten, also etwa mit Hecken."

Sitzplätze an besonderen Orten

Den Mittelpunkt eines jeden Gartens bildet aber in jedem Fall die Terrasse. Und das am besten direkt am Haus, betont der Experte. Bietet ein Garten weitere, besondere Bereiche, lassen sich auch dort Sitzplätze einrichten. Zum Beispiel in einem ruhigen Rückzugsbereich, an einer besonderen Bepflanzung oder einer Attraktion wie einem Schwimmteich.

"Wenn es beispielsweise auf einem Hanggrundstück einen bestimmten Blickpunkt gibt, eignet sich dieser perfekt für einen schönen Naturstein-Sitzplatz als gestalterisches Element", erläutert Althaus. Werde dieser dann noch beleuchtet und so der übrige Garten angestrahlt, etwa im Winter, wenn Schnee liegt, "dann hält sich die Vorfreude auf das nächste Frühjahr den ganzen Winter über", schwärmt der Gartengestalter. Mit Wegen und Treppen können solch kleine Sitzoasen optimal in den Garten eingebunden oder ganz gezielt Sichtachsen geschaffen werden. Bei kleineren Gärten allerdings rät Althaus, die Fläche nicht künstlich zu zerschneiden.

Naturstein bringt Pflanzen groß raus

Grundsätzlich müsse der Stein immer im Kontext mit den Pflanzen gesehen werden, betont Gartendesigner Berg. Und er dürfe nicht zu stark dominieren: "Schließlich ist der Stein die Bühne für die Pflanze und schafft erst den Kontrast, der sie befruchtet." Naturstein in grauen und schwarzen Farbnuancen etwa sei ein fantastischer Hintergrund, der das Grün ideal zur Geltung bringe. Denn egal ob etwa Schiefer, Basalt, Granit oder Sandstein: Mauern, Wege und Treppen aus Naturstein haben Charakter.

Die Wirkung variiert je nach Stein, Oberfläche und Verlegeart. "Das Spannungsfeld reicht dabei von romantisch-verspielten bis zu geradlinig-reduzierten und architektonisch durchgestylten Gartentypen", sagt Althaus. So wirkten etwa gebrochene Polygonalplatten mit unregelmäßigem Fugenbild eher mediterran, anders dagegen quadratische Platten im Großformat. Diese erzielten eine ruhige, edle Optik, erklärt Berg.

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