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Nächtliches Lüften kann der Schimmelbildung entgegenwirken

17.06.2013 | 05:45 Uhr
Nächtliches Lüften kann der Schimmelbildung entgegenwirken
Damit sich keine Feuchtigkeit staut, sollte regelmäßig gelüftet werden.Foto: Getty

Essen.  Um drückender Sommerhitze in der Wohnung zu entfliehen, hilft es, die „natürliche Klimaanlage“ zu nutzen: Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben, um Nachts die kalte Brise hineinzulassen. Da so auch die Feuchtigkeit nach draußen gelangt, minimiert sich das Schimmelrisiko.

Wenn die Temperaturen dauerhaft sommerliche Höhen erklimmen, denken wohl nur die wenigsten Menschen an die Gefahren von Schimmelpilz . Dabei treten solche Schäden in Kellerräumen gerade in der warmen Zeit des Jahres überraschend häufig auf – meist zunächst unbemerkt.

Präsenter ist das schon die mitunter drückende Hitze in den eigenen vier Wänden. „Viele Menschen kämpfen bei hochsommerlichen Temperaturen mit echten Problemen in ihren Wohnungen. Das muss nicht sein“, betont Dirk Fanslau-Görlitz, Regionalbetreuer der Klimaschutz und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Tagsüber Fenster geschlossen halten

Er gibt Tipps, wie Hausbewohner der Hitzewelle den Kampf ansagen können und damit gleichzeitig Schäden am Gebäude vermeiden. Kühle Luft von draußen? Das gilt im Sommer nur nachts. An heißen Tagen sollten Hausbesitzer die Fenster lieber zulassen und erst die frische Nachtluft nutzen, um die Hitze aus den Häusern zu vertreiben.

„Kühlen sich die Temperaturen am Abend ab, heißt es Fenster auf“, so Fanslau-Görlitz. Zum einen komme so kühle Luft von außen in die aufgewärmten Zimmer und ermögliche einen ruhigen Schlaf. Zum anderen transportiere der frische „Zug“ durch die Wohnung Feuchtigkeit nach außen.

Feuchtigkeitsstau bedeutet Schimmelgefahr

Darauf sollten Hauseigentümer mit Keller besonders achten: Wenn sich bei schwülen Temperaturen die Feuchtigkeit staue, entstehe Schimmelgefahr – und die sollten Hausbesitzer dringend vermeiden. Die Fenster könnten an besonders heißen Tagen deshalb auch die ganze Nacht über weit offen stehen.

Wichtig sei nur, sie dann am Tag wieder zu schließen. „Rollos oder Jalousien sollten zum Schutz vor der Sonne schon morgens heruntergelassen werden und den ganzen Tag über unten bleiben. Da hat die Hitze erst gar keine Chance“, rät der Fachmann. Die „natürliche Klimaanlage“ Nachtkühle könne so jeden Sommer kostenlos genutzt werden. (tk)



Kommentare
17.06.2013
11:08
Nächtliches Lüften kann der Schimmelbildung entgegenwirken
von Juelicher | #1

Pauschal kann man nicht sagen, dass die Luftfeuchtigkeit draußen überhaupt niedriger ist als im Innenbereich u. durch die nächtliche Lüftung eine Senkung der Raumfeuchtigkeit (sofern notwendig) ermöglicht. Gerade bei schwül-warmen Wetter, einschl. warmer Nächte - wie es für die nächsten Tage angekündigt ist, funktioniert das Verfahren nicht mehr, da die Luftfeuchtigkeit im Außenbereich zu hoch ist. Außerdem gibt es keine große Temperaturdifferenz (wie im Winter) welche dazu führt, dass die Luft viel Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Die Gefahr von Schimmelbefall ist in der warmen Jahreszeit zumindest in Wohnungen auch nur äußerst gering. Der Taupunkt, unter dem sich Feuchtigkeit niederschlagen kann, liegt meist weit niedriger als die Temperatur der Außenwand.
Anders sieht es aber in Kellern aus. Hier sind Wände u. Luft meist abgekühlt. Wenn nun die sehr warme Luft eindringt, führt dies schnell zu einer Kondensation mit muffigem Geruch u. Schimmelbildung.

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