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Mit einem Brennwertkessel viel Energie sparen

13.12.2012 | 08:45 Uhr
Mit einem Brennwertkessel viel Energie sparen
Energie lässt sich auf vielfältige Art und Weise sparen.Foto: dapd

Berlin  Um Energie zu sparen, empfiehlt es sich für Hausbesitzer, alte Heizkessel auszutauschen. Dabei gelten Kombinationen mit Solaranlagen als besonders sparsam. Öl-Brennwertkessel sind etwas teurer. Entscheidend ist allerdings die Leistung, die der Heizkessel haben soll.

Hausbesitzer sollten alte Heizkessel austauschen, wenn sie länger als 15 Jahre in Betrieb waren. Ein neuer Brennwertkessel spart pro Jahr zwischen 10 und 20 Prozent Energie.

Effiziente Kombinationen

"Besonders effizient ist die Kombination mit einer Solaranlage für das warme Wasser", sagt die Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft co2online, Tanja Loitz. Die Preise für Gas-Brennwertkessel liegen aktuell zwischen 4.500 und 7.000 Euro, ohne Einbau. Öl- Brennwertkessel sind etwas teurer.

Wird zusätzlich eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung installiert, muss mit Kosten zwischen 15.000 und 20.000 Euro gerechnet werden. Der Einspareffekt ist dann aber auch höher. Bevor ein neuer Kessel angeschafft wird, sollte ein Fachmann den genauen Wärmebedarf des Hauses berechnen.

Die Leistung des Heizkessels ist entscheidend

Denn davon hängt ab, welche Leistung der neue Heizkessel haben muss. Neben dem Wirkungsgrad im Brennerbetrieb sollten Käufer bei der Auswahl ihres Geräts auch auf die Stillstandsverluste achten, empfiehlt co2online. Denn im Sommer ist der Kessel oft in Betriebsbereitschaft. Zusätzlich sollte eine stromsparende Hocheffizienzpumpe integriert sein. (dapd)



Kommentare
14.12.2012
00:04
Mit einem Brennwertkessel viel Energie sparen
von Juelicher | #5

Als in den 80ern erstmals angesagt war, das Einsparpotential von verschiedenen heiztechnischen Maßnahmen zu bewerben, erklärte mein Vater mal überspitzt: Wenn man das alles macht, füllt sich der Heizöltank wieder auf!" Heute, im Zeitalter von steigenden Energiekosten, angeblichem Klimaschutz u. Energieeinsparung, sind die Versprechungen noch dreister geworden. Kein Tag, an dem die Lobby die Menschen in den Medien nicht bearbeitet, in die u. jene Maßnahme zu investieren, um damit angeblich riesen Summen einzusparen. Immerhin erkennen dies viele Kunden.

#4Susan2012 erwähnt den Hydraulischen Abgleich, neben den Hocheffizienzpumpen das neueste Steckenpferd der Heizungslobby. Auch dies soll angeblich 20 % u. mehr einsparen. Das ITG hat im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-,Stadt- u Raumforschung geforscht u. die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme bezweifelt. Die Fachmagazine verbiegen sich jetzt schrägen Ergüssen, um das ungeliebte Ergebniss zu korrigieren.

13.12.2012
16:57
Mit einem Brennwertkessel viel Energie sparen
von Susan2012 | #4

10-20%, warum nicht wie sonst immer gleich 30 %. Dummes Geblubber - solange der Rest der Heizung nicht dazu passt wird die Überraschung für den Hausbesitzer riesengroß. Hauptsache die Röhrichs machen einen gutenSchnitt bei der Sache.

#3 volle zustimmung - ein Hydraulischer Abgleich gehört auch dazu, nur den beherrschen die wenigstens Röhrichs und mal einen Blick auf die Umwälzpumpe werfen.

Man kann auch vieles selber und erheblich günstiger machen. DIY ist das Wort der Stunde.

13.12.2012
11:56
Mit einem Brennwertkessel viel Energie sparen
von Otto123456 | #3

Die richtig Einstellung des Heizkessels ist bei weitem wichtiger! Wenn man sieht, dass die nach der Kesselreinigung fällige neue Einstellung nur nach Daumenmaß passiert, kann man schon kritisch werden. Kessel von 1998 können noch ohne weiteres eine Leistungswert von 94- 96% erreichten, wenn die Einstellung stimmt.
Es ist ehr sinnvoll die Heizrohre zu isolieren, sodass der Wärmeverlust durch sie minimiert wird, gerade im Keller macht jenes Sinn. Desweiteren ist die Lüftung des Heizraumes nicht mehr angemessen, so sind bei Bauten der 70er und 80er Jahre Lüftungsöffnungen von über 300 cm² zu finden 150 cm² sind aber vollkommen ausreichend, bei einigen Heizungen wäre sogar weniger Sinnvoll gesetzlich aber nicht zulässig. Bei vielen Altbauten ist die Lüftung einfach dadurch gewährleistet, dass man ein Fenster aushängte und nur noch das Mäusegitter vorhanden ist, dass hier bei richtiger Dimensionierung viel gespart werden kann ist klar. Es sollten erst die einfachen Arbeiten erledigt werden

1 Antwort
Mit einem Brennwertkessel viel Energie sparen
von Juelicher | #3-1

Sicherlich ist die Einstellung des Brenners wichtig. Insbesondere sollte die Brennerdüse (Öl) den Herstellerangaben entsprechend eingebaut werden u. der Brenner entsprechend justiert werden. Nach der Kesselreinigung reicht in der Regel eine Überprüfung der Abgaswerte. An der Einstellung der Anlage braucht selten eine Änderung vorgenommen zu werden. Warum sollte man die auch ändern, nur weil ein wenig Verbrennungsrückstände von den Kesselwänden u. Zügen entfernt wurden? Ansonsten sind Ihre Angaben sicherlich sinnvoll. Ein Niedertemperaturkessel von 1998 ist eigentlich auch noch als relativ jung zu bewerten - jedenfalls wenn man mit früheren Zeiten vergleicht, wo Kessel oft extrem lange in Betrieb blieben. Bei den 94 - 96 % handelt es sich natürlich um den feuerungstechnischen Wirkungsgrad, der nicht mit dem heiztechnischen Wirkungsgrad verwechselt werden darf. Bei den Brennwertanlagen liegt man da etwas über 100 %. Mehr als 10 % Einsparung sind aber nur bei extremen Altanlagen drin.

13.12.2012
11:52
Und Brennwertheizungen
von meigustu | #2

sind wartungsaufwendiger.

Qualität lohnt sich allerdings, Dann erfüllen auch Gaskessel aus den 1970igern noch alle neuen Normen. Außer natürlich den gesetzlich verankerten Neukaufzwang den die Klempner und Heizkesselherstellerlobby durchgesetzt hat.

13.12.2012
11:04
Mit einem Brennwertkessel viel Energie sparen
von Juelicher | #1

Einen Heizkessel nach nur 15 Jahren als überaltert u. erneuerungsbedürftig zu bezeichnen, ist völlig unwirtschaftlich und somit eigentlich eine Unverschämtheit. Schon an den angegeben Preisen - es fehlt sogar noch die Montage - kann man erkennen, dass sich so etwas nicht rechnen kann, wenn man von realitätsnahen Einsparungen von allenfalls 10 % bei Umstellung auf Öl- oder Gasbrennwert ausgeht. Soweit ich von diversen Fachleuten weiß, überstehen insbesondere die Gasbrennwertkessel manchmal nicht einmal vier oder fünf Jahre, nach 15 Jahren ist spätestens Feierabend. Die früheren Kessel wurden locker 30 Jahre alt, manche waren noch nach mehr als 40 Jahren in Betrieb.
Die meisten Heizungsbaumeister sind entweder nicht ausreichend qualifiziert, um den Energiebedarf eines Hauses genau zu berechnen oder rechnen nur über den Daumen. Hocheffizienzpumpen sind das neueste Steckenpferd der Energiesparlobby. Auch sie rechnen sich oft nur, wenn die alte Pumpe sowieso ausgetauscht werden muss.

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