Küche und Wohnraum werden zur Einheit
16.01.2013 | 08:45 Uhr 2013-01-16T08:45:00+0100
Köln. In vielen Wohnungen befinden sich Küche und Wohnraum noch in separaten Zimmern - doch der Trend geht in eine andere Richtung. Küche und Wohnraum präsentieren sich in Neubauten immer häufiger als Team. Die Möglichkeiten sind hierbei vielfältig.
Küche und Wohnräume verschmelzen immer stärker zu einer Einheit. Das zeigen viele Einrichtungsbeispiele auf der Küchenschau "Living Kitchen" bei der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln (noch bis 20. Januar). Zu sehen gibt es dort Kochinseln, die sich zum Wohnraum hin öffnen. Oder auch Arbeitsplatten, die zum Esstisch verlängert sind und sich abschnittsweise per Hydraulik absenken lassen, so dass etwa die Kinder Hausaufgaben daran machen können.
"Die abgetrennte Küche wird es immer weniger geben", sagte Peter Döring von Der Kreis Anja Schaible Stiftung, einem Zusammenschluss von Küchenspezialisten, dem dpa-Themendienst. Mitglieder der gemeinnützigen Institution sind Küchenfachhändler, Industrie, Architekten und Hochschulen.
Die Menschen in Deutschland geben immer mehr Geld für eine Küche aus. Das ergibt sich aus vorläufigen Daten des Meinungsforschungsinstituts GfK, die am Dienstag (15. Januar) von der Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche (AMK) auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln (noch bis 20. Januar) vorgestellt wurden. Die Küchenverkäufe seien von Januar bis September 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent gestiegen, sagte GfK-Experte Markus Wittmann. Zugleich habe der Wert der verkauften Küchen um 11,5 Prozent zugenommen.
Auf das ganze Jahr 2012 gesehen werde der Zuwachs zwar geringer ausfallen als in den ersten neun Monaten, dennoch steige der Anteil hochpreisiger Küchen langsam, aber stetig an. Als teuer gilt der GfK zufolge eine Küche, wenn sie mehr als 8000 Euro kostet. (dpa)
Der Übergang von Küche zu Wohnraum wird durch vielfältige Materialkombinationen häufig nahezu unsichtbar. In der Küche noch ungewöhnlich, aber immer öfter zu finden sei etwa Glas als Material für die Arbeitsplatte, so Döring. Hochglanzlackierte Fronten seien inzwischen auch in Verbindung mit Kunststofffronten möglich. Und dort, wo Kunststoff zum Beispiel in Holzoptik eingesetzt wird, sei der Unterschied zu natürlichen Materialen kaum zu erkennen. "Die Haptik entspricht der des Holzes", erläuterte er.
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auch interessant: je schlechter die meisten Menschen in Deutschland sich ernähren und je seltener tatsächlich in diesen Showrooms tatsächlich gekocht wird, desto teurer werden die Küchen gekauft
19:47
Diese "offenen" Lösungen haben den Nachteil des Nachteil, wegern der fehlenden Stellfläche an Wänden sehr viel Platz zu benötigen, sowohl für den Küchen- als auch für den Wohnbereich. In Standardwohnungen der 60er, 70er, 80er und 90er-Jahre kaum sinnvoll umsetzbar und nicht jeder hat ein schickes 200qm-Loft zur Verfügung.
19:43
das hat Vor- aber auch Nachteile: Essensgeruch im Wohnbereich ist nicht jedermanns Ding. Und die Absaugung über Herd etc. sollte nicht nur sehr leise, sondern auch sehr effizient sein, sonst sieht es bald nicht gut aus für das Überleben des edlen High-End Entertainmentzeugs (Bildschirm, Player, Verstärker, Boxen etc.), das nun mal weder Feuchtigkeit noch Fett verträgt.