Kleingärtner protestieren gegen neue GEZ-Gebühren

Nach der neuen Haushaltsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk müssen Kleingärtner in Zukunft doppelt zahlen.
Nach der neuen Haushaltsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk müssen Kleingärtner in Zukunft doppelt zahlen.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Kleingärtner gehen auf die Barrikaden. In Berlin haben über 1000 Menschen eine Petition gegen die neue Haushaltsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unterschrieben. Laut dem Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) müssen ab 2013 Hunderttausende Kleingärtner doppelt zahlen.

Berlin.. Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) wehrt sich gegen die neue Haushaltsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. "Allein in Berlin haben bereits über 1.400 Betroffene eine Petition an das Abgeordnetenhaus unterschrieben, die demnächst übergeben werden soll", teilte der VDGN am Montag mit.

Von 2013 an müssten Hunderttausende Kleingärtner doppelt zahlen, falls ihre Datsche über ein Strom- und Wasseranschluss verfüge. Der zusätzliche Rundfunkbeitrag treffe in vielen Fällen einkommensschwache Familien und Einzelpersonen.

Monatliche Pauschale am 2013

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge sind bei den Petitionsausschüssen der Landtage bislang rund 800 Beschwerden eingegangen, die meisten davon in Berlin. Ab 2013 zahlt jeder Haushalt monatlich 17,98 Euro für die Rundfunknutzung, egal welche Geräte vorhanden sind.

Dies gilt auch für Zweit- oder Ferienwohnungen. Beitragsfrei sind nur Gartenlauben, die nicht zum dauerhaften Wohnen geeignet sind. (dapd)