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In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr

01.11.2012 | 11:45 Uhr
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
Altbauten haben nur wenig Probleme mit einer ausreichenden Belüftung. In vielen Neubauten hingegen reicht das Öffnen eines Fensters nicht mehr aus.Foto: dapd

Berlin.  Immer stärkere Dämmung und Isolierung erschweren in vielen Neubauten einen hygienisch notwendigen Mindestluftwechsel. Gelegentliches Fensteröffnen reicht dann nicht mehr aus. Bewohner sollten sich deshalb über eine ventilatorgestützte Lüftung informieren.

In neuen oder sanierten Häusern und Wohnungen kann der erforderliche Luftwechsel zum Problem werden. Starke Dämmung und Isolierung erschweren unter Umständen einen hygienisch notwendigen Mindestluftwechsel rund um die Uhr, wie der Bauherren-Schutzbund mitteilt. Gelegentliches Fensteröffnen erfülle die Anforderungen nicht. Deshalb müssten bei sehr dichten Häusern und Wohnungen Öffnungen für einen minimalen Lüftungsvorgang auch bei Nichtanwesenheit geschaffen werden.

Derartige auf natürliche Weise ohne elektrische Hilfsenergie funktionierende Systeme seien jedoch von den unkalkulierbaren Antriebskräften Wind und Thermik abhängig, erläutert der Bauherren-Schutzbund. Alternativ sei eine ventilatorgestützte Lüftung möglich, die unabhängig von den Bewohnern für einen energiesparenden hygienisch ausreichenden Luftwechsel sorgt. Auch nach einfachen Sanierungsmaßnahmen wie dem Einbau neuer Fenster können Lüftungsprobleme auftreten. Für die dann erforderliche zusätzliche Lüftung bieten Hersteller Anlagenkomponenten an, die sich problemlos im Altbau unterbringen lassen, beispielsweise unter abgehängten Flurdecken. (dapd)



Kommentare
06.11.2012
01:17
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
von ichglaubannichts | #6

Die Wärmedämmung wird langsam aber sicher
selbst zum Umweltproblem.
Das ist der Fall beim Putz und bei
den meisten Farben, die auf die frisch
gedämmte Fassade aufgetragen werden. Sie
enthalten künstliche Pilz- und Algenvernichtungsmittel,
die verhindern sollen, dass die Dämmplatten wegen Feuchtigkeit von einer
grünlich-braunen Schmierschicht überzogen
werden. Doch im Laufe der Zeit spült der Regen
das Mittel von der gedämmten Außenwand
ab. Die Eidgenössische Anstalt für
Gewässerschutz in der Schweiz macht das
Fassadengift bereits dafür verantwortlich,
dass Flüsse und Bäche mit Anti-Schimmel-
Chemikalien verseucht sind. Und spätestens
an diesem Punkt wird es wohl Zeit, darüber
nachzudenken, ob bei der Wärmedämmung
des Guten nicht zu viel getan wird.
Ich will nicht missverstanden werden:
Selbstverständlich ist es vernünftig, darauf
zu achten, dass die kostbare Heizungswärme
möglichst drinnen bleibt. Bis zu zwei Drittel
unseres Energieverbrauchs im Haus entfallen
auf die Heizung, dement

04.11.2012
10:39
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
von Diplomhartzer | #5

Ich seh das Problem nicht. Im Winter stelle ich meine Fenster ganztags auf Kippe. Die Heizung bezahlt das Amt. Bei mir ist immer frische Luft.

1 Antwort
So sind die Hartzer
von wasteland | #5-1

Da sind Sie kein Einzelfall

02.11.2012
20:45
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
von AuroraBorealis | #4

" Bewohner sollten sich deshalb über eine ventilatorgestützte Lüftung informieren."
Genau!
Die eingesparte Heizenergie geht dann für die ventilatorgeschützte Lüftung drauf!
"Fein" ausgedacht von der Politik.

1 Antwort
Nicht ganz richtig
von wasteland | #4-1

Eine kontrollierte Lüftung senkt sogar die Luftwechselrate bei energetisch sanierten
Bestandswohnungen von 0,6 auf 0,4. D.h. die Lüftungsverluste sinken und man verbraucht weniger Energie. Ich empfehle eine dezentrale Anlage ohne Wärmerückgewinnung. Kosten ca. 1500,-€/ Wohneinheit. Feuchtigkeit- und Schimmelrisiko sinkt extrem.

02.11.2012
18:38
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
von Juelicher | #3

@RonCo
Sie geben keine Antworten auf die mangelnde Wirtschaftlichkeit zumindest bei Altbauten. Immer mehr Menschen können sich diese immer neuen Techniken nicht mehr leisten. Für Gutverdiener spielt dies vielleicht nur eine untergeordnete Rolle. Der letzte Satz ist nichts weiter als polemischer Unfug! Fossile Brennstoffe insgesamt reichen noch für ein paar Jahrhunderte.
Gebäude lassen sich im übrigen auch durch mehr Baumasse effizienter betreiben. Zur Insolation späteren Sondermüll, der dazu hoch brennbar ist und mit fungizid u. algizidhaltigen Farben beschichtet wird, die sich ins Grundwasser ausschwemmen, in gigantischem Umfang einzusetzen, ist jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss.

02.11.2012
14:43
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
von RonCo | #2

@ Juelicher:
Es gibt keine Alternative als durch Einsparungen (Dämmung) die Gebäude effizienter zu betreiben! Und der elektrische Verbrauch eines Lüfters ist mit ein paar Watt gering gegenüber des hohen Gasverbrauchs eines ungedämmten Gebäudes. Natürlich fallen Kosten für Wartungen und Filterwechsel an, aber dafür ist der Komfort und die Wohnqualität deutlich gesteigert! Und bei fast jedem Objekt lässt sich eine Lüftung irgendwo unterbringen, behaupte ich. Es gibt sehr clevere Lösungen in diesem Bereich!

Die Menschen und die Technik entwickeln sich weiter, nicht jeder will mehr in einer Höhle leben und mit dem Muli zur Farm. Ach ja, und irgendwann geht auch mal das Gas zuneige, und dann?
Wer keine Ahnung hat, einfach mal ...

1 Antwort
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
von Jorgel | #2-1

Die meisten Wohnungen in Deutschland sind Mietwohnungen - und gerade die werden massiv von den großen Wohnungsbaugesellschaften gedämmt. Nicht zuletzt um höhere Mieten erzielen zu können. Nur ist dabei von einer zusätzlichen ventilatorgestützen Lüftung keine Rede. Schon gar nicht in jedem Raum, wo es notwendig wäre.

Wie sollen die Mieter einer Mietwohnung sich denn mal eben elektrische Ventilatoren einbauen? Durchbrüche in die Außenwände, andere Verglasung mit Ventilator in die Isolierfenster, Kabel durch ganze Zimmer für Steuerung und Betrieb der Lüftung?

Ganz davon abgesehen, dass der Vermieter dies erstmal genehmigen muß, was längst nicht gesichert ist und wenn doch, sich an den Kosten nicht beteiligt. Also passiert in den meisten Fällen bei gedämmten Mietshäusern - gar nichts...

Der hygienisch notwendige Mindestluftwechsel findet nicht statt? Das konnte man doch vorher nicht wissen. Pech gehabt, seht zu wie ihr damit fertig werdet...

Wer keine Ahnung hat, einfach mal ...

01.11.2012
15:01
In vielen Neubauten gibt es zu wenig Frischluftzufuhr
von Juelicher | #1

So ist das, wenn man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben will!
Immer neue Kosten durch notwendige Zusatzmaßnahmen in Folge von energetischen Gebäudeoptimierungen. Kostentreibende Lüftungsanlagen, die wiederum Energie benötigen, Wartungsaufwand, neue Filtereinsätze, Komponenten die nach 10 oder 20 Jahren erneuert werden müssen, sofern diese dann - was unwahrscheinlich ist - überhaupt noch erhältlich sind usw. usw. In Altbauten hängt man mal eben die Decken ab, sofern die Raumhöhe das überhaupt zulässt....Wie soll sich der ganze Schwachsinn jemals bezahlt machen? Außer für die Hersteller, Einbau- u. Wartungsfirmen!

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