Holz, Kalkputz und Stein schaffen Wohlfühlambiente im Bad
10.10.2012 | 08:45 Uhr 2012-10-10T08:45:00+0200
Bonn/Klein Grenz. Die Zeit der bunten Kacheln im Bad und der ockerfarbenen oder grünen Wannen ist längst vorbei. Mit Weiß scheint es auch zu Ende zu gehen. Im Trend liegen stattdessen nun Naturmaterialien. Pflegeleichte, versteht sich. Und ein alter Bekannter zieht auch wieder ein ins Badezimmer.
Naturmaterialien erobern die Badezimmer. "Ein Bad ist ein Raum, in dem man sehr natürlich ist, im wahrsten Sinne nackt. Da umgibt man sich gerne auch mit Materialien, die nicht vorgeben, etwas anderes zu sein, als sie sind", erklärt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft in Bonn, den Trend.
Sorge wegen Wasserschäden am Material müsse man nicht haben, beruhigt der Experte: "Selbst in den Bereichen, wo wirklich Spritzwasser vorkommt, also rund um Dusche und Waschbecken, kann man zum Beispiel mit Holz arbeiten. Es gibt besonders wasserabweisende Hölzer, andere werden 'vorgebacken', also hoch erhitzt, so dass sich die Poren schließen." Sie seien oft sogar unempfindlicher als andere Materialien, weil sich zum Beispiel Kalk nicht so festsetze.
Renaissance des Waschzubers
Selbst der alte Waschzuber erlebt in Form von hölzernen Waschbecken und Badewannen eine Renaissance. Allerdings warnt der Experte: "Das Problem ist nicht das Wasser, sondern es sind die Seifen und Duschgels." Früher habe man nur mit Wasser und Kernseife gebadet, heute setzten sich mehr Rückstände von Pflegeprodukten auf den Flächen ab: "Dadurch ist der mechanische Pflegeaufwand hoch."
Praktischer seien Kombinationen aus Holz und modernen Badezimmermaterialien, zum Beispiel ein Keramik-Waschbecken auf einem Holzwaschtisch. Auch Sitzbänke oder Regale aus Holz bringen Natur in den Raum. Wer vor einem kompletten Holzboden zurückschrecke, könne zum Beispiel vor der Dusche mit einem Naturkieselboden eine wasserfeste und trotzdem natürliche Variante nutzen, sagt Wischmann.
Stein, zum Beispiel Granit, wird auch für Waschbecken angeboten. Aber auch hier gibt Wischmann zu bedenken: "Keramik hat sich aus guten Gründen so lange gehalten. Auf Granit setzen sich Seife und Schmutz, vor allem auch Kalk, fest, auch hier ist der Pflegeaufwand relativ hoch."
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