Das aktuelle Wetter NRW 13°C
GEZ

Haushaltspauschale statt Rundfunkgebühr - das ändert sich

10.01.2013 | 08:45 Uhr
Haushaltspauschale statt Rundfunkgebühr - das ändert sich
Seit Januar 2013 wird pro Haushalt eine Grundpauschale für alle Geräte berechnet.Foto: dpa

Düsseldorf.  Seit dem Jahreswechsel klingeln sie nicht mehr an der Haustür: Kontrolleure der GEZ. Künftig muss nämlich jeder Haushalt pauschal 17,98 Euro bezahlen. Wir sagen Ihnen, welche Vor- und Nachteile die Neuerung bringt und wer einen Rabatt beantragen kann.

Wer einen Fernseher besitzt, hat bisher monatlich Rundfunkgebühren in Höhe von 17,98 Euro an die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) gezahlt. Wer nur ein Radio nutzte, zahlte 5,76 Euro. Wer weder Radio, noch TV, Internet oder Handy hat, musste nichts zahlen. Der GEZ-Mitarbeiter an der Haustür ist jetzt Vergangenheit. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder sehen oder hören kann, was er will, ohne dafür zu bezahlen.

Seit Januar 2013 wird pro Haushalt eine Grundpauschale für alle Geräte berechnet. Jeder Haushalt zahlt ab sofort pauschal monatlich 17,98 Euro, was dem bisherigen Höchstsatz entspricht. Dabei ist es egal, welche Geräte im Haushalt zur Verfügung stehen und genutzt werden. Für jede Zweit- oder Ferienwohnung, werden auch weitere 17,98 Euro fällig. Zimmer in Gemeinschaftsunterkünften, Internaten und Kasernen sowie Gartenlauben in Kleingärten, die nicht zum Wohnen geeignet sind, gehören allerdings nicht dazu.

Ermäßigter Satz liegt bei 5,99 Euro

Empfänger von Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung, sowie Studentinnen, Studenten und Auszubildende, die BAföG beziehen, können sich von der Gebühr befreien lassen. Menschen mit Behinderung mit dem Merkzeichen 'RF' zahlen monatlich nur 5,99 Euro. Mit der Haushaltsabgabe können sich nun auch Schwarzseher nur noch schwerlich vor der GEZ-Gebühr drücken . Nichtzahlen gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Bislang mussten beispielsweise erwachsene Kinder, die mit ihren Eltern zusammen in einem Haushalt leben, ihre eigenen Geräte voll bezahlen.

Ab 2013 wird nur noch die Pauschale für den gesamten Haushalt erhoben. Auch Wohngemeinschaften profitieren erheblich von der neuen Haushaltsabgabe: Unabhängig von der Personenzahl in der Wohngemeinschaft muss nur noch einmal gezahlt werden. Durch die neue Reform werden dann auch die überraschenden Besuche der GEZ-Kontrolleure Geschichte sein - es ist ja ganz gleich, wie viele und welche Geräte in einem Haushalt vorhanden sind. Jeder muss künftig zahlen - sogar diejenigen, die weder Fernseher noch Radio besitzen. Dadurch sind diejenigen im Nachteil, die bisher nur einen internetfähigen PC oder ein Smartphone nutzten und monatlich nur die Grundgebühr von 5,76 Euro gezahlt haben. Außerdem kennt die neue Gebühr deutlich weniger Befreiungen für einen Haushalt.

Unternehmen profitieren von Neuregelung

Auch für Unternehmen wird sich einiges ändern. Sie profitieren von der geplanten Neuerung. Statt der bisherigen Abgabe für jedes einzelne Gerät, richtet sich die Größe der neuen Abgabe nun nach der Zahl der Angestellten und der Standorte. Kleine Unternehmen mit bis zu acht Mitarbeitern an einem Standort können sich über einen stark ermäßigten Beitrag von 5,99 Euro freuen. Ab neun Mitarbeitern sind es die obligatorischen 17,98 Euro, ab 20 Mitarbeitern 35,96 Euro und so weiter. Der Höchstsatz liegt bei 3 236,40 Euro für 20 000 Mitarbeitern oder mehr. (glp)



Kommentare
Aus dem Ressort
Jetzt die Heizung für die kalten Tage fit machen
Ratgeber
Wer seine Heizungsanlage noch vor den kalten Tagen warten lässt, kann Energie und Geld sparen. Dabei lohnt es sich besonders, die Heizung entsprechend den individuellen Bedürfnissen zu programmieren. Bei alten Anlagen sollte man an einen Austausch denken.
Hobbygärtner sollten bis Oktober Samen der Tagetes ernten
Pflanzen
Die Tagetes blüht noch bis Oktober in einer wunderschönen Farbenvielfalt von Gelb über Orange bis hin zu einem bräunlichen Rot. Ihre Samen können Hobbygärtner einfach ernten und über den Winter am besten dunkel und trocken aufbewahren, um sie im nächsten Frühjahr in Anzuchttöpfe zu pflanzen.
Mitgemietete Garage kann nicht separat gekündigt werden
Mietrecht
Ist die Garage durch einen einheitlichen Mietvertrag vermietet worden, ist es für den Vermieter unmöglich, diese separat zu kündigen. Auch auf Eigenbedarf kann er sich in diesem Fall nicht berufen. Er kann das Mietverhältnis dann nur insgesamt kündigen.
Ethanol-Öfen geben gefährliche Rückstände an Raumluft ab
Emissionen
Ethanolöfen haben den Vorteil, ohne Kamin auszukommen und lassen sich zudem schnell aufbauen. Doch ein großer Nachteil existiert: Die Öfen verunreinigen die Luft in der Wohnung. Die entstehenden Verbrennungsprodukte werden nicht nach draußen abgesondert, sondern landen im Wohnzimmer.
Durch Regen und Wärme wuchert Unkraut besonders schnell
Pflanzen
Der feucht-warme Sommer lässt das Unkraut sprießen. Die Straßenmeistereien kommen kaum hinterher. Der Griff zur Chemie ist tabu. In Iserlohn will man Unkraut mit heißem Wasser bekämpfen. Doch vor allem ist Handarbeit und Fantasie gefragt, um dem sprießenden Pflanzen Einhalt zu gebieten.
Umfrage
Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

 
Fotos und Videos
Modisches Design bei Möbelstücken
Bildgalerie
Fotostrecke
Neue Trends beim Küchendesign
Bildgalerie
Fotostrecke
Wandbilder von Essen
Bildgalerie
XXL-Fotos
Kölner Möbelmesse
Bildgalerie
Fotostrecke