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Gartenwege nicht mit allzu hohen Stauden umrahmen

13.03.2013 | 05:45 Uhr
Gartenwege nicht mit allzu hohen Stauden umrahmen
Ein Gartenweg hat nicht nur praktische Bedeutung. Er kann einen Garten auch strukturieren.Foto: Getty

Bonn/Cottbus.   Wege können Gärten zu einem echten Sinneserlebnis machen. Vor allem können sie selbst zu einem Blickfang werden, wenn Stauden sie umrahmen. Sie sollten freilich nicht allzu hoch sein, sonst wirken sie eher bedrückend. Beim Anlegen von Gartenwegen gilt es noch Weiteres zu beachten.

Wege können Gärten schön strukturieren. Werden sie dabei von Stauden umrahmt, sind sie selbst ein Blickfang, schreiben die Gartenexperten der Gartenbau-Brancheninitiative "Das grüne Medienhaus" und des Bundes deutscher Staudengärtner.

"Durch die richtige Materialwahl und Bepflanzung werden Wege im Garten zu einem echten Sinneserlebnis", betont Hagen Engelmann, Landschaftsarchitekt aus Cottbus. Wer es natürlich mag, könne den Wegesrand mit Schleppenstauden gestalten. Diese überlagerten den Weg etwas und würden so die oft strengen Wegformen aufbrechen.

Nicht zu hohe Pflanzen wählen

"Pflanzen am Wegesrand sollten nicht zu hoch werden, sonst fühlt man sich beim Betreten beengt", empfiehlt der Gartenexperte. Beliebt seien die blau blühende Katzenminze oder Salbei. Sie würden zwischen 20 und 60 Zentimetern hoch und eigneten sich gut für sonnige Wege. An sonnigen und halbschattigen Standorten gedeihe die blau oder weiß blühende Teppich-Glockenblume gut.

"Mit wintergrünen Pflanzen ergibt sich auch in der kalten Jahreszeit ein schönes, stimmiges Bild und die Wege sind eindeutig begrenzt", erklärt Engelmann. Bespielsweise eigneten sich Schaumblüte und Purpurglöckchen. Gräser wie Segge oder Waldmarbel seien ebenfalls wintergrün - und könnten an schattigen Standorten gepflanzt werden. Mit Buchs, Lavendel, Stechpalme oder Zwerg-Gamander ließen sich Wege gut linear begrenzen. "Man erreicht dadurch eine formale Grundstruktur im Garten", sagt Engelmann.

Die Wegpflanzen sollten regelmäßig geschnitten werden, damit der Weg nicht eingeengt werde und die Pflanzung gut zur Geltung komme. Besonders pflegeleicht seien zum Beispiel Waldsteinie oder Frauenmantel, die dichte Polster und keine Ausläufer bildeten.

Pflanzwege für ruhige Gartenecken

Für ruhige Gartenecken eignen sich Rasen- und Pflanzwege Ob gerade, geschwungen, breit oder schmal: Wege im Garten seien äußerst vielfältig. Je nach Vorliebe könnten unterschiedliche Materialien wie Naturstein, Klinker- oder Betonpflaster, Splitt, Kies oder auch Rasen eingesetzt werden. "Wege, die sie häufig begehen, sollten befestigt und wenigstens 1,20 Meter breit sein", rät Engelmann.

In wenig begangenen Teilen von Privatgärten seien Rasenwege eine gute Alternative zu befestigten Flächen. Dabei sei es jedoch wichtig, den Rasen klar abzugrenzen. Auch trittfeste Stauden wie die duftende Römische Kamille, Katzenpfötchen oder Thymian könnten an wenig begangenen Stellen als "Pflanzenweg" angelegt werden, da sie gelegentliches Betreten gut überstehen. Steingartenpflanzen wie Strandnelke, verschiedene Steinbrecharten, Blaukissen oder Teppich-Flammenblumen könnten an sonnigen Stellen den Weg malerisch säumen oder überwachsen - und so starre Wegstrukturen durchbrechen. (dapd)

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