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Mietnebenkosten

Nebenkostenabrechnung - Darauf sollten Mieter achten

23.10.2012 | 11:51 Uhr

Essen. Noch bis zum Jahresende haben Vermieter Zeit, ihren Mietern eine Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2011 zustellen zu lassen. Viele Millionen Abrechnungen werden daher in den kommenden Monaten noch in deutsche Haushalte flattern. Mieter sollten auf einige Angaben besonders achten.

Zu den Nebenkosten gehören alle Posten, die der Vermieter für den Unterhalt des Gebäudes aufwenden muss - etwa Müllgebühren und die Treppenhausreinigung, sofern diese eine Reinigungsfirma erledigt. Solche Kosten werden in der Regel auf im Haus wohnenden Parteien umgelegt.

Die Nebenkostenabrechnung muss gewisse formale Vorgaben erfüllen. So darf sie beispielsweise nicht später als zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums gestellt werden. Abrechnungen, die noch danach eingehen, muss der Mieter nicht mehr bezahlen. Die Nebenkostenabrechnung muss zudem alle Kosten einzeln aufführen, sodass der Mieter nachvollziehen kann, wofür er was zahlt.

Leicht passieren bei einer Nebenkostenabrechnung auch Fehler. Mieter sollten sich die Zeit nehmen, die einzelnen Summen genau nachzuprüfen. Sie sollten auch darauf achten, dass der Verteilerschlüssel korrekt angewendet ist. "Heizung und Warmwasser müssen vom Vermieter zu 50 bis 70 Prozent verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Der Rest geht nach Wohnfläche", zitiert "Die Welt" dazu Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

Bei vielen Positionen auf der Nebenkostenabrechnung ist wichtig, dass sie auch im Mietvertrag aufgeführt werden. Sonst darf der Vermieter sie nicht berechnen. Das trifft etwa auf laufende Kosten wie die Wartung der Brandmelder oder die Reinigung der Dachrinne zu. Grundsätzlich gar nicht berechnen dürfen Vermieter Kosten für Rechtsschutzversicherung, Verwaltung und die Führung des Mietenkontos. Finden Mieter solche Angaben auf ihrer Nebenkostenabrechnung vor, müssen sie sie nicht bezahlen.

Wer vermutet, dass seine Nebenkostenabrechnung fehlerhaft ist, hat darüber hinaus die Möglichkeit, Einsicht in die Originalunterlagen zu verlangen und die üblicherweise nach 30 Tagen fällige Summe vorerst nur unter Vorbehalt zu zahlen, bis der Sachverhalt geklärt ist.

sw

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2012-10-23 11:51
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