Experten erwarten Invasion von Marienkäfern durch mildes Wetter
21.10.2012 | 08:45 Uhr 2012-10-21T08:45:00+0200
Hamburg. Das derzeitige milde Wetter könnte viele Marienkäfer in Gärten und auf Balkone locken. Die meisten von ihnen stammen ursprünglich von weiter her: Der asiatische Marienkäfer breiten sich immer stärker aus. Nicht alle freuen sich darüber.
Ein bei Groß und Klein beliebter Glücksbringer schwirrt in diesen Tagen zu Hunderten durch die Luft: Denn die milden Temperaturen haben an zahlreichen Orten zu einer kleinen Invasion von Marienkäfern geführt. Unzählige der gepunkteten und für den Garten nützlichen Insekten landen derzeit auch in Biergärten, auf Balkonen und kommen sogar in die Wohnungen. "Das ist der asiatische Marienkäfer , mit wissenschaftlichem Namen Harmonia axyridis genannt", sagte der Kurator der Abteilung Insektenkunde des Zoologischen Museums Hamburg, Kai Schütte.
"Auch an den Mauern unseres Museums, einem Waschbetonbau, haben wir die Käfer beobachtet", sagte der Biologe. Grund für die plötzliche Aktivität seien offenbar die wärmeren Temperaturen: "Schon in den vergangenen Jahren haben wir diese Art der Marienkäfer im Oktober und November und sogar im Winter bei uns sehen können."
Marienkäfer fressen Blattläuse
Schütte vermutet, dass sich die Tiere am wärmeren Mauerwerk besonders wohlfühlen, weil sie in ihrer ursprünglichen Heimat Asien in Felsspalten überwintern. Nach Beobachtungen der Biologen kommen die asiatischen Marienkäfer inzwischen in ganz Deutschland vor und breiten sich weiter aus. Unter Gärtnern sind sie beliebt, weil sie große Mengen von Blattläusen fressen.
Unbeliebt dagegen sind sie bei Weinbauern, weil sie sich nachts gern im Bereich von Weintrauben aufhalten und bei der Verarbeitung die Mostqualität gefährden können. Die rege Flugtätigkeit der Marienkäfer wird nach Ansicht von Schütte in wenigen Tagen schon wieder vorbei sein: "Sobald es kühler wird, ziehen sie sich zum Überwintern wieder zurück." (dapd)
16:58
Das Problem ist eher, dass der Mensch fremde Arten einschleppt und damit Probleme verursacht.
Dieser possierliche Asiate ist mal zur Schädlingbekämpfung in Europa eingeführt worden.
Allerdings hat er bei uns keine natürlichen Feinde, frisst außer Schädlingen auch Nützlinge unter anderem die Larven der heimischen Marienkäfer.
Es gibt einige Berichte, nach denen die Biester wohl auch spürbar zubeißen können (obwohl ich da etwas skeptisch bin)..
Und der Wein, in dessen Most die Tierchen in ausreichender Zahl gelandet sind, soll wohl ungenießbar sein.
Und wenn die in Battalionsstärke in Häuser und Wohnungen einfallen, ist das mit der Freude auch so eine Sache..
14:53
das wäre alles kein problem, wenn der mensch nicht immer meinen würde die natur aufräumen zu müßen.....ich bin mir sicher das die lieber in einen schönen großen laubhaufen liegen würden, wenn denn mal einer liegenblieben würde....