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Erste Hilfe für Studenten: Tipps für die Wohnungssuche

08.10.2015 | 10:44 Uhr
Erste Hilfe für Studenten: Tipps für die Wohnungssuche
Auf das altebekannte "Schwarze Brett" sollte bei der Wohnungssuche nicht verzichtet werden.Foto: Alex Büttner

Essen  Vor Studienbeginn noch schnell eine Wohnung finden. Was leicht klingt, ist längst zu einem Problem geworden. Dabei gibt viele Möglichkeiten, um fündig zu werden.

Mit Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober gingen viele Studenten bei der Wohnungssuche erneut leer aus. In 39 Städten in Deutschland sei die Situation bereits angespannt, berichtet der Projektentwickler GBI. In Nordrhein-Westfalen fehlt es vor allem in Köln, Münster, Aachen und Düsseldorf an geeignetem Wohnraum. Trotzdem sollte das die Studenten nicht abschrecken. Es gibt einige Möglichkeiten, die sie bei der Suche nach einer passenden Wohnung nutzen können:

Wohnungssuche in der Zeitung

Eigentlich sollte es auf der Hand liegen, doch in den meisten Fällen ist es längst in Vergessenheit geraten: Die Suche nach einer passenden Wohnung in der lokalen Tageszeitung. Unter den Annoncen lässt sich im Lokalteil, aber auch in kostenlosen Stadtteil-Zeitungen mit ein wenig Glück das passende Wohnangebot finden. Wichtig: Bei einem interessanten Angebot nicht lange warten, sondern schnell telefonisch einen Besichtigungstermin mit dem zuständigen Vermieter ausmachen.

Wohnungssuche mit Hilfe der lokalen Tageszeitung. Foto: Helmuth Vossgraff

 

Soziale Netzwerke als Suchportal

In sozialen Netzwerken gibt es mittlerweile fast zu jeder Stadt Gruppen in denen Wohnungsangebote oder -gesuche gepostet werden. Bei facebook gibt es diese unter anderem für die Städte Düsseldorf, Duisburg oder Dortmund. Wenn keine passende Unterkunft auf Anhieb dabei sein sollte, einfach selbst zur Tat schreiten und ein Wohnungsgesuch in der Gruppe aufgeben. Nachteil: Auf Wohnungsangebote in sozialen Medien wie Facebook gibt es oft sehr viele Rückmeldungen.

Gemeinsames Wohnen mit Senioren

Wohnen für Hilfe. So nennt sich das Modell, dass in immer mehr Städten angeboten wird. Dabei bieten ältere Menschen ihre leerstehenden Zimmer kostengünstig an Studenten an. Ziel der Organisation ist es, einerseits den Studenten einen bezahlbaren Wohnraum zu bieten und andereseits den Wohnraumbietenden im Alltag zu unterstützen. Die Hilfeleistungen müssen allerdings so begrenzt sein, dass dem Studenten/der Studentin genügend Freiraum für Studium und Co. bleibt. Auch der soziale Aspekt spielt eine wichtige Rolle: Studierende, die neu in der Stadt sind, erhalten sofortigen Anschluss, während Senioren nicht mehr allein in ihrem Haus oder der Wohnung leben müssen.

Hauswaechter der Firma Camelot, hier im ehemaligen Sozialamt in Essen. Sie wohnen in leer stehenden Gebäuden. Foto: Kai Kitschenberg

 

Wohnen in leerstehenden Schulen oder Krankenhäusern

Als Hauswächter kostengünstig in einem leerstehenden öffentlichen Gebäude wohnen, das ist für einige Studenten bereits wahr geworden. Gerade in Großstädten wie Berlin hat sich das Konzept bewährt. Hintergrund der Aktion: So sollen die Gebäude vor Vandalismus und Verrottung geschützt werden. Die Idee stammt aus den Niederlanden. Die niederländische Firma Camelot vermittelt leerstehende Gebäude, darunter Burgen, Schulen oder Botschaften. Alle Interessierten können sich online bewerben. Mit etwas Glück, wird man zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.

Spezielle Internetportale für wohnungssuchende Studenten

Das Internet bietet, neben den bekannten Wohnungsportalen, auch spezielle Webseiten für Studenten auf Wohnungssuche an. Gerne benutzt werden die Plattformen wg-gesucht und Salz&Brot. Dort gibt es eine große Anzahl an WG-Zimmern und provisionsfreien Mietwohnungen. Aber auch über ebay Kleinanzeigen kann man mittlerweile Wohnungen finden.

Auch in speziellen Online-Portalen kann man fündig werden. Foto: Knut Vahlensieck

 

Das gute alte schwarze Brett

Auch wenn viele auf die digitale Wohnungssuche zurückreifen, ist das uns allen bekannte "Schwarze Brett" nicht aus den Augen zu verlieren. Interessante Angebote können auch dort zu finden sein. Also auf dem Weg durch die Uni auf jeden Fall mal vorbeischauen. Es könnte sich lohnen.

Nach Zimmern in Studentenwohnheimen nachfragen

Über die jeweiligen Studentenwerke gibt es die Möglichkeit ein Zimmer in einem Studentenwohnheim zu beziehen. Leider sind diese, auf Grund von einem guten Preis-Leistungsverhältnis, oftmals überfüllt. Aus diesem Grund rechtzeitig bewerben: Die Anträge findet man online, meist wird nach dem Bewerbungszeitpunkt, der Wartezeit und dem gewünschtem Einzugsdatum entschieden, wer den Platz bekommt. Die Ruhr Universität Bochum bietet dies beispielsweise mit seinem Papageienhaus an. Das Studienwerk in Dortmund bietet auch Wohnungen in Randgebieten an. Auch die Kirchen betreiben Studenwohnheime. Die Wohnheime der katholischen, sowie der evangelischen Kirche sind für alle Konfessionen offen.

Wohnen in den Randgebieten

Mit dem Semesterticket können Studenten problemlos durch das Bundesland pendeln. Foto: Volker Speckenwirth

Sollte keine passende Wohnung oder ein WG-Zimmer in den Hochschul- oder Universitätsstädten gefunden werden, sollte man den Such-Radius erweitern - auf städtische Randgebiete oder Nachbarstädte. Vorteil: Oftmals ist es dort nicht so überfüllt, und die Mieten sind günstiger. Zur Anreise in die Uni am besten die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Mit dem Semesterticket kann in den meisten Fällen sogar kreuz und quer durch das komplette Bundesland gefahren werden.

Anja Schindler

Kommentare
08.10.2015
11:24
Erste Hilfe für Studenten: Tipps für die Wohnungssuche
von elbarado77 | #1

Haben die Studenten nicht auch die gleichen Rechte wie Flüchtlinge, und Anspruch auf Zuteilung einer bezahlbaren Wohnung?

Zumal diese später zu den...
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1 Antwort
Erste Hilfe für Studenten: Tipps für die Wohnungssuche
von Caraboules | #1-1

... vor allen Dingen deshalb, weil die Studenten von heute doch die dringend benötigten Fachkräfte von morgen darstellen werden.

Ach nee, es ist ja einfacher sich "Fachkräfte" aus dem Ausland zu beschaffen, denen Wohnraum und soziale Absicherung zu bieten und die angehenden einheimischen Studenten sich selber überlassen. Der Vorteil ist: Aufgrund schlechter Zukunftsaussichten werden immer weniger Deutsche Eltern, die demographische Entwicklung verschiebt sich weiter Richtung älter werdender Gesellschaft, der vermeintliche Fachkräftemangel wächst und wir brauchen noch mehr Zuwanderung.

Ich würde sehr gerne Vater werden. Aber welche Zukunft kann ich in diesem, MEINEM HEIMATLAND, meinem Nachwuchs bieten? Eine Verrohung der Gesellschaft, eine existierende Überfremdung, Staatsverschuldung bis zum Abwinken, Genderismus und eine Zukunft, in der Volksverdummung von der Politik und der Wirtschaft verlangt wird (und die Medien tragen bereits ihren Beitrag dzu bei).

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Erste Hilfe für Studenten: Tipps für die Wohnungssuche
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2015-10-08 10:44
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