Energieausweis - Käufer fühlen sich schlecht informiert

Essen. Ab 2013 müssen Vermieter und Verkäufer von Immobilien jedem Interessenten einen Energieausweis vorlegen. Der nützt jedoch den meisten Käufern nach eigenen Angaben nicht viel: Wie eine Umfrage ergeben hat, reichen den meisten Kaufinteressenten die Informationen im Energieausweis nicht aus.

Gleichzeitig ergab das aktuelle Immobilienbarometer von Interhyp und Immobilienscout24, dass für rund 84 Prozent der Kaufinteressenten der energetische Zustand der Immobilie ein wichtiges Kriterium ist. Der Energieausweis hilft jedoch vielen nicht weiter: Nur rund zehn Prozent der befragten Kaufinteressenten hielten ihn für informativ. 70 Prozent der 2.025 Befragten gaben an, dass ihnen die Informationen in dem Papier gar keine oder zu wenige Anhaltspunkte zum Energiebedarf und -verbrauch der Immobilie lieferten. 36 Prozent bemängelten, dass der Ausweis keine Aussagen zum energetischen Zustand des Gebäudes enthielt, sondern nur zum Energieverbrauch.

Nach welchen Informationen Käufer suchen, wurde im Immobilienbarometer ebenfalls deutlich: Rund 72 Prozent gaben an, dass für sie eine moderne Heizungsanlage kaufentscheidend sei. Rund 70 Prozent wollen Fenster mit Doppelverglasung. Etwa 63 Prozent würden keine Immobilie kaufen, bei der die Außenwände unzureichend gedämmt sind. Nur für wenige Immobilienkäufer sind hingegen Solarthermieanlagen (etwa 8 Prozent) oder Photovoltaikanlagen (4,5 Prozent) wichtig.