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Energetische Sanierung

Fassadendämmung - Vorteile und Möglichkeiten

24.10.2012 | 10:06 Uhr

Essen. Die Fassadendämmung ist ein wichtiger Faktor bei der energetischen Sanierung eines Hauses. Mit der richtigen Dämmung in Kombination mit moderner Heiztechnik können Hauseigentümer viel Energie sparen - und damit auch eine Menge Kosten.

Bei älteren Häusern, die nachträglich gedämmt werden, kommt häufig das sogenannte Wärmedämmverbundsystem (WDVS), auch Vollwärmedämmung genannt, zum Einsatz. Dabei werden Dämmplatten an der Fassade angebracht und dann verputzt. Im Anschluss an die energetische Sanierung besteht die Möglichkeit, die äußere Schicht noch zu streichen oder zu verklinkern - je nach optischem Wunsch oder Bauvorschrift.

Häufig für die energetische Sanierung verwendete Dämmstoffe sind synthetische Materialien wie Styropor, Polyurethan oder Mineralwolle. Dämmstoffe für den Außengebrauch müssen anderen Ansprüchen genügen als solche für den Innenausbau. Neben einer niedrigen Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) und einer geringen Brennbarkeit müssen sie vor allem Schutz vor Feuchtigkeit bieten. Materialien, die leicht Wasser aufnehmen, sind weniger geeignet.

Alternative Dämmstoffe bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Wer Wert auf ökologisches Bauen legt und sein Haus etwa mit Flachs, Zellulose oder Holzfaserplatten dämmen möchte, muss dafür jedoch in der Regel tiefer in die Tasche greifen als für synthetische Materialien. Ob es für die Fassadendämmung wirklich nachwachsende Dämmstoffe sein sollen, sollten Hauseigentümer gut abwägen: Diese sind meist leichter entflammbar und nehmen auch eher Feuchtigkeit auf als synthetische Stoffe.

Alternativen zur WDVS sind die Kerndämmung, bei der Isolierstoffe in einem Hohlraum zwischen Außenwand und Tragwand eingeblasen wird, und die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VIF), die insbesondere auch gegen Schlagregen schützt. Hausbesitzer sollten in einem Gespräch mit Fachleuten erörtern, welche Art der Fassadendämmung für ihr Haus geeignet ist.

sw

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