Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Spareinlagen

Baugenossenschaften bieten häufig bessere Zinsen als Banken

18.09.2012 | 08:45 Uhr
Funktionen
Baugenossenschaften bieten häufig bessere Zinsen als Banken
Laut GdW verfügen die Genossenschaften aktuell über rund 355.000 Sparkonten mit Einlagen von insgesamt rund zwei Milliarden Euro.Foto: Getty

Hamburg.  Eine aktuelle Auswertung des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) zeigt, wie gut die Zinsen bei den Wohnungsgenossenschaften sind. Festgeldanlagen für ein Jahr werden bei den Genossenschaften mit bis zu 2,6 Prozent verzinst. Sparer sollten sich aber vorher informieren.

Auf der Jagd nach attraktiven Zinsen suchen Kunden meist bei den Angeboten der Banken. Dabei gibt es eine wenig bekannte und häufig attraktivere Alternative: die Wohnungsbaugenossenschaften. Einige von ihnen bieten mit ihren sogenannten Spareinrichtungen nämlich deutlich höhere Zinsen.

Aktuell verfügen rund 50 der bundesweit etwa 2.000 Wohnungs-genossenschaften über eine solche Einrichtung. "Die Anlage bei den Genossenschaften ist durchaus empfehlenswert, Sparer sollten sich aber vorher informieren", sagt Uwe Döhler vom Magazin "Finanztest" der Stiftung Warentest.

2,6 Prozent Zinsen für ein Jahr

Wie gut die Zinsen bei den Genossenschaften sind, zeigt eine aktuelle Auswertung des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) von 20 größeren Spareinrichtungen. So gibt es für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist bis zu 1,9 Prozent Zinsen und bei Ratensparverträgen bis zu 2,75 Prozent.

Festgeldanlagen für ein Jahr werden mit bis zu 2,6 Prozent verzinst, bei fünfjährigen Anlagen sind es in der Spitze 3,5 Prozent. Beim Wachstumssparen gibt es zu Beginn bis zu 1,6 Prozent, und der Zins steigt beispielsweise im fünften Jahr bis auf 2,8 Prozent. Nur Tagesgeldangebote suchen Sparer bei den Genossenschaften vergeblich.

"Die Zinsen sind sehr attraktiv. Sie liegen deutlich über denen von Filialbanken und sind oft sogar besser als bei den Direktbanken", sagt Döhler. Fünf Genossenschaften bieten laut GdW bei allen Sparprodukten durchgängig attraktive Konditionen. Dazu zählen die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft, die Wohnungsbaugenossenschaft Einheit (Erfurt), die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892, die MWG Wohnungsgenossenschaft (Magdeburg) und der Spar- und Bauverein Solingen.

Mitgliedschaft ist Pflicht

Die meisten Genossenschaften sind für alle Sparer offen, auch wenn sie nicht Mieter bei ihnen sind oder außerhalb der Region wohnen. Wer die Sparangebote nutzen will, muss den Genossenschaften zunächst beitreten und dafür einmalig Pflichtanteile kaufen. Die Spanne liegt laut GdW zwischen 10 und 300 Euro. Das Geld ist aber nicht verloren, denn die Anteile werden bei Austritt wieder erstattet und häufig auch verzinst.

Angehörige von Mitgliedern können bei vielen Genossenschaften Geld anlegen, ohne dass sie selbst beitreten müssen. Zwar gibt es für Anlagen bei den Genossenschaften keine gesetzliche Einlagensicherung, dennoch ist das Verlustrisiko gering. Denn als Sicherheit dient den Sparern der Immobilienbesitz der Genossenschaften.

Darüber hinaus werden ihre Jahresabschlüsse von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kontrolliert. Zudem verfügt die GdW über einen Selbsthilfefonds, der Mitgliedern hilft, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

  1. Seite 1: Baugenossenschaften bieten häufig bessere Zinsen als Banken
    Seite 2: Verlustrisiko ist gering

1 | 2

Kommentare
19.09.2012
18:27
Baugenossenschaften bieten häufig bessere Zinsen als Banken
von JKeitel | #1

"Zudem verfügt die GdW über einen Selbsthilfefonds, der Mitgliedern hilft, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten."

Fragen Sie also die Genossenschaft bei der Sie Geld anlegen möchten welchem Sicherungsfonds diese angehört. Die meisten Genossenschaften gehören einem Fonds an der im Krisenfall nicht an den Anleger auszahlt sondern an die Genossenschaft und dann können Sie warten bis Sie Ihr Geld wieder sehen.

Auch bei den Banken ist es noch "nie" vorgekommen das es Probleme gab? Es ist dann immer das erste Mal.

Warum zahlen dann Genossenschaften höhere Zinsen als andere Institute? Höhere Zinsen - höheres Risiko. Die Sicherungsfonds der Genossenschaften helfen den Anlegern meist nicht weiter.

Aus dem Ressort
Weihnachtsbaum: Auf Wattzahl der Steckdosenverteiler achten
Immobilien
Ein Weihnachtsbaum leuchtet im heimischen Wohnzimmer oft für Tage, wenn nicht gar wochenlang. Dieser steht am besten in Reichweite einer Steckdose....
Bauherren müssen Verkehrssicherungspflicht beachten
Immobilien
Die Verkehrssicherungspflicht betrifft alle Grundstückseigentümer. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht)...
Brandschaden an Weihnachten schnell der Versicherung melden
Verbraucher
Im Dezember brechen häufiger Feuer aus als in den anderen Monaten. Kein Wunder, erleuchten doch in der Vorweihnachtszeit besonders viele Kerzen die...
Neuer Fahrstuhl gilt als Modernisierung
Immobilien
Wenn ein Fahrstuhl nachträglich an ein Mietshaus gebaut wird, können die Kosten auf alle potenziellen Nutzer umgelegt werden. Ob sie den Aufzug...
Niedrige Ölpreise - Heizöl jetzt bestellen
Wohnen
Wer sein Haus mit Öl heizt, kann sich freuen: Der Preis für 100 Liter Heizöl ist erstmals seit fast fünf Jahren wieder unter die Marke von 60 Euro...
Fotos und Videos
Modisches Design bei Möbelstücken
Bildgalerie
Fotostrecke
Neue Trends beim Küchendesign
Bildgalerie
Fotostrecke
Wandbilder von Essen
Bildgalerie
XXL-Fotos