Allianz sieht Gefahr einer Immobilien-Blase in Deutschland

Die Allianz warnt vor einer Immobilien-Blase in Deutschland.
Die Allianz warnt vor einer Immobilien-Blase in Deutschland.
Foto: Manfred Sander/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Aus Angst vor Inflation und eines Kollaps des Euro setzen viele Deutsche auf Steine. Deshalb warnt der Versicherungskonzern Allianz vor einer Immobilienblase in Deutschland. Niedrige Zinsen haben die Immobilienpreise vor allem in deutschen Großstädten in den vergangenen Jahren stark steigen lassen.

München.. Der Versicherungskonzern Allianz hat angesichts der Flucht verunsicherter Anleger in Sachwerte vor einer Immobilienblase in Deutschland gewarnt. "Im Moment sehe ich noch keine Blase, aber ich fürchte, es könnte zu einer kommen", sagte Allianz-Finanzvorstand Maximilian Zimmerer der "Süddeutschen Zeitung".

"Die wäre dann nicht von Großanlegern wie der Allianz getrieben, sondern eher von Privatanlegern, die Inflation und einen Kollaps des Euro fürchten und in Sachwerte flüchten." Niedrige Zinsen haben die Immobilienpreise vor allem in deutschen Großstädten in den vergangenen Jahren stark steigen lassen.

Immobilien Zimmerer warnte dabei auch vor den Gefahren der Krisenpolitik der Notenbanken. Diese überfluteten die Welt mit billigem Geld, um Investitionen zu ermöglichen und den Staaten den Schuldenabbau zu erleichtern. "Das Problem dabei ist: Niedrige Zinsen führen auf Dauer immer zu einer Fehlsteuerung von Investments, weil das Geld zu billig ist", sagte Zimmerer. Das hätten die Immobilienblasen in den USA, Spanien oder Irland gezeigt.

Griechenland brauche mehr Zeit

Im Kampf gegen die Eurokrise sieht der Allianz-Finanzchef Fortschritte. Aber es brauche nun Zeit, bis Strukturreformen und Sparprogramme ihre volle Wirkung zeigen könnten. "Fundamental zum Beispiel muss man sich um Spanien und Italien keine Sorgen machen", erklärte Zimmerer. Griechenland müsse mehr Zeit gegeben werden. (dapd)