Die Perle am Rande – La Sorgente in Gelsenkirchen

Was wir bereits wissen
Mein Herz schlägt für Perlen am Rande. Ich war bei der WM auch immer mehr für Ghana als für Müller. Das La Sorgente in Gelsenkirchen zählt zu dieser Kategorie. Das liegt etwa daran, dass sich Zugereiste angesichts der Umgebung kulinarischer Annehmlichkeiten keineswegs sicher sind.

Gelsenkirchen.. Auch drinnen (gemauerte rotziegelige Bögen, durch die vielerorts einst erfolgreich mancher lustige Bosniak den Weg an den Tisch fand) wächst die Erwartungshaltung nicht selbstverständlich. Aber dann sehen wir nicht nur die strahlend-stattliche Chefin. Unsere Augen erfreut auch eine Schiefertafel, die etwa für einen Aufpreis von 5€ einen Sommertrüffel übers Leibgericht hobelt. Aha, es gibt also deutlich mehr als Lasagne und Pizza, auch wenn diese Klassiker hier zu Recht zu den Lieblingen der vielen Stammgäste zählen.

Ausnahmslos sehr ordentlich

Auch Loup de Mer oder ein Carpaccio von Bresaola bietet Tania Fernicolas Küche. Ausnahmslos sehr ordentlich fanden wir sämtliche Test-Posten. Selbst bei Standards stimmten die Details. Das Kalbfleisch vom elegant-säuerlich abgeschmeckten Vitello Tonnato (9 €) war schön rosig, das hausgemachte Mandeleis (6,50 €) erfreute uns mit fein hervorgekitzelten Röstaromen. Vielleicht kein Grund für eine Tagestour, aber Gelsenkirchener samt Umgebung sollten es versuchen.

La Sorgente, Horster Str. 386, 45899 GE, 0209-14974025. www.ristorante-sorgente.de

Preise: Mittelfeld, sehr fair kalkuliert. Reichlich Pizza und Pasta im einstelligen Bereich. Bei Edelfisch zieht es natürlich an.

Ambiente: Etwas Stilwirrwarr, aber entscheidend ist ja aufm Tisch. Da gibt es Hausmannskost mit ein paar Spitzen nach oben.

Service: Ging in Ordnung. Stammgäste genießen mehr Aufmerksamkeit als Neulinge. Mit dem Ober leichte Verständigungs-probleme.