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Euro-Krise

„Zypern hat nicht die gleichen Probleme wie Griechenland“

Auf die Hilfe der europäischen Partner ist Zypern derzeit angewiesen.Foto: Getty Images

Georgios Tsiakalos (66) ist Grieche und lebt seit vier Jahren in Zypern. Den vielleicht entscheidenden Unterschied bei der Steuermoral kann er nur bestätigen. Der Pädagogikprofessor betont deshalb ebenfalls: „Zypern hat nicht die gleichen Probleme wie Griechenland.“

Tsiakalos hilft Zypern, sein Bildungssystem zu reformieren. Der Staat investiere zwar viel in die Bildung, und auch die Bürger steckten relativ viel von ihrem Geld in die Ausbildung ihrer Kinder. Trotzdem hapere es im EU-Vergleich aufgrund veralteter Lehrmethoden beim Lesen und Rechnen.

Der griechische Professor kennt die Lage in beiden Krisenländern. Die Folgen seien in Zypern allerdings nicht so ausgeprägt wie in seiner Heimat. „Wenn man in Griechenland einen Tag mit den Leuten diskutiert, fragt man sich, ob sich das Leben noch lohnt“, sagt er. „In Zypern ist das nicht so, auch wenn viele genau verfolgen, was in Griechenland passiert.“ Bis vor einigen Monaten seien sogar noch Lebensmittelpakete von Zypern nach Griechenland geschickt worden. Jetzt haben die Zyprer genug mit sich selbst zu tun.

Sabine Brendel

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Kommentare
06.08.2012
08:27
Menschen in Zypern distanzieren sich von Griechenland
von donfernando | #1

In Zypern arbeiten jetzt Bulgaren und Rumänen und man will mit den Griechen am liebsten nichts mehr zu tun haben.
Es ist schon erstaunlich, was was der Euro und die Europapolitik alles bewirken können, seitdem sie außer Kontrolle geraten sind.

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