Zwei Billionen könnte Bankenkrise die Steuerzahler kosten
23.06.2009 | 17:49 Uhr 2009-06-23T17:49:00+0200
Brüssel. Laut Berechnungen der EU-Kommission gehen den Steuerzahlern in Europa rund zwei Billionen Euro durch die Bankenkrise verloren. Die von den EU-Staaten geschnürten Hilfspakete belaufen sich auf mehr als fünf Billionen Euro. Vor allem Österreich bringt große Konjunkturpakete auf den Weg.
Die Finanzmarktkrise könnte nach Schätzungen der EU-Kommission die europäischen Steuerzahler rund zwei Billionen Euro kosten. Das entspräche einem Sechstel der gesamteuropäischen Wirtschaftsleistung von rund zwölf Billionen Euro, wie aus einem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht hervorgeht.
Die von den 27 EU-Staaten geschnürten Hilfspakete für die Banken belaufen sich demnach auf 44 Prozent der gesamteuropäischen Wirtschaftsleistung, das sind über fünf Billionen Euro. Überwiegend handele es sich dabei um Bürgschaften, schreibt die Kommission. Im besten Fall würden nur wenige davon tatsächlich in Anspruch genommen. Im schlimmsten Fall aber werde sich der Schaden für die öffentlichen Haushalte auf 16,5 Prozent der gesamteuropäischen Wirtschaftsleistung belaufen, das wären 1,9 Billionen Euro.
Die Kommission stützt ihre Berechnungen auf eine Analyse verschiedener nationaler Finanzmarktkrisen der vergangenen 30 Jahre. Im Schnitt hätten diese Haushaltskosten in Höhe von 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verursacht, heißt es in dem Bericht. Da der europäische Bankensektor seither erheblich gewachsen sei und weil die aktuelle Krise die ganze Welt erfasst habe, seien dieses Mal noch höhere Kosten zu befürchten.
Hohe Ausgaben auch zur Stützung der Wirtschaft
Die Kostenanalyse bezieht sich allein auf die Milliardenhilfen für Banken. Hinzu kommen die Ausgaben für Konjunkturpakete, die sich für 2009 und 2010 EU-weit auf 1,1 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent des BIP belaufen. Rechne man die durch die Krise steigenden Sozialausgaben und die sinkenden Steuereinnahmen hinzu, so ergebe sich für die öffentlichen Haushalte ein konjunkturbedingter Mehraufwand in Höhe von fünf Prozent des BIP, schreibt die Kommission.
Die größten finanziellen Anstrengungen zur Überwindung der Wirtschaftskrise nimmt dem Bericht zufolge Österreich auf sich: Für 2009 und 2010 brachte Wien Konjunkturpakete im Umfang von jeweils 1,8 Prozent des BIP auf den Weg. Die deutschen Konjunkturpakete belaufen sich nach Berechnungen der Kommission auf 1,4 Prozent im laufenden und auf 1,9 Prozent im kommenden Jahr.
Massive Neuverschuldung
Die Mehrausgaben dürften die Neuverschuldung der EU-Staaten bis 2010 auf durchschnittlich 7,3 Prozent des BIP treiben, schreibt die EU-Kommission. Für Deutschland erwartet die Brüsseler Behörde im kommenden Jahr ein Haushaltsdefizit von 5,9 Prozent, Spitzenreiter ist Irland mit einem prognostizierten Defizit von 15,6 Prozent des Inlandsprodukts. Der EU-Stabilitätspakt sieht eine Obergrenze von 3 Prozent vor. (ap)

08:49
Wenn das mal genug sein wird....die Weltwirtschaft wird zusammenbrechen, und das soll dem Michel nur 2 Billion kosten....????
21:42
Alle zahlen. Oder zahlt die Einkommensspitze etwas keine Steuer? Dämmlicher Beitrag!
19:20
In D bezahlt das der Steuerzahler nach der Bundestagswahl über z.b. eine höhere Märchensteuer...
19:15
#1
hmmmmm, mal so gesehen wenn in Deutschland dann noch jemand in Arbeit und Brot steht , dürfen diese erst einmal für die Gehälter unserer Volksvertreter arbeiten, sorry Diäten. Der Rest der Menschen die Steuern aus nichtselbstständiger Arbeit zahlen, bitte man achte auf `` aus nicht selbstständiger Arbeit `` die finanzieren das dann mit links (druck).
19:04
Wer jetzt noch arbeiten geht und vor allen Dingen Steuern zahlt macht sich MITSCHULDIG.
Ein Wir haben doch von allem nichts gewusst gibt es nicht mehr.
18:37
Und jetzt ist die Frage ,welche Bevölkerungsteile bezahlen wieviel von dieser -vorläufigen Summe?
Zahlen die Einkommensmillionäre ?
Oder zahlen die Arbeitnehmer,Arbeitslosen-,Kranken Hartz4 -Empfänger ,Aufstocker ..usw.
Genau um diese Frage werden die furchtbaren ,folgenden Verteilungskämpfe gehen in dieser BAnanenrepublik.
Ich hoffe die Menschen wachen auf ,ansonsten schwant mir Fürchterliches.