Zugausfälle nach kurzfristigen Krankmeldungen von Lokführern

Wegen personellen Engpässen bei der Bahn bleiben einige S-Bahnen stehen.
Wegen personellen Engpässen bei der Bahn bleiben einige S-Bahnen stehen.
Foto: WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Wegen einer Vielzahl an kurzfristigen Krankmeldungen an Neujahr fallen S-Bahnen in Teilen Deutschlands aus. Auch in NRW gab es Probleme an Neujahr.

Frankfurt/Main.. Wegen zahlreicher Krankmeldungen von Lokführern hat die Bahn am Freitag eine S-Bahn-Linie im Rhein-Main-Gebiet eingestellt. Die S4 zwischen Kronberg im Taunus und Langen in Südhessen werde den ganzen Tag nicht fahren, sagte ein Bahnsprecher und bestätigte damit einen Bericht von hr-online. Für Fahrgäste aus Kronberg sei ein Busverkehr zum Bahnhof Niederhöchstadt eingerichtet worden. Von dort fahre die S 3 in Richtung Langen.

Kurzfristig hätten sich mehrere Lokführer am Neujahrstag krankgemeldet, sagte der Sprecher. Eine Zahl nannte er nicht. Wegen des ohnehin leicht erhöhten Krankenstandes über die Feiertage hätten die zusätzlichen Ausfälle nicht kompensiert werden können. Ob es weitere Einschränkungen gibt, war zunächst nicht klar.

Bahn Die Bahn kämpft seit Jahren mit Personalengpässen. Die Gewerkschaften beklagen, es fehlten Hunderte von Lokführern. Im Sommer 2013 war der Betrieb im Mainzer Hauptbahnhof weitgehend zusammengebrochen, nachdem die Hälfte der 15 Fahrdienstleiter im Stellwerk krank oder im Urlaub war. Wochenlang galt ein Notfahrplan.

Zugausfälle bei der Eurobahn

In Nordrhein-Westfalen kam es im neuen Jahr nicht zu Zugausfällen wegen erkrankten Mitarbeitern. "Sowohl Fahrplan, als auch Personalsituation sind stabil in NRW", bestätigte ein Bahn-Sprecher auf WAZ-Anfrage.

Anders sah der Start ins Jahr bei der Eurobahn aus. Wegen mehrerer, kurzfristiger Krankmeldungen kam es am 1. Januar zu einigen Zugausfällen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Betroffen war vor allem die Strecke zwischen Dortmund und Münster. (dpa/we)