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Bauwirtschaft

Zahl der Wohnungs-Neubauten sinkt drastisch

06.07.2009 | 13:03 Uhr

Wiesbaden. In Deutschland werden kaum noch Wohnungen gebaut. Seit dem Höchststand von 1995 ist die Zahl der Neubauten um mehr als 70 Prozent zurückgegangen, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

In Deutschland werden immer weniger neue Wohnungen gebaut. Im vergangenen Jahr wurden rund 176.000 Wohnungen fertiggestellt - das waren 16,5 Prozent oder 39.000 Wohnungen weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte.

176.000 neue Wohnungen in 2008

Seit 1995, als mit knapp 603.000 Wohneinheiten ein Höchststand erreicht wurde, ging die Zahl der jährlich fertiggestellten Wohnungen damit um mehr als 70 Prozent zurück.

Von den 176.000 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2008 waren 152.200 Neubauwohnungen in Wohngebäuden, gegenüber 2007 bedeutet das einen Rückgang um 17,8 Prozent. Bei den Einfamilienhäusern, die 2008 fertiggestellt wurden, belief sich der Rückgang auf 22,0 Prozent, bei den Wohnungen in Zweifamilienhäusern auf 23,6 Prozent. In Mehrfamilienhäusern wurden 8,8 Prozent weniger Wohnungen gebaut als 2007.

Mehr "Nichtwohngebäude"

Dagegen gab es einen Zuwachs bei Gebäuden, die nicht zum Wohnen vorgesehen sind. Laut Statistischem Bundesamt stieg bei den fertiggestellten Neubauten von Nichtwohngebäuden der umbaute Raum gegenüber dem Jahr 2007 auf 206,8 Millionen Kubikmeter, was einem Anstieg von 15,3 Prozent entspricht. Dieses Plus ist vor allem auf die nichtöffentlichen Bauherren (plus 17,5 Prozent) zurückzuführen. Bei den öffentlichen Bauherren wurde das Ergebnis von 2007 dagegen unterschritten (minus 7,4 Prozent).

Am größten war der Anstieg bei den Fabrik- und Werkstattgebäuden, bei denen die Kubikmeterzahl um 36,4 Prozent zunahm. Bei Hotels und Gaststätten sank er dagegen um 11,3 Prozent. Die Fläche bei neuen Büro- und Verwaltungsgebäuden stieg um 8,5 Prozent, bei landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden um 8,6 Prozent. (AP)

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