Wurstproduzent Tönnies muss 90.000 Euro Strafe zahlen

Der Rhedaer Wurstproduzent Tönnies muss wegen falscher Angaben in einem Fusionsverfahren 90.000 Euro Strafe an das Kartellamt zahlen.
Der Rhedaer Wurstproduzent Tönnies muss wegen falscher Angaben in einem Fusionsverfahren 90.000 Euro Strafe an das Kartellamt zahlen.
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Was wir bereits wissen
Das Bundeskartellamt geht gegen den Tönnies-Konzern vor: Der Fleischproduzent, dessen Chef Clemes Tönnies als Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 bekannt ist, hat bei einem Fusionsverfahren falsche Angaben gemacht. Das Bundeskartellamt verhängte dafür eine Strafe von 90.000 Euro.

Bonn.. Das Bundeskartellamt hat gegen den Rhedaer Fleischproduzenten Clemens Tönnies ein Bußgeld von 90.000 Euro verhängt. Der Unternehmer habe der Wettbewerbsbehörde bei der Anmeldung des Erwerbs des Schlachtunternehmens Tummel seine Mehrheitsbeteiligung an Deutschlands führendem SB-Wurst- und Wurstkonserven-Hersteller, der Mühlen-Gruppe (Böklunder, Redlefsen) verschwiegen, begründete das Kartellamt am Dienstag die Strafe.

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, sagte: "Das Bundeskartellamt kann es nicht zulassen, dass eine Anmeldung unrichtige oder unvollständige Angaben enthält." Sonst bestehe die Gefahr, dass die Behörde aufgrund falscher Informationen entscheide.

Tönnies legte gegen Fusionsverbot Beschwerde ein

Das Bundeskartellamt war erst im Laufe des Fusionskontrollverfahrens auf die Verbindung von Tönnies zur Mühlen-Gruppe gestoßen. Der Zusammenschluss wurde danach wegen der zu erwartenden Verstärkung marktbeherrschender Stellungen der Tönnies-Gruppe untersagt. Doch ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig, da Tönnies Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt hat.

Tönnies Im Bußgeldverfahren habe sich Tönnies zu einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung bereiterklärt, erklärte die Behörde. Das Bundeskartellamt habe den für diese Ordnungswidrigkeit vorgesehenen Bußgeldrahmen von 100.000 Euro daher nicht voll ausgeschöpft. (dapd)