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Energiewende

Windpark bereitet RWE Probleme

25.07.2012 | 19:28 Uhr
Eine Großbaustelle: Windkraftprojekte sind ins Stocken geraten.Foto: Hero Lang/dapd

Essen.   Vor der Insel Juist soll eines der weltweit größten Kraftwerke auf hoher See entstehen. Das Projekt gerät ins Stocken, womöglich mit Folgen für Stromkunden. Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe könnten an die Verbraucher weitergegeben werden.

Es geht um ein gigantisches Projekt, das auch symbolhaft für die Energiewende steht. Rund 40 Kilometer vor der Nordseeinsel Juist will der Essener Energiekonzern RWE eine der weltweit größten Windkraftanlagen bauen. Eine Gruppe von 162 Windrädern soll eine Leistung von fast 1000 Megawatt erreichen – in etwa so viel wie ein mittelgroßes Atomkraftwerk. Bis zu eine Million Haushalte könnten mit Ökostrom versorgt werden. Doch nun gerät der prestigeträchtige Plan ins Stocken.

Energiewende
Die Zeche zahlen die Verbraucher - von Ulf Meinke

RWE, Siemens und der niederländische Netzbetreiber schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu, weshalb sich der geplante Offshore-Windpark verzögert. Sicher ist indes, dass der Kunde dieses geschacher bezahlen muss. Ein Kommentar von Ulf Meinke.

„Unser Projekt Innogy Nordsee 1 wollten wir eigentlich in der zweiten Jahreshälfte auf den Weg bringen. Die endgültige Entscheidung wird sich aber mindestens bis Anfang 2013 verzögern“, sagte Hans Bünting, der neue Chef der zuständigen RWE-Sparte Innogy. Drei Milliarden Euro will RWE in das Großprojekt stecken. Doch jetzt zögert der Konzern, grünes Licht für die Mega-Investition in Sachen Öko-Energie zu geben.

Netzbetreiber haben Probleme, den Anschluss sicherzustellen

Der Ausbau der Windenergie auf hoher See ist von großer Bedeutung für die von der Bundesregierung geplante Energiewende. Die Zeit drängt. Bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung den Anteil von Ökostrom am Verbrauch von derzeit rund 20 auf mindestens 35 Prozent erhöhen. Doch in der Energiebranche wächst die Sorge, dass die ehrgeizigen Ausbaupläne für die Windkraft scheitern könnten. Hintergrund: Stromnetzbetreiber wie der niederländische Konzern Tennet haben Probleme, den Anschluss der Windparks ans Festland sicherzustellen.

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Sevilla, 19.06.12: Das weltweit erste Gemasolar-Kraftwerk im südspanischen Andalusien liefert selbst bei Nacht Strom. Die tagsüber aufgenommene Energie wird mit Flüssigsalzen gespeichert und später nach Bedarf in Strom umgewandelt – auch im Dunkeln.

Auch ein Großprojekt, an dem mehrere Stadtwerke aus der Region beteiligt sind, ist bereits ins Stocken geraten. Vor der Insel Borkum errichtet das Stadtwerke-Unternehmen Trianel rund 40 Windräder. Ursprünglich sollte der Windpark vor Ende des Jahres ans Netz gehen, doch nun rechnet Trianel mit einer Verzögerung um ein halbes Jahr. Es entstehen zusätzliche Kosten in Millionenhöhe, die womöglich von den 33 beteiligten Stadtwerken getragen werden müssen. Für die Verzögerungen macht Trianel unter anderem den Netzbetreiber Tennet verantwortlich. Doch auch Produktionsengpässe bei Zulieferbetrieben für das Windkraft-Projekt hätten eine Rolle gespielt.

Bundesregierung will handeln

Bisher ist unklar, wer haften muss, wenn Windparks nicht rechtzeitig ans Netz kommen oder die Leitung im Betrieb ausfällt. Trägt dann der Netzbetreiber das Risiko oder der Stromkonzern? Anfang Juli hatten Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ein Konzept vorgelegt, das die Risiken der Stromindustrie verringern soll. Noch im Sommer wolle das Kabinett einen Gesetzentwurf verabschieden, erklärte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch. Ziel der Bundesregierung sei es, schnell Rechtssicherheit zu schaffen.

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San Francisco, 18.06.12: Kalifornien setzt im Kampf gegen die Erderwärmung auf weiße Flachdächer – per Gesetz. Weiße Dächer reflektieren die Sonnenstrahlen, statt Hitze zu speichern. Im Gebäude ist es dadurch kühler, und die Klimaanlage kann ruhen.

Im Gegenzug müssen aber die Verbraucher mit Belastungen rechnen. Der Plan sieht vor, dass Netzbetreiber mögliche Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe über den Strompreis an die Kunden weitergeben können.

Ulf Meinke



Kommentare
27.07.2012
18:53
Windpark bereitet RWE Probleme
von feder24 | #8

Wie wäre es mit der Inbetriebnahme von Datteln, dann gäbe es kein Problem mit dem Abstransport der Ströme, die DB AG kann auch versorgt werden, Kohle kann auf vorhanden Wasserstrassen transportiert werden ( stört etwas die Badefreaks); und der Stromverkaufspreis liegt bei ca. 5 Cent je kWh statt bei 19 Cent der Windmüllerei. Und er ist rund um die Uhr in der Steckdose!
Aber aber, da haben wir Rot(hell) und Grün an der Regierung. Die wollen weiter zusammen kuscheln!

26.07.2012
22:19
Windpark bereitet RWE Probleme
von wilbec | #7

Der ganze Mist mit den Erneuerbaren ist Mist.
Weshalb betreiben die Müller eigentlich ihre Mühlen nicht mehr wie im Mittelalter mit dem kostenlosen Wind?

26.07.2012
19:57
Windpark bereitet RWE Probleme
von Herbert57 | #6

Der Plan sieht vor,daß Netzbetreiber mögliche Schadenersatzvorderungen über
den Strompreis an die Kunden weitergeben können.
Ja nee,is klar!
Man kann also doch aus ******* Gold machen,dank unserer Politiker!
Wurde schon im Mittelalter daran experementiert.
Im Jahre des Herrn 2012 hat es endlich geklappt.
Bravo! Wirtschaftsnobelpreis inklusive!

26.07.2012
18:31
Windpark bereitet RWE Probleme
von xxyz | #5

Niedersachsen und Mecklenburg Vorpommern sind so groß, da kann man genug Räder aufstellen, ohne dass es stört. OK, die Bevölkerung ist in anderen Landesteilen, aber diese Lösung erscheint sinnvoller als die teure Produktion auf See

26.07.2012
16:20
Windpark bereitet RWE Probleme
von Matthias.s | #4

m Gegenzug müssen aber die Verbraucher mit Belastungen rechnen. Der Plan sieht vor, dass Netzbetreiber mögliche Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe über den Strompreis an die Kunden weitergeben können

haha manchmal kann man doch nicht glauben was man so liest

26.07.2012
16:17
Eine Angabe in dem Artikel bereitet Probleme...
von FernerBeobachter | #3

...denn sie ist schlichtweg falsch, dass mit einer installierten Leistung von 1000 MW auch nur ein einziger Haushalt versorgt werden kann.
Wind weht auch auf See nicht kontinuierlich, und wenn die Jahresproduktion einer Windenergieanlage auf See durch ihre maximale Leistungsfähigkeit ins Verhältnis gesetzt wird, so kommt dabei heraus, dass von ca. 8400h, die ein Jahr hat, die Anlage insgesamt ca. 3000h mit Volllast läuft und in der restlichen Zeit stillsteht. In dieser Nichtleistungspphase müssen die vielen Haushalte von verlässlichen Kraftwerken an Land mit Strom versorgt werden, sonst sitzen die Mio. Stromkunden im Dunklen.
Windräder versorgen also niemanden, sie kosten nur jeden privaten Stromkunden zusätzliches Geld, und das auch ohne eine einzige erzeugte kwh "Ökostrom", wenn nämlich, wie im o.g. Fall die Anlage schon in der Landschaft herumsteht, ohne ans Netz angeschlossen zu sein.

26.07.2012
14:35
Windpark bereitet RWE Probleme
von stefan48 | #2

na ja unser Wirtschaftsminister der ja von der FDP kommt zeigt immer mehr das er zu klein ist für dieses Amt ist wie kann man den Stromkunden dafür aufkommen lassen wenn ein Netzbetreiber nur abkassieren will aber nicht Investieren will ich kann doch als Unternehmer nur gewinne machen wenn das Umfeld passt aber wenn der Netzbetreiber seinen Verpflichtungen (netz neubau oder ausbau) nicht nach kommt dann kann er keine gewinne machen und muss dann auch logischer weise für den Schaden den dadurch Andere Unternehmen haben ausgleichen aber ich denke mal das Niederländische unternehmen wollte nur schnelles Geld machen und jetzt wo sie ja auch gut Kohle in Deutschland mit den netzten gemacht haben wollen sie kein Geld ausgeben das sollen dann die Verbraucher zahlen nur wenn das so ist dann sollten auch die Netze in Hand des Bundes oder der Länder gehen aber am besten wäre es netze in den Händen der Kreise und Städte gehen würden

26.07.2012
14:34
Windpark bereitet RWE Probleme
von Unverkennbar | #1

Wer lässt die das überhaupt machen? Das gibt wieder sone Bruchlandung wie in den 80ern mit der GROWIAN.

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