Wie kann ich Steuern sparen?
23.11.2009 | 12:09 Uhr 2009-11-23T12:09:00+0100Berlin. Das Jahr geht langsam seinem Ende entgegen. Aber bevor Silvester die Sektkorken knallen, sollten sich Steuerzahler noch ein paar Gedanken machen. „Kurz vor Jahresende gibt es noch Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken”, rät die Stiftung Warentest.
Wie kann ich sparen?
Arbeitnehmer können vor allem mit Werbungskosten ihr zu versteuerndes Einkommen senken. Das lohnt aber nur, wenn mehr als 920 Euro zusammenkommen. Denn diesen Betrag kann ohnehin jeder Arbeitnehmer ohne Einzelbelege als Pauschale in der Steuererklärung ansetzen.
Und der Weg zur Arbeit?
„Die Grenze von 920 Euro können viele aber schon mit dem täglichen Weg zur Arbeit knacken”, erklärt die Stiftung. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Pendler können jetzt wieder für jeden Kilometer 30 Cent geltend machen - allerdings nicht für Hin- und Rückfahrt, nur für eine Strecke.
Im kommenden Jahr plane ich eine größere Anschaffung. Kann ich die Werbungskosten verschieben?
Ja. Denn dann dürfte man vom Steuerabzug aller Voraussicht nach stärker profitieren. Umgekehrt gilt genauso: Wer im kommenden Jahr weniger Einkommen erwartet, sollte geplante steuerrelevante Ausgaben vor Silvester tätigen. Etwa einen neuen Computer kaufen oder Bücher. Oder einen Weiterbildungslehrgang schon jetzt bezahlen, der erst 2010 stattfindet.
Wie kann ich mein Arbeitszimmer steuerlich absetzen?
Zum Beispiel einen neuen Schreibtisch, ein Regal oder einen Drucker. Sie drücken die Steuerlast auch, wenn das Arbeitszimmer vom Finanzamt nicht anerkannt wird.
Was muss ich beachten?
Autofahrer, die 2010 zu einem günstigeren Versicherer wechseln wollen, müssen ihre Policen in aller Regel bis zum 30. November kündigen. Riester-Sparer sollten noch vor Jahresende prüfen, ob sie schon alle ihnen zustehenden staatlichen Zulagen beantragt haben. Wie jedes Jahr sollten Anlege
Autofahrer, die 2010 zu einem günstigeren Versicherer wechseln wollen, müssen ihre Policen in aller Regel bis zum 30. November kündigen.
Riester-Sparer sollten noch vor Jahresende prüfen, ob sie schon alle ihnen zustehenden staatlichen Zulagen beantragt haben.
Wie jedes Jahr sollten Anleger bei ihrer Bank ihre Freistellungsaufträge für Zinsen und andere Kapitalerträge wie Gewinne aus Aktiengeschäften überprüfen. afp
Sofort in einem Rutsch absetzen lässt sich alles, was inklusive Mehrwertsteuer nicht mehr als 487,90 Euro kostet. Kostet der Schreibtisch oder der neue Computer mehr, müssen sie über mehrere Jahre gemäß steuerlicher Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Für Computer, Drucker, Scanner und Monitore gelten drei Jahre. Für Büromöbel sind es in der Regel 13 Jahre. Für Film-, Foto- und Videogeräte veranschlagt das Finanzamt sieben Jahre, für Handys fünf Jahre.
Welche Steuerklasse sollte ich wählen?
„Die Kombination III/V bringt mehr Netto im Monat, wenn der Gehaltsunterschied zwischen den Ehepartnern hoch ist. Die Kombination IV/IV ist besser, wenn beide etwa gleich viel haben.” Verheiratete Arbeitnehmer, die jetzt schon absehen können, dass sie nächstes Jahr eine Lohnersatzleistung wie Mutterschaftsgeld, Elterngeld oder Arbeitslosengeld beziehen, können die Auszahlung erhöhen, indem derjenige, der die Leistung erhalten wird, rechtzeitig in die Steuerklasse III wechselt, empfehlen die Experten. „Das lohnt sich, weil die Lohnersatzleistung vom Nettogehalt abhängt.” Nach mehreren Urteilen des Bundessozialgerichts müssten die Finanzämter solche Wechsel akzeptieren.
Können Wohnungseigentümer und Mieter auch sparen?
Ja, wenn sie ihre Wohnung vor dem Jahreswechsel modernisieren lassen. Das Finanzamt erkennt 20 Prozent der Rechnungssumme an, allerdings gilt das nur für Lohn- und Anfahrtskosten. Material ist außen vor, der maximal absetzbare Betrag liegt bei 1200 Euro. Stiftung Warentest rät, größere Ausgaben auf zwei Jahre aufzuteilen, um in den vollen Genuss des Steuerrabatts zu kommen. Aber Achtung: „Das Finanzamt verrechnet die Kosten immer in dem Jahr, in dem die Rechnung bezahlt wurde.” Zur Steuererklärung gehört übrigens nicht nur die Rechnung des Handwerkers, sondern auch der Überweisungsbeleg. Sonst gibt es keinen Steuernachlass, Barzahlungen werden nicht anerkannt.

07:57
Aber klar, eine brutale Lohnsteuersenkung wird immer mehr Arbeitnehmern zu gute kommen, nur leider haben die auch keinen Verdienst mehr!
07:42
Das mit den bis 487,90€ direkt absetzbar wusste ich bislang nicht - vielen Dank für den Tip, da wird dann für 2009 doch etwas mehr übrig bleiben!
07:35
Steuern kann man am besten sparen,wenn man sich diesem Scheißstaat verweigert und nicht mehr für Bereicherungen arbeiten geht.Diese leben von den Mitteln,die von denen die arbeiten erwirtschaftet werden,damit muß endlich Schluß sein!