Werner Müllers Blaupause

Duisburg..  Die Essener RAG-Stiftung als Vorbild für eine deutsche Atom-Stiftung? Unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung konnte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller seine Idee diskutieren: Bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Uni Duisburg-Essen sorgten Müllers Thesen für Gesprächsstoff.

Grundsätzliche Sympathie, aber auch eine gewisse Skepsis signalisierte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD), Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis erläuterte, warum es wichtig sei, dass eine Stiftung nicht „zum Spielball der Politik“ wird. Professor Ferdinand Dudenhöffer bezeichnete Müllers Kohle-Stiftungs-Modell als „Blaupause“ für den Atomausstieg. Auch der frühere WAZ- und heutige Focus-Chefredakteur Ulrich Reitz lobte, Müller lege eine „Komplettlösung“ für ein Problem vor, das in der Politik zuweilen als „nicht lösbar“ dargestellt werde.

Auf dem Duisburger Campus verfolgten hunderte Studenten die Diskussion. Rektor Ulrich Radtke würdigte Müller als „vielseitigen Förderer“ der Hochschule.

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