Bergbau
Weniger Subventionen für die Steinkohle
10.11.2009 | 18:29 Uhr 2009-11-10T18:29:00+0100
Essen. Der deutsche Steinkohlenbergbau musste im vergangenen Jahr mit deutlich geringeren öffentlichen Hilfen auskommen als zunächst geplant.
Weniger staatliche Hilfe für die Steinkohle: Statt der im Haushaltsplan veranschlagten Subventionen von 2,378 Milliarden Euro wurde ein um fast 600 Millionen Euro niedrigerer Betrag ausgezahlt. Grund waren die 2008 noch gestiegenen Preise auf dem Weltmarkt. Damit waren für die deutsche Kohle geringere Absatzhilfen notwendig. Die Förderung von Steinkohle in Deutschland soll nach den politischen Beschlüssen bis 2018 enden. Eine Klausel im Gesetz sieht vor, dass dieser Beschluss 2012 aufgehoben werden kann, wenn es mit Blick auf die internationale Versorgungslage angeraten erscheint.
Seinen ersten Auftritt auf dem Steinkohlentag in Essen als neuer Chef der Gewerkschaft IG BCE nutzte Michael Vassiliadis zu einem Plädoyer, einen Sockelbergbau auch nach 2018 zu erhalten. Je nach Kohlepreis auf dem Weltmarkt gehe es derzeit noch um Beihilfen von knapp 1,4 Milliarden Euro im Jahr. Für eine funktionierende Finanzversorgung der Volkswirtschaft durch die Banken seien weit größere Summen aufgebracht worden. „Ist eine sichere Energieversorgung weniger wichtig?”, fragte Vassiliadis. „Der Ausstieg war vor der Wahl falsch, der Ausstieg ist auch nach der Wahl falsch”, gab er gleich auch die Antwort.
Der Bergbau könne leicht auf die Fortführung eines Sockelbergbaus von drei Zechen über 2018 hinaus umschalten, so Bernd Tönjes, Chef der Bergbaugesellschaft RAG. Durch Einbrüche in vielen Industriebranchen ist der Steinkohlenverbrauch in Deutschland im ersten Halbjahr um 22 Prozent gesunken. Trotzdem werde die RAG in diesem Jahr bei Absatz und Förderung ihre Planziele erreichen, sagte Tönjes. 2008 waren gut 17 Millionen Tonnen Kohle gefördert worden. NRZ

20:39
#1:
Nach dem Krieg, in den 50ér und Anfang der 60ér Jahren wären Sie froh gewesen, einen Job im Bergbau zu bekommen.
Die Rüttgers Landesregierung tut gut daran den Restbergbau schnellstens abzuwickeln u. sich auf alternative energiegewinnung zu konzentrieren !
Sie wissen ja, das ein Arbeitsplatz in der Windmühlenindstrie im Jahr 500.000 Euronen an Subventionen kostet.
Und, nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus stehen weitere 100.000 Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie zur Disposition...
#2:
Ich glaube, Sie haben zu oft die Mär von dem einstürzenden Ruhrgebiet bei den Privaten gesehen.
So erscheint mir ihre Logik.
Wielleicht hätten Sie sich mal voher schlau machen sollen, wie es wirklich ist.
Und, wo wir schon mal beim Einstürzen sind:
-Was ist mit dem Kali- und Salzbergbau in D???
-Was ist mir dem Erzbergbau???
-Was ist mit dem abderen Bergau in D???
-Was ist mit Tunneln, U-Bahnen usw???
-Was ist mit Höhlen und Grotten???
Gott bewahre, wenn das alles zusammenstürtzt...
18:07
Und wie ist es mit der (mit dem Ausstieg verbundenen) Aufgabe der Technologie des Bergbaues.
Da in Zukunft die Weltvorräte knapper werden und dann die Vorkommen entfallen, die im Tagebau funktionieren (und den Weltpreis bestimmen!), wird der Untertagebau und der Abbau in schwierigen Flözen wohl eine große Rolle spielen. Da hat die deutsche Technik wohl einiges bieten.
Bei der „Windanlagentechnik“ wird zur Zeit auch vom Stromverbraucher der Erzeugerpreis zu über 100% subventioniert!
09:21
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Bei der Diskussion über Atomenergie reden alle von der ungelösten Endlagerproblematik. Wie sieht es denn mit dem Bergbau aus? Auch dort müssen noch über Jahrzehnte / Jahrhunderte noch die Pumpen laufen, damit nicht die Stollen einbrechen und das halbe Ruhrgebiet absackt.
Somit: Bergbau, NEIN DANKE!!!
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02:57
Der Vergleich mit der Bankenstützung zieht nicht !
Die Bankenhilfe ist eine einmalige Aktion, es besteht die Chance einen Teil der Hilfen zurückzubekommen !
Beim Steinkohlebergbau wurde jahrzehnte,- sinnlos- subventioniert, obwohl klar war, dass deutsche Steinkohle nicht mehr wettbewerbsfähig war.
Nur durch die vereinte Lobbytätigkeit von Bergbau, Gewerkschaft u. spd-Landespolitik konnte dieser Irrsinn über Jahrzehnte stattfinden.
Hunderte von Milliarden DM sind sinnlos in die Erde versenkt worden, der nötige Strukturwandel wurde verschlafen u. das nördliche Revier ist heute abgehängt von der westdeutschen Entwicklung !
Ich behaupte, die misslungene Milliardensubvention in die Steinkohle u. der überteuerte Aufbau Ost sind die beiden Verlust-Quellen die Gesamt-Deutschland seit mehr als 20 Jahren nach unten gezogen haben !
Nur wenige haben von den rausgeschmissenen Geldern profitiert, auf Kosten der Allgemeinheit, vor allem auf Kosten der nächsten Generationen, die diese mit Kredit finanzierten Wahnsinnssubventionen schultern u. abtragen müssen.
Das der neue Bergbau-Gewerkschaftsvorstizende einen weiteren Subventonsbergbau nach 2018 fordert spricht nicht für seinen zukunftsgerichteten Weitblick, sondern für engstirnige Lobbypolitik !
Die Rüttgers Landesregierung tut gut daran den Restbergbau schnellstens abzuwickeln u. sich auf alternative energiegewinnung zu konzentrieren !