Weltmeisterschaft steigerte den Durst auf Veltins

Meschede..  Das Jahr 2014 wird bei den Veltins-Verantwortlichen noch lange in Erinnerung bleiben. Mit 2,77 Millionen Hektolitern Ausstoß (+2,6 Prozent) und einem Umsatzplus von 6,6 Prozent auf 308 Millionen Euro liegen die Grevensteiner hinter Krombacher und Bitburger auf Platz 3 der Premium-Marken.

Das frühlingshafte Wetter in den ersten Monaten hatte die Vorlage gegeben zu einem Ausstoßplus von sieben Prozent im ersten Halbjahr, bevor die Fußball-WM mit Deutschland als Weltmeister den Höhepunkt markierte, wie Vertriebschef Volker Kuhl anmerkte. „Bei jedem Spiel mit deutscher Beteiligung wurden 40 000 bis 50 000 Kästen mehr getrunken.“

Aber auch bei Veltins war im vergangenen Jahr nicht alles Gold, was glänzte. So blieben die vor Jahren mit großen Wachstumsraten gestarteten Biermixgetränke (mit -8,6 Prozent im dritten Jahr rückläufig) sowie die Fassbrause (-13,1) zunehmend in den Regalen liegen. Gut gestartet ist dagegen das Grevensteiner Landbier, von dem auf Anhieb 52 600 Hektoliter abgesetzt wurden – geplant waren 22 000 Hektoliter. Weitere Neuheiten sind zunächst nicht in Sicht: „Wir schließen eine Sortimentserweiterung nicht aus, aber noch nicht in diesem Jahr“, sagte der Generalbevollmächtigte Michael Huber. „Wenn etwas Neues dazu kommt, muss etwas anderes herausgenommen werden.“

Die Veltins-Belegschaft wuchs auf 616 Mitarbeiter, in Kürze sollen noch einmal 20 dazu kommen, zehn im Vertrieb und zehn in der Produktion. Am Standort Grevenstein sind in diesem Jahr erneut Investitionen von 30 Millionen Euro geplant, davon sieben Millionen Euro in eine neue Fassbier-Abfüllanlage.

Die Aussichten für das laufende Jahr bewertet Michael Huber realistisch: „Unsere Aufgabe ist es jetzt, das erreichte Niveau zu halten.“