Weltbild verkauft jede zweite Filiale: 400 Betroffene

Augsburg..  Vor einem halben Jahr schien das Unternehmen Weltbild gerettet. Der Düsseldorfer Investor Droege übernahm den insolventen Medienhändler. Doch nun stehen die nächsten Filial- und Stellenstreichungen an. Weltbild trennt sich von fast jeder zweiten Filiale. 70 Filialen wurden an eine mittelständische Buchhandelskette verkauft. Die betroffenen 400 Mitarbeiter werden von dem Käufer wohl übernommen. Weltbild will sich zunächst auf 75 Filialen mit 600 Beschäftigten konzentrieren. Als Grund für den Filialverkauf nennt der Weltbild-Geschäftsführer unerfüllte Erwartungen an die Geschäftsentwicklung aufgrund zu hoher Struktur- und Mietkosten. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, in Zukunft jeweils etwa zehn Filialen jährlich neu eröffnen zu wollen.

Unabhängig vom Filialverkauf stehen bei Weltbild Hunderte Stellenstreichungen an. Laut Verdi sind bei Weltbild selbst und im Logistikbereich jeweils 200 Jobs bedroht. Derzeit finden Gespräche über die Rationalisierungspläne statt.