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Leiharbeit

Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht

19.02.2013 | 19:11 Uhr
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
Der Skandal bei Amazon hat die Debatte um die Leiharbeit neu entfacht.Foto: dapd

Essen.  Die Leiharbeit hat zum Aufschwung am Arbeitsmarkt erheblich beigetragen. Doch Skandale wie bei Amazon und Niedriglöhne prägen ihr Image. Während die Politik über höhere Leiharbeitslöhne diskutiert, droht der Branche eine neue Niedriglohn-Konkurrenz: Wo Unternehmen selbst Leiharbeit zu teuer ist, greifen sie zu „Werkverträgen“.

Das muss Zufall sein: Ein Jahr, nachdem Rot-Grün 2003 die Zeitarbeit liberalisiert hat, hielt die „Schmuddelecke“ Einzug in den Duden. Seitdem klebt die Branche in dieser Ecke fest. Die Unternehmen haben sich organisiert, Tarifverträge geschlossen, sich einen Mindestlohn gegeben. Dass die Volksseele ihnen dennoch misstraut, liegt an Auswüchsen wie jetzt bei Amazon . Der Zeitarbeits-Dachverband BAP kann sich von diesen Vorgängen noch so sehr distanzieren – was bleibt, sind die ARD-Bilder von zusammengepferchten, unterbezahlten und überwachten Menschen in der Schmuddelecke der deutschen Arbeitswelt.

Der neuerliche Imageschaden ist enorm. Dabei hatte sich einiges getan. Dumpingverträge mit Christlichen Gewerkschaften wurden ungültig. In Westdeutschland gilt für Leiharbeiter ein Mindestlohn von 8,19 Euro pro Stunde. Das ist nicht viel, aber auch nicht weit weg von jenen 8,50 Euro, die SPD und Gewerkschaften als flächendeckenden Mindestlohn fordern.

Nur für Auftragsspitzen?

Das Problem ist ein anderes: Eigentlich, so will es das Gesetz, müssen Leiharbeiter und Stammkräfte gleich bezahlt werden . Es sei denn, es wird ein Zeitarbeits-Tarif gezahlt. Diese Ausnahme ist zur Regel geworden: Der Mindestlohn verhindert zumeist, dass gleiche Arbeit gleich bezahlt wird. Und das auf unbegrenzte Zeit. Die Maxime, dass Leiharbeiter nur Auftragsspitzen abfedern sollen, kann damit unterlaufen werden. Auch wird die Begründung für niedrigere Löhne – Leiharbeiter müssten erst angelernt werden – bei Verleihzeiten von teils mehreren Jahren im selben Betrieb ad absurdum geführt.

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Auch in NRW gibt es Kritik an den Arbeitsbedingungen beim Online-Handelsriesen Amazon. Zu kurze Pausen, lange Schlangen vor der Toilette, Lohn unter Tarifniveau – die Mängelliste der Gewerkschaft Verdi für den Amazon-Logistikstandort Rheinberg ist lang.

Diese Schlupflöcher versuchen die Gewerkschaften nun auf eigene Faust zu schließe n. IG Metall und IGBCE haben in ihren Branchen eine bessere Bezahlung nach gewissen Verleihzeiten durchgesetzt. Damit wird der Einarbeitungszeit Rechnung getragen, der Lohn auf lange Sicht aber angehoben. Solche Regeln für alle zu finden, wäre eigentlich Aufgabe der Politik.

Statistisch hat die Leiharbeit erheblich zum deutschen „Jobwunder“ beigetragen. Seit der Liberalisierung hat sich die Zahl der Leiharbeiter auf in der Spitze 900.000 verdoppelt. Die meisten waren zuvor arbeitslos. Die Frage, was nun besser ist: mehr mäßig bezahlte Leiharbeiter oder mehr Arbeitslose, mag jeder selbst beantworten. Ein Leiharbeiter verdient im Schnitt 1400 Euro, kaum mehr als die Hälfte eines Festangestellten. Der gewünschte Beschäftigungseffekt ist jedoch objektiv eingetreten.

SPD will die Entleihdauer auf ein Jahr begrenzen

Seit 2012 stockt der Boom. Als die Aufträge ausblieben, sank die Zahl wieder auf 800.000. Das spricht dafür, dass Leiharbeiter zumindest in der Mehrzahl doch für Arbeitsspitzen geheuert werden – und alsbald wieder gehen müssen. Die Hälfte der Beschäftigungen wird bereits in den ersten drei Monaten wieder beendet. Das ist schlecht für die Betroffenen. Wer aber wie die Gewerkschaften den Dauereinsatz von Leiharbeitern beklagt, kann nicht gleichzeitig anprangern, dass sie in Krisen als erste gehen müssen. Genau diese Flexibilität ist der Kern der Leiharbeit.

Doch es gibt immer wieder Auswüchse wie nun bei Amazon, die alte Forderungen emporbringen. Die SPD will die Entleihdauer wieder auf ein Jahr begrenzen und gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Aufklärung über die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern beim Internet-Versandhändler Amazon gefordert. Zuletzt war der Versandriese wegen des Umgangs mit Leiharbeitern massiv in die Kritik geraten.

Während die Politik über höhere Leiharbeitslöhne diskutiert, droht der Branche eine neue Niedriglohn-Konkurrenz: Wo Unternehmen selbst Leiharbeit zu teuer ist, greifen sie zu „Werkverträgen“. Tätigkeiten werden ausgelagert und als „Werk“ von Fremdfirmen eingekauft. So lassen Supermärkte ihre Regale füllen oder Schlachthäuser Rinder zerlegen. Die Fremdfirmen zahlen meist noch weniger als Zeitarbeitsfirmen. Der Dienstleistungsverband ILS etwa hat einen Tarif-Stundenlohn von 6,63 Euro ausgehandelt. Mittlerweile fordert er selbst einen Mindestlohn für seine Branche, weil viele Dienstleister diesen Lohn noch unterböten.

SPD und CDU wollen das Thema Werkverträge angehen, etwa durch mehr Mitsprache für Betriebsräte. Doch für Mitarbeiter von Fremdfirmen ist das kaum umzusetzen. Die Leiharbeit wieder zu regulieren, ohne die Werkverträge zu regeln, würde das Problem jedoch nur weiterschieben – in die nächste Schmuddelecke.

Stefan Schulte


Kommentare
21.02.2013
13:02
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von lass_mal_laufen | #21

Wer die Märkte liberalisiert bzw. liberalisieren will, der weiß, dass es zu "Abweichungen" kommt. Das wusste die Politik, das weiß/wusste der Verband und es wissen auch die jenigen, die die Zeitarbeit als "Aufschwung" bezeichnen. Es wird ausgeblendet, dass hierbei nicht wenige Menschen "verbrand" werden. Ob das alles mit dem "verdienten" Geld aufgewogen werden kann, wage ich zu bezweifeln.
Wenn allerdings Gesetze verlangt werden, die eine "Ausbeute" verhindern sollen, dann sollte auch jedem klar sein, dass jedes Gesetz Schlupfflöcher besitzt, die auch gefunden werden (s. "Aufschwung" der Werkverträge).
Die Zeitarbeit an sich kann nicht verteufelt werden. Es ist das Verhalten derer, die solche Instrumente zum Eigennutzen missbrauchen. Das wiederum sind ethische Fragestellungen, die jeder für sich beantworten muss. Da dem so ist, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Änderung der Situation geben. Das wiederum ist keine Resignation, das ist die Realität.

20.02.2013
22:48
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von Karlot | #20

@nachdenken

Es sind aber nicht 10%-25% pro Jahr!
Das hieße nämlich, dass nach einigen Jahren niemand mehr etwas kaufen könne.
Preissteigerungen sind normal. Öl (ich schätze mal, sie meinen Speiseöl) kostete vor 40 Jahren soviel wie heute (real).

Enwicklung der Brotpreise beim Bäcker um die Ecke:;
1994: 1,90 Euro je kg
2002: 2,30 Euro je kg

Heute: zwischen 1,50 und 3 Euro je kg. Discounter wie Aldi, Lidl und Co. waren vor 40 Jahren eine Seltenheit. Bei Penny gibt es für 80 Cent ein halbes Kilo Steinofenbrot!
1975 gab ein deutscher Haushalt durchschnittlich mehr als 30% des Einkommens für Lebensmittel aus. Heute sind es kaum 15%.

Lebensmittel steigen nicht langsam sondern abrupt. Über die Jahre hinweg gemittelt ergeben sich jährliche Preissteigerungen von 1-3%. Manche Lebensmittel sind real billiger als vor 50 Jahren: Butter, Milch....

20.02.2013
21:01
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von kadiya26 | #19

Leiharbeiter werden also schlechter bezahlt, weil sie "eingearbeitet" werden müssen!?!? Soso...

Leiharbeiter müßten aufgrund ihrer Flexibilität und ihrer umfassenden Erfahrung ohne Betriebsblindheit sogar BESSER bezahlt werden, als der Festangestellte. Würde das umgesetzt, verschwänden die ganzen Leihbuden über Nacht und die Firmen würden vernünftigerweise ihre Belegschaft wieder selber einstellen.
Produktionsspitzen können mit befristeten Verträgen aufgefangen werden. Wellenförmige Auslastungen lassen sich mit Zeitkonten unternehmens- und menschenfreundlich regulieren.

Nur: Dafür braucht man Personaler, die ihren Job können. Hier tut sich dann wieder ein weites Feld auf...

20.02.2013
19:55
Schon mal Öl gekauft die letzte Zeit? Oder Strom gezahlt?
von nachdenken | #18

ÖL:
Vor rund einem Jahr: ca. 1 Euro
Jetzt 1,49 Euro
= 50%

Brot, Brötchen, etc, saftige Erhöhungen.
Bei Strom ist es ja schon in den Medien.

Die geschönten offiziellen Statistiken sollten durch eigene Recherchen geprüft werden.

Dazu zählen Einkaufsbons, die man mitnimmt und mal vergleicht bei den gleichen Waren, die man immer so kauft.

20.02.2013
19:27
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von Karlot | #17

@nachdenken (?)

Immerhin gibt es eine ordentliche Inflation - bei Lebensmitteln und Energie um die 10-25%? Und nicht 1-2%?

Die Lebensmittel werden also jährlich um 10-25% teuerer?????????? (Statt um 1-2%).

Was hieße das? Wenn also z. B. die Lebensmittel jährlich um 10% stiegen?
2005 1,29 €
2006 1,42 €
2007 1,56 €
2008 1,72 €
2009 1,89 €
2010 2,08 €
2011 2,29 €
2012 2,51 €

Oder um 25%:

2005 1,29 €
2006 1,61 €
2007 2,02 €
2008 2,52 €
2009 3,15 €
2010 3,94 €
2011 4,92 €
2012 6,15 €

Zielwert der EZB sind 2%:
2005 1,29 €
2006 1,32 €
2007 1,34 €
2008 1,37 €
2009 1,40 €
2010 1,42 €
2011 1,45 €
2012 1,48 €


Für die meisten Staaten außerhalb Europas sind Inflationsraten zwischen 3 und 5% normal.

Bei 5%
2005 1,29 €
2006 1,35 €
2007 1,42 €
2008 1,49 €
2009 1,57 €
2010 1,65 €
2011 1,73 €
2012 1,82 €


20.02.2013
19:09
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von rabarberkuchen | #16

Man kann sich als Leiharbeitnehmer nur wehren indem man dem Lohn entsprechend arbeitet oder "ausversehen" mal die eine oder andere Produktionsanlage kaputt macht...

20.02.2013
17:38
Und das hier:
von nachdenken | #15

"Ein Leiharbeiter verdient im Schnitt 1400 Euro, kaum mehr als die Hälfte eines Festangestellten."
ist doch echt eine Verhöhnung.

Das muss man sich mal klar machen:
Ein Leiharbeiter muss die ganzen Kenntnisse haben, hat evtl. viel höhere Aufwendungen (Fahrten, Übernachtungen), Trennung von Familie, Unsicherheit über die Dauer des "Auftrages", und üblicherweise auch Ende der Anstellung bei der Leihfirma, die die Beschäftigung ja an die Auftragslänge des Leihers koppelt.
Dann noch häufig Mobbing durch "Stammarbeiter"...
Abrufbereitschaft, wenn kein Auftrag da ist, keine Planbarkeit von Urlaub, Familienfesten.

Das alles für den _halben_ Lohn (halbe Rente!) und anschließend auch die Hälfte ALG I, bzw. gleich ALG II...

1 Antwort
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von BildDirDeineMeinung | #15-1

Am besten wäre es, wenn der Leiharbeiter auch schon nach der Hälfte seines Lebens durch sozialverträgliches Frühableben auf dem Arbeitsmarkt wieder freie Kapazitäten schafft. Dann kann sogar die ganze Rente eingespart werden.

20.02.2013
17:30
Wann wurden die 8,50 Euro zum ersten Mal gefordert?
von nachdenken | #14

Vor rund 6-7, vielleicht schon 10 Jahren....
Wo ist die Anpassung an die echten Verhältnisse? Also mindestens 10 Euro?
Immerhin gibt es eine ordentliche Inflation - bei Lebensmitteln und Energie um die 10-25%, nicht die geschönten 1-2 %. Es kommt auf den Warenkorb an. Und Leute, die Leiharbeit verrichten (müssen) kaufen sich nicht ständig High-Tech Ware, die im Regal sauer und also billiger wird.
Das immerhin ist wahr:
"nachdem Rot-Grün 2003 die Zeitarbeit liberalisiert hat"
Und diese Regierungsparteien haben gleichzeitig die Untergrenze noch nach unten verlagert, da ALG II -immer noch- unter dem damaligen Sozialhilfesatz liegt...

In Frankreich wird Leiharbeit 10-20% höher bezahlt, da die Anforderungen an die Arbeitnehmer ja höher sind. Wie #5 schon geschrieben hat.
Früher haben Freiberufler immens höhere Honorare erhalten, weil sie ja nicht ständig Aufträge als Angestellte hatten. Das sollte die Prämisse sein, Leiharbeiter sind praktisch "Freiberufler" (manchmal auch Freiwild...)

2 Antworten
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von steckritzel | #14-1

Völlig richtig.
Mein Erlebnis: Ein großes Unternehmen an der Ruhr suchte einen Getriebemonteur.
Eine Leiharbeitsfirma ebenfalls. Die Leiharbeitsfirma bot 10,50 € / Std.
Ich hatte mich dann direkt bei dem Unternehmen beworben, wurde eingestellt und bekam 19,20€/Std.
Das ist kein Einzelfall.

Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von steckritzel | #14-2

Völlig richtig.
Ein Beispiel aus meinem bisherigen Arbeitsleben von derzeit 46 Arbeitsjahren.
Ich war kurzfristig Erwerbslos.
Eine Leih"firma" suchte Getriebemonteure für einen Kunden.
Sie boten stolze 10,50 € Stundenlohn!
Ich habe mich direkt bei dem Kunden selber beworben, wurde eingestellt und bekam auf Grund meiner Qualifikation einen Stundenlohn von 19,20 €.
Ohne Anlernen, sofort in die Produktion.

20.02.2013
17:27
Die Lobbyisten der Zeitarbeit
von meigustu | #13

könnten mich überzeugen, wenn Leiharbeit zum gleichen Tarif bezahlt wird wie reguläre Arbeit und ganz wichtig, wenn Leiharbeitsfirmen grundsätzlich ihre Mitarbeiter mindestens für 12 Monate beschäftigen und voll bezahlen müssen.

So konstruiert wird ein Schuh daraus.

1 Antwort
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von BildDirDeineMeinung | #13-1

Aber dann verdienen doch die Arbeitszwischenhändler von der Zeitarbeit nichts mehr...total unsozial der Vorschlag.

20.02.2013
16:33
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von mirabiledictu | #12

Die Zahl der Arbeitsstellen ist also in keinem Fall gestiegen, lediglich wurde eine Instanz dazwischen geschaltet, die zusätzlich die Hand aufhält. Natürlich zu Lasten des Mitarbeiters, der Abstriche am Lohn hinnehmen muss. Um tatsächliche Auftragsspitzen abzuarbeiten kann man flexible Arbeitszeiten mit einem Stundenkonto einführen - viel Arbeit in Spitzenzeiten, viel Freizeit wenn wenig Arbeit da ist. Was ist daran so schwierig?

Wir kreieren also unser eigenes Prekariat. Menschen die Vollzeit qualifizierte Arbeit verrichten, allerdings die Wirtschaft nicht ankurbeln da sie nicht konsumieren können. Häufig wird man dazu sogar noch vom Staat subventioniert.

O-Ton: "Wie - eine Teilzeitstelle ist Ihnen zu wenig und Sie können nicht davon leben? Dann stocken Sie doch auf, wo ist das Problem! Man hört ja oft dass die Leute im Sommer lieber im Garten liegen..." So sieht die Realität aus. Dabei suchte ich als arbeitsloser Hauptverdiener natürlich nach einer Vollzeitstelle. Na vielen Dank.

1 Antwort
Warum die Jobmaschine Leiharbeit in der Schmuddelecke steht
von ferdi23 | #12-1

Sie haben völlig Recht. Leiharbeit ist nichst anderes als Zwischenhandel mit der Ware Arbeit. Also noch ein paar Koofmichs, die leistungslosen Wohlstand genießen möchten. Ganz im Sinne von Westerwelle und seiner FDP.

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