Warum Aldi und RWE in Sachen Elektromobilität kooperieren

Die Ruhrgebietskonzerne Aldi und RWE setzen auf Elektromobilität.
Die Ruhrgebietskonzerne Aldi und RWE setzen auf Elektromobilität.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
Der Essener Energiekonzern RWE kümmert sich um Auto-Ladesäulen vor Aldi-Filialen. Aldi Süd plant bundesweit 50 Standorte mit Gratis-Strom für E-Autos.

Essen/Mülheim.. Der Lebensmitteldiscounter Aldi Süd will an bundesweit rund 50 Filialen kostenfreien Strom für Elektroautos und Elektrofahrräder anbieten. Zulieferer ist der Essener Energiekonzern RWE. Es sei ein „dauerhafter Vertrag“ für 47 der 50 Ladestationen vor Aldi-Filialen geschlossen worden, berichtete RWE-Manager Dietrich Gemmel am Freitag.

Klimaschutz Allein in der Rhein-Ruhr-Region plant Aldi Süd nach eigenen Angaben bis Mitte des Jahres 13 Ladestationen, unter anderem in Mülheim, Duisburg, Düsseldorf, Hilden und Köln. In den Ballungsräumen Frankfurt, Stuttgart und München soll es weitere Standorte geben. Dies sei auch als „Beitrag zur Energiewende sowie zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland“ zu verstehen, hieß es bei Aldi Süd in Mülheim.

Marke RWE auf Aldi-Ladestationen nicht zu erkennen

RWE-Manager Gemmel zeigte sich erfreut über den Auftrag von Aldi, auch wenn die Marke des Energiekonzerns auf den Ladestationen nicht zu erkennen sei. Die Marge für RWE sei – wie bei Aldi üblich – „klein, aber auskömmlich“.

Aldi Süd ist nach eigenen Angaben bundesweit einer der größten Betreiber von Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden. Bis Mitte dieses Jahres sollten mehr als 850 Filialen mit entsprechenden Anlagen ausgestattet sein. Auch der RWE-Konzern, der jahrelang von Kohle- und Atomkraft geprägt worden ist, setzt zunehmend auf grüne Energie. Allerdings stammten zuletzt erst rund fünf Prozent des von RWE produzierten Stroms aus erneuerbaren Quellen.