Warnstreiks in der Metallindustrie

Hagen/Attendorn/Iserlohn..  22 000 Beschäftigte in 123 Betrieben haben laut IG Metall gestern mit Warnstreiks NRW-weit gegen das ihrer Meinung nach unzureichende Arbeitgeber-Angebot aus der zweiten Verhandlungsrunde protestiert.

„Sie bieten zu wenig Geld, die Altersteilzeit wollen sie beschränken und die Bildungsteilzeit wollen sie gar nicht“, hieß es in einer Mitteilung. Die Gewerkschaft sprach von einem „starken Warnstreik-Auftakt“. Die IG Metall kündigte bis zur dritten Verhandlungsrunde am 6. Februar tägliche Protestaktionen an.

In Attendorn legten nach Gewerkschaftsangaben 200 Warnstreikende der Firmen Kirchhoff Automotive – die Nachtschicht soll komplett stillgelegt worden sein – und BEULCO für eine Stunde die Arbeit nieder; Arndt G. Kirchhoff ist Verhandlungsführer in der Tarifrunde auf Arbeitgeberseite. In Hemer (Märk. Kreis) waren 350 Beschäftigte beim Armaturenhersteller Grohe, in Lüdenscheid (ebenfalls Märk. Kreis) 350 Teilnehmer vor den Betrieben Plate, Hueck und Phönix im Ausstand.

Für heute sind Arbeitsniederlegungen u. a. bei Thyssen-Krupp Federn, Hoesch, C.D. Wälzholz, Schmiedag, Wippermann und Schöneweiß in Hagen geplant.

Von über 40 Siegerländer Betrieben treffen sich Streikende in der Siegerlandhalle; Arbeitsniederlegungen sind auch bei A&E Keller, Trilux, BJB und Imperial in Arnsberg sowie Brökelmann in Ense geplant.