Warnstreiks an Flughäfen in Hamburg und Stuttgart

Beim Check-in könnte es an zwei Flughäfen zu Verzögerungen kommen: Warnstreiks sind geplant.
Beim Check-in könnte es an zwei Flughäfen zu Verzögerungen kommen: Warnstreiks sind geplant.
Foto: Uwe Anspach
Was wir bereits wissen
Diesmal geht es um Tarife in der Sicherheitsbranche: An zwei Flughäfen soll es Streiks geben. Passagiere sollen früh einchecken, rät eine Sprecherin.

Stuttgart/Hamburg.. Flug-Passagiere in Stuttgart und Hamburg müssen sich am Freitag auf längere Wartezeiten einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft an beiden Airports zu Warnstreiks auf. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für das Sicherheitsgewerbe in den beiden Ländern. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, starten die Gewerkschaften in den beiden Ländern die Aktionen gleichzeitig.

Während der Warnstreik in Stuttgart um drei Uhr beginnen und bis 14 Uhr dauern soll, will das Sicherheitspersonal in Hamburg die Arbeit von elf Uhr bis 16 Uhr niederlegen, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte.

Flughafen Keine Flugausfälle

Eine Flughafen-Sprecherin in Hamburg riet den Passagieren, so früh wie möglich einzuchecken. Bei Warnstreiks am Stuttgarter Flughafen war es in der vergangenen Woche zu Verzögerungen, aber nicht zu Flugausfällen gekommen.

Neben Hamburg und Baden-Württemberg verhandelt Verdi aktuell auch in Nordrhein-Westfalen über die Löhne im Sicherheitsgewerbe. Dort hat Verdi ebenfalls bereits Warnstreiks angekündigt. Die Verkehrsflughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn seien davon nicht ausgenommen. In Niedersachsen dringt Verdi zunächst auf Verhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW).

Gewerkschaft hat Bodenhaftung verloren

BDSW-Hauptgeschäftsführer Harald Olschok warf der Gewerkschaft vor, die Bodenhaftung verloren zu haben. Die Forderungen unterschieden sich minimal. In Baden-Württemberg beispielsweise will Verdi den Stundenlohn der untersten Lohngruppe für einfache Wachdienste von 9,20 auf 10 Euro anheben. Am Flughafen soll das Sicherheitspersonal einen Aufschlag von 2,50 Euro auf den Stundenlohn von 13 bis 15 Euro bekommen. Die Gespräche waren am Dienstag im Südwesten ohne Ergebnis und ohne neuen Termin vertagt worden.

In Hamburg verlangt die Gewerkschaft für die Luftsicherheitsassistenten 15 statt bislang 14 Euro pro Stunde sowie neue Entgeltstufen. In Hamburg wird am Montag weiterverhandelt. (dpa)