Warnstreikchaos - Polizei schließt Eingänge am Hamburger Flughafen

An den Flughäfen in Stuttgart, Hamburg und Hannover hat das Sicherheitspersonal den ganzen Montag über die Arbeit niedergelegt.
An den Flughäfen in Stuttgart, Hamburg und Hannover hat das Sicherheitspersonal den ganzen Montag über die Arbeit niedergelegt.
Foto: Holger Hollemann/Archiv
Was wir bereits wissen
Hunderte Meter lange Warteschlangen und Polizisten vor den Türen: In Hamburg, Stuttgart und Hannover legen Sicherheitsleute die Arbeit nieder.

Hamburg.. Ein Warnstreik des Sicherheitspersonals hat vor allem am Flughafen Hamburg für chaotische Zustände gesorgt. Die Abfertigung brach zusammen, zeitweise warteten mehr als 5000 Menschen vor den Türen. Daraufhin sicherten Polizisten vorübergehend die Zugänge. "Der neueste Stand ist katastrophal. Wir haben unsere Kapazitätsgrenze überschritten", sagte eine Flughafensprecherin. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Sicherheitsleute einen Mindestlohn von 9,20 Euro pro Stunde.

Die Wartezeit für Reisende betrage mehr als vier Stunden, sagte die Airportsprecherin. Nur wenige der 24 Sicherheitschecks waren geöffnet. Bereits am Morgen wurde ein Viertel aller Verbindungen gestrichen. Von dem ganztägigen Warnstreik könnten nach früheren Angaben des Flughafens rund 40.000 Passagiere betroffen sein.

"Die Streikbeteiligung ist grandios"

Auch an den Flughäfen Stuttgart und Hannover gab es Warnstreiks. In Stuttgart kam es zu Verzögerungen und Flugausfällen. Es bildeten sich mehrere hundert Meter lange Warteschlangen. In Hannover waren die Auswirkungen allerdings kaum zu spüren, wie Flughafensprecher Sönke Jacobsen sagte.

Peter Bremme von der Gewerkschaft Verdi zeigte sich in Hamburg mit dem bisherigen Verlauf des Arbeitskampfs zufrieden: "Die Streikbeteiligung ist grandios. Auch die Bodenverkehrsdienste haben sich solidarisch gezeigt und mitgemacht." Hingegen kritisierten die Flughafenbetreiber die Warnstreiks als ungerechtfertigt. (dpa)