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Warentest warnt vor Laufrädern

26.06.2008 | 18:49 Uhr

Berlin. Beim Kauf von Kinderlaufrädern ist laut Stiftung Warentest Vorsicht geboten: Bei einer Überprüfung führten Schadstoffe in Reifen, Griffen oder Sitzbezug bei elf von 15 Laufrädern zum Urteil "mangelhaft".

Laufräder sind beliebt beim Nachwuchs - so trainieren sie spielerisch Koordination und Gleichgewicht. (WR-Bild: Paulitschke)

Laufräder - die Vorstufe zum Fahrrad - sind beliebt bei Kindern ab etwa drei Jahren. Sie trainieren Koordination und Gleichgewicht, bereiten spielerisch aufs Radfahren vor.

Stiftung Warentest ist zu dem Ergebnis gekommen, dass einige Modelle langfristig ernsthafte Folgen haben können. Die Tester fanden gesundheitsschädliche Weichmacher und krebserzeugende PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

"Die haben in Spielzeug nichts verloren", sagt Projektleiter Martin Hofmann. Egal, ob ein Rad in den anderen Kategorien mit besseren Noten abgeschnitten habe - "gibt es einen so gravierenden Mangel, kann der nicht durch andere positive Eigenschaften aufgewogen werden".

Aus diesem Grund landete beispielsweise das Modell Velowalker anstatt auf Platz eins mit Note mangelhaft nur auf Platz zehn.

Die betroffenen Hersteller, die die WR gestern für eine Stellungnahme erreichte, gaben unisono zu bedenken, dass es keinen gesetzlichen PAK-Grenzwert gebe. Die Empfehlung einer Expertenkommission von 2005 werde als Richtwert beherzigt.

Luftbereifte Räder ganz ohne PAK herzustellen, sei nicht möglich. Dass diese aber im Test an Kunststoffrädern gemessen werden, sei "wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen". Die meisten Modelle seien zudem vom TÜV mit dem Zeichen für Geprüfte Sicherheit ausgezeichnet. "Der Test ist Sensationsmacherei und keine Verbraucher-Aufklärung", sagte Rolf Kuchenbecker, Geschäftsführer von Zweirad-Hersteller Puky.

Von Nina Geske

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