Das aktuelle Wetter NRW 22°C
RWE

Vorstand Birnbaum wechselt direkt von RWE zum Rivalen Eon

12.03.2013 | 18:55 Uhr
Vorstand Birnbaum wechselt direkt von RWE zum Rivalen Eon
Gerade noch bei RWE, bald schon beim Konkurrenten Eon: Energie-Manager Leonhard BirnbaumFoto: Bernd Lauter

Düsseldorf/Essen.   Gerade erst hat Leonhard Birnbaum seine Arbeit im Vorstand von RWE beendet – und bald soll er beim direkten Konkurrenten Eon anfangen. Es ist ein verblüffend schneller Wechsel vom Essener zum Düsseldorfer Energiekonzern - fast ohne Ruhephase. Bei Eon wird Birnbaum eine Schlüsselrolle übernehmen.

Es ist ein ungewöhnlicher Wechsel zu einem direkten Konkurrenten: Leonhard Birnbaum (46), bisher Vorstandsmitglied des Essener Energiekonzerns RWE, wechselt ohne große Wartezeit zum Düsseldorfer Rivalen Eon. Voraussichtlich schon am 1. Juli werde Birnbaum seine Arbeit im Vorstand von Deutschlands größtem Energiekonzern aufnehmen , teilte Eon mit.

Zunächst war über eine Ruhephase bis Ende 2013 spekuliert worden, die aus Wettbewerbsgründen einzuhalten sei. Nun verkürzt sich der Abstand auf den Zeitraum von März bis Juni. Strategie-Vorstand Birnbaum, der vom früheren RWE-Chef Jürgen Großmann gefördert worden war, hatte beim Essener Konzern ursprünglich noch einen Vertrag bis Ende September 2013. Nach dem Wechsel von Peter Terium an die RWE-Spitze wurde der Vertrag von Birnbaum vorzeitig aufgelöst.

Vertrag von Eon-Chef Teyssen bis Ende 2018 verlängert

„Je länger eine Pause ausfällt, desto teurer wird es für das Unternehmen“, hieß es in Konzernkreisen. Vier Monate Ruhephase seien bei einem Wechsel wie diesem branchenüblich. Birnbaum übernimmt künftig bei Eon eine wichtige Position. Er ist unter anderem zuständig für die Neubauaktivitäten und die Entwicklung neuer Geschäftsideen.

Lesen Sie auch:
RWE-Manager Birnbaum geht zu Eon

Die durch die Atomwende unter Druck geratenen Energieriesen Eon und RWE stellen ihr Top-Management neu auf. RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum wechselt zum Konkurrenten Eon. Zudem gibt die im Arbeitnehmerlager umstrittene Eon-Personalchefin Regine Stachelhaus ihren Posten auf.

Johannes Teyssen (53) bleibt weitere fünf Jahre Eon-Vorstandschef. Der Aufsichtsrat beschloss, den Vertrag von Teyssen um fünf Jahre bis Ende 2018 zu verlängern. Personalchefin Regine Stachelhaus verlässt den Vorstand zum 1. Juli wegen eines Krankheitsfalls in ihrer Familie. Ihr Nachfolger wird Mike Winkel, der bisherige Chef der Sparte Erneuerbare Energien. Vorstand Klaus-Dieter Maubach gebe seinen Posten „in beiderseitigem Einvernehmen“ auf.

Ulf Meinke


Kommentare
Aus dem Ressort
Neues Gutachten zu Kreditdebakel der Sparkasse Oberhausen
Wirtschaftskriminalität
Bereits seit 2011 arbeiten sich Staatsanwälte aus Duisburg und Düsseldorf durch den Fall „Sport Concept“, der in Oberhausen hohe Wellen geschlagen hat. Auf den 150 Seiten eines neuen Wirtschaftsgutachtens geht es um die Frage, ob ein Ex-Vorstand der Sparkasse pflichtwidrig gehandelt oder gar Gelder...
Männer verdienen pro Stunde 22 Prozent mehr als Frauen
Gleichstellung
Männer verdienen in Deutschland im Schnitt pro Stunde 22 Prozent mehr als Frauen und machen auch schneller Karriere. Andere EU-Länder zeigen, wie es besser geht. Frauenministerin Manuela Schwesig will die Gleichstellung jetzt mit einem Gesetz schneller erreichen.
Hagener Bauunternehmen "Bamberger Bau" meldet Insolvenz an
Wirtschaft
Das größte Hagener Bauunternehmen steckt in Schwierigkeiten: Die Bamberger-Bau GmbH hat Insolvenz angemeldet. 109 Beschäftigte sind von dem Schritt betroffen, sie warten teilweise schon drei Monate auf ihren Lohn. Auch bei der Beschaffung von Baumaterial hat der Konzern Schwierigkeiten.
Marinapark Oberhausen ist interessanter Standort für Firmen
Ansiedlung
Die Oberhausener Software-Firma NPO mietet ab Oktober 300 Quadratmeter Bürofläche am Centro an. Der Standort hat das Unternehmen mit seiner Infrastruktur überzeugt. Noch ist der Neubau in der Bauphase. Mitarbeiter schätzen die Nähe zum Centro und die kostenlosen Parkplätze direkt am Marinapark.
Wirtschaftsspionage - Oberhausener Firmen keine Ausnahme
Datenschutz
Immer öfter verschaffen sich Hacker Zugriff auf sensible Firmendaten. Auch deutsche Firmen sind Opfer dieser Wirtschaftsspionage. Firmen aus Oberhausen sind dabei keine Ausnahme. Meist bemerken Unternehmen die Spionage viel zu spät. Die Dunkelziffer bei diesen Delikten ist zudem sehr hoch.
Umfrage
Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?