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Vorsicht beim Kauf von Medikamenten

26.06.2008 | 18:48 Uhr

Die Zahl gefälschter Medikamente nimmt immer weiter zu - und die Risiken für die Verbraucher steigen. Inzwischen machen die Fälscher auch vor lebenswichtigen Medikamenten nicht mehr halt. Was ist an einer Fälschung so schlimm?

Arzneimittel sollen Beschwerden lindern und heilen - entscheidend dafür sind eine saubere Herstellung und die genaue Dosierung des Wirkstoffs. Medikamentenfälscher nehmen es damit aber meist nicht so genau: In gefälschten Präparaten ist der gewünschte Wirkstoff zu hoch oder zu niedrig dosiert, durch einen anderen ersetzt oder gar nicht vorhanden. Für die Patienten kann das fatale Folgen haben.

Wie erkenne ich ein gefälschtes Arzneimittel? Als Laie meist gar nicht. Grund zur Vorsicht besteht, wenn das Medikament nicht wie gewünscht oder plötzlich anders wirkt als bisher. Skepsis ist auch angesagt, wenn Packung oder Beipackzettel nicht ordnungsgemäß erscheinen. Allerdings ist eine veränderte Verpackung nicht zwangsläufig ein Indiz für eine Fälschung. Bei sogenannten Re-Importen nämlich werden Original-Arzneimittel aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt. Dazu wird dann die in einer Fremdsprache beschriftete Verpackung überklebt und der Beipackzettel durch einen deutschsprachigen ersetzt.

Wo kann ich meine Medikamente ohne Risiko einkaufen? Die Apotheker empfehlen schon aus Eigeninteresse den Einkauf in der Apotheke vor Ort. Alternativ raten sie zum Kauf bei deutschen Versandapotheken. Bei verschreibungspflichtigen Präparaten muss das Rezept hier per Post eingeschickt werden. Vom Einkauf bei Versandapotheken außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) raten die Apotheker ab: Der Medikamentenversand von dort an Endverbraucher hierzulande sei verboten. Finger weg auch von Angeboten von Internet-Anbietern, die rezeptpflichtige Arznei rezeptfrei verkaufen.

Wie weisen sich seriöse deutsche Versand-Anbieter aus? Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken vergibt ein Gütesiegel für Versandapotheken.

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