Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Nach ARD-Vorwürfen

Von der Leyen droht für Amazon tätiger Leiharbeitsfirma mit Entzug der Lizenz

19.02.2013 | 06:57 Uhr
Von der Leyen droht für Amazon tätiger Leiharbeitsfirma mit Entzug der Lizenz
Fließbandarbeit beim Amazon. Viele Mitarbeiter werden unter Tarif bezahlt.Foto: Harald Tittel/dapd

München.   Nach dem Sicherungsdienst Hess hat sich Amazon auch von der Leiharbeitsfirma getrennt, deren rabiate Methoden gegenüber Beschäftigten bei dem Online-Versender auf deutschlandweite Kritik gestoßen sind.

Nach der Kritik an den Arbeitsbedingungen seiner Leiharbeiter hat der Online-Versandhändler Amazon einem weiteren Dienstleister gekündigt. Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das für Unterbringung und Transport von Beschäftigten sowie für den Einsatz der Sicherheitskräfte verantwortlich war, sei beendet worden, teilte Amazon am Montagabend mit.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte am Montag erklärt, die für Amazon bislang tätige Leiharbeiteragentur müsste mit einer sofortigen Überprüfung rechnen wegen der Vorfälle, zum Beispiel Durchsuchungen der Schlafräume von Leiharbeitern. Am Ende könnte ein Entzug der Lizenz als Leiharbeitsvermittler stehen.

„Amazon ist verantwortlich dafür, dass alle Beschäftigten unserer Logistikzentren jederzeit sicher sind und mit Respekt und Würde behandelt werden“, hieß es in der Stellungnahme. Es sei nicht gelungen, dies zu gewährleisten. Bereits am Mittag gab das Unternehmen bekannt, dass es die Zusammenarbeit mit einer umstrittenen Sicherheitsfirma beendet habe.

In einer ARD-Dokumentation war in der vergangenen Woche angeprangert worden, dass Arbeitssuchende in Osteuropa und Spanien für das Unternehmen mit falschen Angaben zur Entlohnung angeworben, in völlig überfüllten Feriendörfern untergebracht und dort von einem dubiosen Sicherheitsdienst mit Verbindungen zur Neonazi-Szene penibel überwacht wurden. (dapd)



Kommentare
19.02.2013
13:31
Von der Leyen droht für Amazon tätiger Leiharbeitsfirma mit Entzug der Lizenz
von darum | #1

Ich bin dafür das man eine Gruppe auf macht die "Amazon ja bitte" heißt damit man den Vollpfosten die nun gegen Amazone sturm laufen mal Erklärt das es unsere Regierung ist die das mit wissen verursacht hat .Die wissen genau was bei der Leiharbeit/Zeitarbeit ab geht und das ist gewollt so damit der niedriglohnsektor schön da bleibt wo er ist.

Jetzt rufen die Politiker wieder überall "SKANDAL" egal ob Aigner oder van der Leihen die wissen aber genau wo das Pferd im Niedrieglohnsektor lang galoppiert.

Denke aber leider das es bei vielen nicht dahin gehent reicht um so was zu sehen.

Und die Medien werden sich hüten so was mal zu Recherchieren weil mit der "Wahrheit kann man keine Schlagzeilen machen"

Aus dem Ressort
Staatsanwälte wollen Thomas Middelhoff im Gefängnis sehen
Prozess
Drei Jahre und drei Monate Gefängnis für Thomas Middelhoff. So lange wollen die Ankläger den früheren Chef von Karstadt-Quelle in Haft sehen. Sie werfen dem 61-Jährigen vor, den Konzern mit privaten Kosten in Höhe von fast einer Million Euro geschädigt zu haben.
Apple-Chef Tim Cook: "Ich bin schwul und stolz darauf"
Coming-Out
Apple-Chef Tim Cook hat sich als homosexuell geoutet. "Ich bin stolz, schwul zu sein", schrieb der 53-Jährige in einem Beitrag für das amerikanische Wirtschaftsmagazin "Businessweek". Viele Kollegen bei Apple wüssten das bereits, schrieb Cook. Er hoffe, dass sein Schritt anderen helfen könne.
Heißen soll Energie-Pilotquartier fürs Ruhrgebiet werden
Stadtentwicklung
Mülheim-Heißen soll Energie-Pilotquartier für das Ruhrgebiet werden. Die Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr will im Viertel zwischen Bahnlinie und Hingbergstraße Erkenntnisse gewinnen, wie energetische Gebäudesanierungen vorangetrieben werden können. Das Vorhaben ist auf vier Monate angesetzt.
Lufthansa weiter vom Kurs ab - Prognose erneut kassiert
Luftfahrtunternehmen
Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die Lufthansa ihr Gewinnziel für 2015 gekappt. Ob der Plan wenigstens für dieses Jahr aufgeht, hängt an den streikfreudigen Piloten. Deren zahlreiche Ausstände dieses Jahr hätten bisher rund 170 Millionen Euro gekostet.
Wut in der GDL - Weselsky "will nur sein Ego befriedigen"
Streik
Nicht alle Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL wollen der harten Linie ihres Chefs Claus Weselsky folgen. In der Gewerkschaft herrsche ein Klima der Angst, sagen sie und fordern den streitbaren Gewerkschaftsboss auf, von seiner kompromisslosen Haltung im Tarifkonflikt mit der Bahn abzurücken.
Umfrage
Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet . Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet. Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?