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Vier Fragen an Centro-Chef Frank Pöstges-Pragal

Centro-Geschäftsführer Frank Pöstges-Pragal vor dem Erweiterungsbau des Centros. Foto: Ulla Emig // WAZ FotoPool

Warum reichen dem Centro 72 300 m² Nettoverkaufsfläche und über 200 Läden nicht mehr aus?

Frank Pöstges-Pragal: Es gibt in der Region kein Überangebot an hochwertigen Einzelhandelsflächen. Nach 16 Jahren müssen wir uns weiterentwickeln. Wir haben mehr Nachfrage nach Ladenlokalen als wir realisieren können. Deshalb brauchen wir mehr Fläche.

Ankermieter des Neubaus ist der Textilhändler Peek & Cloppenburg. Verabschiedet sich das Centro von seinem jungen Image?

Pöstges-Pragal: Wir wollen eine Lücke schließen und das Angebot für ältere Kunden ausweiten. Wir setzen aber auch auf höherwertige Marken. Das Centro gehörte zu den ersten deutschen Standorten, an denen Apple sowie Abercrombie & Fitch innovative Läden eröffneten. Man kennt uns in der Welt und wir haben international eine hohe Nachfrage. Daher brauchen wir Neuflächen für die Weiterentwicklung.

Centro-Erweiterung

Wird sich etwas an dem Sortiments-Mix im Centro ändern?

Pöstges-Pragal: Unser Schwerpunkt bleiben die Textilien. Mit der Vergrößerung von Thalia auf 1200 Quadratmeter weiten wir aber auch unser Angebot für Bücher aus.

In NRW läuft eine Debatte über Factory Outlets. Fürchten Sie die Konkurrenz?

Pöstges-Pragal: Wir nehmen diese Entwicklung sehr ernst. Um den Standort Och­trup machen wir uns nicht so große Sorgen. Die Pläne für Duisburg beobachten wir sehr sorgfältig.

Lena Gercke wirbt fürs Centro

 

Frank Meßing

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Kommentare
05.10.2012
19:17
Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus
von LiloPuder | #25

Michelino erklärt uns die Welt.. lach

18.09.2012
12:01
Fortsetzung #23
von michelino | #24

Die Erfolgsgeschichte der EKZ läßt sich leicht an ein paar Dingen fest machen: An erster Stellle steht freies unproblematisches Parken, danach Ordnung und Sauberkeit und ein Rundumpaket aus Gastronomie, Entertainment und Geschäften. Wer an Märchen glaubt, fordert kostenloses Parken in den Innenstädten. Es gibt keine Stadt in Deutschland, die darauf verzichten kann, ohne anderswo Steuern anzuheben. Eine Stadt kann auch nicht alle Parkhäuser aufkaufen und dann die Parkplätze kostenlos anbieten. Die Situation der armen Ruhrgebietskommunen ist besonders schwierig, da sie einerseits auf jeden Euro angewiesen sind und andererseits die EKZ mit kostenlosen Parkplätzen locken. Dabei sind die Preise hier gegenüber denen in anderen Deutschen Städten noch human. Für jeden ersichtlich, dass sich die Städte gegenüber den EKZ in einem nicht änderbaren Nachteil befinden.

18.09.2012
11:49
Das Centro fordert die Innenstädte zum zweiten Mal heraus....
von michelino | #23

....müßte es richtiger Weise heißen. Für alle, die sich nicht mehr erinnern können: Zehn Jahr nach Eröffnung des Centro entschlossen die Städte, mit eigenen EKZ an das Centro verlorene Kaufkraft zurückzugewinnen. Die neue Konkurrenz nutzte nun dem Centro-Management als Argument, die Fläche erweitern zu müssen. Dabei wurden die EKZ nur wegen des Centro gebaut. Verkehrte Welt! Durch die neuen Innenstadtzentren haben sich nun auch die Kundenströme in den Innenstädten verlagert. Das kann man z.B. gut in Essen auf der Kettwiger Straße sehen, die nicht unmittelbar am LP liegt und auch nicht mehr die hohen Besucherfrequenzen hat.

Fortsetzung folgt...

17.09.2012
23:01
Nur die Dummen sind im Centro?
von Schantall | #22

Die keinen Parkplatz finden, die keine Ahnung vom günstigen Einkauf haben, die keinen Sinn für Fußgängerzonen mit Bettlern und 1 Euro -Läden haben?

Ich lach mich schlapp. Mein Optiker ist auch in der City, habe drei Anläufe gebraucht, bis ich einen Parkplatz in zumutbarer Nähe gefunden habe. Lustig ist das nicht.
Vielleicht bin ich ja auch zu blöd.

Die Welt ändert sich, ständig und unaufhörlich, warum sollte sie das nicht in den Innenstädten tun?

Ich kann mich noch an Advents - Samstage in Duisburg erinnern. So 1956 -1960. Sonnenwall, der Bürgersteig 1,2m breit, direkt daneben die Staßenbahn und Autos ohne Ende, Abgase, Gedrängel, Regenwetter, die Menschen mit Tüten und Paketen, ach was war das toll!

17.09.2012
12:05
Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus
von GlueckAufSchalke | #21

Das Centro Oberhausen fordert vor allem nicht die Oberhausener City heraus, sondern das Centro wurde schon längst die neue Oberhausener City, genauso wie das RRZ schon lange die neue Mülheimer City ist. Anders ausgedrückt heißt das, die Innenstädte haben sich verlagert. Gegenüber den alten Innenstädten mit ihren Resten (sprich Fußgängerzonen) haben sie den Vorteil, dass die Geschäfte noch dichter aneinanderliegen, dass die neuen Cities sauberer und sicherer und wetterunabhängiger zu besuchen sind. Auch sind sowohl Centro als auch RRZ mit PKW und ÖPNV gut zu erreichen. Als Nachteil würde ich ansehen, dass in diesen Malls kein Platz für inhabergeführte Nischengeschäfte sind.
In wieweit sich Centro und geplantes Outlet in Hamborn ergänzen oder sich Kunden abwerben, dürfte eine interessante Frage sein.
Insgesamt sehe ich die Malls allerdings nur als Übergangslösung an, da die Zukunft den Online-Läden gehört. Ich selbst kaufe jetzt schon im Nonfood-Bereich mehr als die Hälfte online ein.

16.09.2012
15:26
Oberhausenallesklar | #17
von dummmberger | #20

Haben SIe denn gar nichts verstanden?

Eben weil es diese Konsumtempel gibt, veröden die Innenstädte.

In dem Moment, wo man Centro und co genehmigt hat, war der Tod der Innenstädte besiegelt. Oberhausen ist der Anfang. Da ist es jetzt schon soweit. In Essen wird die Limbeckerstr. wohl noch überleben, weil man da auf der Suche nach frischer Luft landet. Weiter entfernte Straßen wie die ehemalige "Einkaufststraße Nr. 1" in Essen, die Kettwiger, sind dagegen schon so gut wie ausgestorben.

16.09.2012
12:27
#17 Exakt es gibt wenig Unterschied zwischen dem Centro und den Minizentren
von meigustu | #19

in den Städten. Warum als zum Mallshoppen ins Centro fahren ?

Der Pluspunkt der Städte ist: ich habe neben den Mallstandardartikeln weitere Angebote. Zockerbuden die mich nicht interessieren, aber auch kleine Selbstständige bei denen sich das ein oder andere findet, das in den Malls aufgrund der dortigen Kostenstruktur keinen Platz findet.

An Freizeiteinrichtungen hat das Centros nichts was sich nicht so oder ähnlich in den Städten wieder findet. Und auch der Funbereich eines teuren Centers kann natürlich nur den Durchschnittsgeschmack bedienen. Spannendes findet man da nicht.

1 Antwort
Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus
von Stukkadierta | #19-1

Wo ist denn in Oberhausen, Essen oder Duisburg ein Freizeitpark, ein Musical, oder ein Museum, wie der Gasometer? Selbst die Kinos sind hinsichtlich der Technik oft überaltert- es sei denn, es sind Kinocenter, die aber dann auch nicht in der Innenstadt liegen, sondern davor daneben, dahinter.

16.09.2012
11:33
Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus
von Matty66 | #18

Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus......besser gesagt zerstört die Innenstädte.

Und wer in solchen Konsumtempel einkauft ist selber schuld, weil er keine Ahnung von Preisvergleich hat. Denn andernorts bekomme ich die gleichen Waren die in dem Konsumtempel angeboten werden wesentlich billiger.

Spätestens in einem Jahr werden wie soll es anders sein die meisten wieder schliessen, weil sie sich die honorenten Mieten nicht mehr leisten können.


2 Antworten
Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus
von Stukkadierta | #18-1

Ah, in einem Jahr schließe alle.. das Centro gibt es aber bereits seit über 15 Jahren und wird nun vergrößert, weil die Nachfrage nach Flächen so groß ist. Und zum Preisvergleich- am billigsten ist die Tasse Kaffee immer noch zu Hause …und doch gehen viele Leute ins Café.

Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus
von Stukkadierta | #18-2

Nachtrag
Anderorts bekommen sie die Ware, die in Einkaufentern angeboten werden, immer häufiger gar nicht mehr. Und das gilt nicht nur für Nobelmarken.

16.09.2012
10:18
Centro Oberhausen wird noch größer und fordert die Innenstädte heraus
von Oberhausenallesklar | #17

ach Gott, die ganzen Nörgler, die scheinen in den letzten 2 Jahren nicht mehr in einer Innenstadt gewesen zu sein. Die meisten annehmbaren Läden in Duisburg sind im Forum, in Essen im Limbecker Platz. In Mülheim ist es das Forum, in Dortmund lenkt derzeit die ThierGalerie die Kundenströme um, selbst Witten oder Dinslaken setzten in der Innenstadt auf Einkaufscenter, andere Städte ebenso. Wo ist denn da nun der große Unterschied zum Centro? Wenn ich das Center verlasse, bin ich nicht von Billigläden, Junkies und Dönerbuden umzingelt, sondern von einer Promenade und anderen Freizeiteinrichtungen. Das ist der Unterscheid. Anstatt dauernd über das Centro zu nörgeln, was ja wohl, wenn man sich die Zahlen und den Zuspruch anschaut, alles richtig macht, sollte man besser überlegen, warum die Innenstädte immer häufiger gemieden werden bzw. in letzter Konsequenz selber auf Einkaufscenter setzen.

16.09.2012
08:36
Warum ins Centro fahren ?
von meigustu | #16

wer nebenan wohnt ist schnell da - das macht Sinn. Von weiter weg ist es ökonomischer Unsinn. Wer zu dumm zum Parkplatz finden ist, für den ist das Centro sicherlich ideal. Obwohl bei solchen Defiziten eher der RuhrPark oder das RheinRuhrCenter in Frage kommen. Da ist die Orientierung auch drinnen leichter.

Leute gucken ist im Centro schlicht langweilig. Die die interessant sind kommen nicht oder dürfen gar nicht da rein. Unterschiedliche Öffnungszeiten was solls ? Das bringt die Chance Neues zu entdecken.

Massen an Läden und Kneipen sind schon da aber da alle das gleiche Kalkulationsmodell haben, haben auch alle den gleichen sterilen Charme.

Einen Vorteil hat das Centro - es zieht genug Leute an, dass man vor den anderen Städten selbst in der Weihnachtszeit nicht mehr im Stau steht.

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