Versicherer Signal Iduna schnürt millionenschweres Sparpaket

Dortmund..  Der Versicherungskonzern Signal Iduna hat sein Sparprogramm, das mit einem massiven Stellenabbau einhergeht, erstmals konkretisiert. Ab 2018 will das Unternehmen mit Doppelsitz in Dortmund und Hamburg jährlich 140 Millionen Euro einsparen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Leitermann vor Journalisten in Dortmund. Die Einsparungen gehen vornehmlich auf Kosten des Personals. Dass angeblich 1400 Jobs auf der Kippe stehen, wollte Leitermann nicht bestätigen. Die Zahl sei „noch offen“. Der Eingriff in den Stellenplan des größten Versicherungskonzerns im Ruhrgebiet dürfte dennoch erheblich werden.

Vor allem in der Fläche will sich Signal Iduna neu aufstellen. Die Hälfte aller wegfallenden Jobs soll die 53 Filial- und Landesdirektionen betreffen. Standortschließungen soll es nicht geben. Bluten müssen auch die Hauptverwaltungen in Dortmund (derzeit 2500 Beschäftigte) und Hamburg (3500 Mitarbeiter). An eine Zusammenlegung der Zentralen sei aber nicht gedacht. Wie hoch hier der Abbau ausfallen wird, ist noch unklar, weil Verwaltungstätigkeiten aus den Außenstellen auf die beiden Zentralen verteilt werden soll. Der Stellenabbau solle „so weit es geht sozialverträglich“ erfolgen. Selbstständige Agenturen seien nicht betroffen.

Auslöser für das Sparprogramm ist dem Konzern zufolge der Kunden-Trend, Versicherungsgeschäfte im Internet abzuwickeln. Die niedrigen Kapitalmarktzinsen setzten die Branche zusätzlich unter Druck.

Die Dortmunder Signal Versicherung fusionierte 1999 mit der Hamburger Iduna Leben. Der Konzern hat knapp 13 000 Beschäftigte, davon rund 3000 in NRW.