Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Erbschaften

Vererbtes Vermögen wird drastisch steigen

31.05.2012 | 13:06 Uhr
Vererbtes Vermögen wird drastisch steigen
Foto: Thinkstock

Berlin.   Erben lohnt sich wieder: Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie. Künftig habe demnach mehr als jede fünfte Erbschaft in Deutschland einen Wert von über 100.000 Euro, Tendenz steigend.

Das in Deutschland vererbte Vermögen wird auch weiterhin stark anwachsen. Künftig werde bereits mehr als jede fünfte Erbschaft (22 Prozent) einen Wert von über 100.000 Euro haben, ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage der Postbank. Die Zahl solcher Erbschaften steige um gut 50 Prozent, die der Nachlässe im Wert von unter 25.000 Euro hingegen - bislang die Hälfte aller Erbfälle - sinke. „Das Erbvolumen wird drastisch und auf ein historisches Niveau steigen“, erklärte Postbank-Vorstand Michael Meyer.

Grund für den steigenden Wert der Erbschaften sind vor allem Immobilien: Häuser, Grundstücke oder Wohnungen werden laut Postbank-Studie in zwei von drei Nachlässen enthalten sein. Die Wahrscheinlichkeit, ein Eigenheim zu erben, werde sich in Deutschland glatt verdoppeln.

Erbe vor allem für die Kinder

Die meisten Menschen, die etwas zu vererben haben, wollen mit dem Nachlass laut Postbank-Umfrage „Angehörige versorgen“. 75 Prozent wollen daher ihr Vermögen den Kindern vererben. An zweiter Stelle stehen Ehepartner, gefolgt von Enkeln, Geschwistern und Lebenspartnern.

Die Schattenseite des neuen Erbenglücks: Mit der Höhe der Erbschaft steigt statistisch gesehen auch die Wahrscheinlichkeit für Streit unter den Erben. Darauf seien die Nachlassgeber meist „nicht eingestellt“, sagte Meyer. „Ihr Wissen zum Thema ist lückenhaft.“ Außerdem verfüge nicht einmal jeder fünfte Deutsche überhaupt über ein Testament. „Die anstehende Vererber-Generation unterschätzt das Konfliktpotenzial unter den Erben deutlich“, sagte Meyer. Er sprach sich daher für eine breit angelegte Informationskampagne aus.

Jedes zweite Testament in Deutschland ist laut der Umfrage das sogenannte Berliner Testament. Dabei wird der überlebende Ehepartner zum Alleinerben eingesetzt. (afp/dapd)


Kommentare
31.05.2012
14:14
Vererbtes Vermögen wird drastisch steigen
von engelstrompete | #1

Da muß man höllisch aufpassen, das der Fiskus nicht zu sehr profitiert.

Aus dem Ressort
Bei Maredo zählt nicht nur die (Steak-)Größe
Steakhäuser
Maredo ist die größte Steakhouse-Kette in Deutschland. Ihr Chef kommt aus Mülheim-Heimaterde. Uwe Büscher hat eine einfache Philosophie: Er setzt auf Nachhaltigkeit und nicht nur auf Wachstum. Büscher kann sich vorstellen, noch maximal zwölf Restaurants zu eröffnen.
Öffentliche Banken fordern internationale Regeln für Bitcoin
Bitcoin
Die Digitalwährung Bitcoin soll unabhängig machen von Banken. Doch die jüngsten Pleiten zeigten, wie riskant die Idee sein kann. Ende 2013 war der Kurs auf mehr als 1150 Dollar geschnellt, nachdem ein Bitcoin ein Jahr zuvor 13 Dollar gekostet hatte. Bankenvertreter dringen auf internationale Regeln.
Das beliebte Pangasiusfilet ist häufig eine Mogelpackung
Lebensmittel
Wer im Supermarkt ein Pangasiusfilet kauft, bezahlt in vielen Fällen unfreiwillig eine Menge Wasser mit. Denn die Lebensmittelfirmen fügen dem Fisch Flüssigkeit hinzu. Doch auf den Verpackungen fehlt häufig jeglicher Hinweis auf die zugesetzte Wassermenge.
Deutsche Exportstärke - gut für Europa oder ein Risiko?
Konjunktur
Rund 3,5 Millionen Arbeitsplätze in Europa hängen einer Studie zufolge von der Nachfrage deutscher Unternehmen nach Vorleistungsprodukten ab. Über die noch nicht veröffentlichte Studie der Prognos AG im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft berichtete die "Frankfurter Allgemeine...
Wichtigster Absatzmarkt - Volkswagen legt in China stark zu
Auto
Volkswagen will in diesem Jahr auf seinem wichtigsten Absatzmarkt in China wieder stark wachsen. Europas größter Autobauer plant auch einen weiteren Ausbau der Kapazitäten, um dem rasanten Wachstum des größten Automarktes der Welt folgen zu können.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?