Verdi will weg vom Niedriglohn: 933 Euro netto bei 40-Stunden-Woche
19.02.2013 | 08:39 Uhr 2013-02-19T08:39:00+0100
Düsseldorf. Nicht an den Flughäfen, aber bei Privatfirmen im Sicherheitsgewerbe wird am Dienstag in Nordrhein-Westfalen wieder für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Verdi forderte die Arbeitgeber zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.
In Nordrhein-Westfalen haben am Dienstagmorgen wieder Warnstreiks der Beschäftigen im privaten Sicherheitsgewerbe begonnen. Seit Mitternacht befänden sich Objektschützer, Fahrer, Kontrollschaffner und Personenschützer von mehreren privaten Sicherheitsunternehmen im Ausstand, sagte der Sprecher der Gewerkschaft Verdi in NRW, Günter Isemeyer. Die Beschäftigten kämen im Monat bei einer 40-Stunden-Woche auf netto 993 Euro. Das Ziel sei es, sie aus dem Niedriglohnsektor zu holen.
Die Arbeitgeber haben die Gewerkschaft aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren oder zumindest einer Schlichtung zuzustimmen. (dpa/lnw)

09:05
Den Leser würde sicherlich interessieren, wie man rechnerlisch auf die angeblichen 933 Euro netto für 40 Stunden kommt.
Haben alle Arbeitnehmer die gleiche Lohngruppe? Nein.
Haben alle Arbeitnehmer den gleichen Famielnstand? Nein.
Haben alle Arbeitnehmer die gleiche Steuerklasse? Nein.
Haben alle Arbeitnehmer die gleichen Überstunden, Nachtschicht-, Wochenend- und Feiertagszulagen? Nein.
Vergleichen kann man allenfalls Bruttolöhne gleicher Lohngruppenn.
Bitte auch hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Gut, was soll Ihr Vergleich aber jetzt aussagen, doch wohl nur, dass einige mehr bekommen und das bei einigen Zuschläge für Überstunden, Wochenendzuschläge oder Feiertagszulagen enthalten sind. Das bedeutet: Das eigentliche Nettoarbeitsentgelt sehr vieler Mitarbeiter der Sicherheitsdienste liegt erheblich unter 933 € monatlich. Der gemittelte Betrag verschleiert tatsächlich die schlechte Bezahlung der Mitarbeiter noch weiter.
von Mike47
Habe ich auch so gedacht, aber hört sich erst mal schön wenig an.