Verdi will Ihr-Platz-Betriebsrat wegen Untätigkeit absetzen
13.08.2012 | 14:22 Uhr 2012-08-13T14:22:27+0200
Osnabrück. Dem Betriebsrat von Ihr Platz droht ein Amtsenthebungsverfahren. Die Gewerkschaft Verdi wirft der Drogeriemarkt-Kette Untätigkeit vor: Die verbleibenden Mitarbeiter seien nicht über den Stand des Insolvenzverfahrens informiert worden. Die Verantwortlichen bei Ihr Platz reagierten überrascht.
Neuer Ärger bei der insolventen Schlecker-Tochter Ihr Platz : Die Gewerkschaft Verdi will noch im Laufe des Montags ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Betriebsrat der Osnabrücker Drogeriemarkt-Kette in die Wege leiten. Dies bestätigte der Verdi-Bezirk Weser-Ems am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd.
Die Gewerkschaft wirft dem Betriebsrat Untätigkeit und fehlende Information der Belegschaft vor. Trotz Aufforderung habe es der Betriebsrat versäumt, am 1. August eine Betriebsversammlung einzuberufen, um die verbliebenen 4.350 Mitarbeiter über den Stand des Insolvenzverfahrens zu informieren. Das sagte Verdi-Funktionärin Annegret Preußer.
Ihr-Platz-Betriebsratsvorsitzender Thomas Kruse zeigte sich auf dapd-Anfrage von den Vorwürfen überrascht: "Ich kann das gar nicht erklären. Ich habe keine Nachricht davon", sagte er. Von den deutschlandweit 480 Ihr-Platz-Filialen ist bislang mehr als die Hälfte verkauft worden. (dapd)

18:22
Ver.di will mal wieder mit den Muskeln spielen.
13:00
und verdi kann die Arbeitsplätze auch nicht retten...bzw will es auch nicht.
02:28
Finde ich Gut wenn die ihre Augen und Ohren verschliessen!
21:21
Die Feststellung ob ein Betriebsrat untätig war entscheidet nicht die Gewerkschaft sondern ein Arbeitsgericht.
Über die Art des tätig werdens hat nicht die Gewerkschaft sondern der Betriebsrat zu entscheiden.
17:25
Ein vollständig untätiger Bertriebsrat, der nach mehrmaliger Aufforderung seinem Amt nicht nachkommt, begeht eine schwerwiegende Pflichtverletzung, die eine vertretene Gewerkschaft berechtigt, beim Arbeitsgericht nach § 23 Abs. 1 BetrVG die Auflösung des Betriebsrats zu beantragen. Dass der Betriebsratsvorsitzende überrascht tut, nachdem die Hälfte der Fillialen bereits dicht gemacht wurden, ist gerade zu lächerlich. Es erweckt den Eindruck, dass der Betriebsrat entweder den "Notnagel" der Unkündbarkeit missbraucht oder aus irgendwelchen Gründen die Augen verschliesst.
Wer hat aufgefordert? Wer wußte mehr als der Betriebsrat? Wer hat mit dem Insollvenzverwalter geschachert? War der Betriebsrat informiert? Ist der Betriebrat ein Vollzugsorgan der Gewerkschaft?
16:18
@orirar | #1
Volle Zustimmung - so sieht es aus!
15:18
Jetzt werden die Herren von Ver.di aber größenwahnsinnig. Ein Betriebsrat wird von der Belegschaft gewählt. Er kann Mitglied einer Gewerkschaft sein, muß es aber nicht. Er ist weder dem Arbeitgeber noch einer Gewerkschaft Rechenschaft schuldig.
da steht im § 23 BetrVG etwas anderes
Im §23 steht an keiner Stelle, daß eine Gewerkschaft einen Betriebsrat absetzen kann.
kann sie den Antrag auf Auflösung stellen. Und genau das wird sie hier gem8 haben.
Dann würde ich mal eine korrekte Überschrift verfassen, die da lautet: " Ver.di stellt wegen angeblicher Untätigkeit des Betriebsrates Antrag auf Entlassung beim Arbeitsgericht".
Die Entscheidung liegt beim Arbeitsgericht und nicht bei Ver.di.
und zweitens widerspricht die Überschrift ja keinem Gesetzestext. Da wird ja nicht behauptet, dass die Gewerkschaft was macht, sondern nur, dass sie was will.
Ach so nur dem lieben Gott oder so wenn das Rechtens ist gut so wie kann mann nur so Blind sein?