Das aktuelle Wetter NRW 2°C
Streik

Verdi hat die Streiks an den Schleusen ausgeweitet - 90 Schiffe in NRW stecken fest

10.07.2013 | 13:43 Uhr
Verdi hat die Streiks an den Schleusen ausgeweitet - 90 Schiffe in NRW stecken fest
Die Gewerkschaft Verdi fordert für bundesweit 12.000 Mitarbeiter einen neuen Tarifvertrag, in dem unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.Foto: dpa

Duisburg/Berlin.  Auf Deutschlands Wasserstraßen droht der Stillstand: Nach ersten Streiks am Montag in Nordrhein-Westfalen legten Hunderte Beschäftigte der Schifffahrtsverwaltung auch in Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen die Arbeit nieder. Allein im Ruhrgebiet stehen mittlerweile 90 Schiffe im Stau.

Die Streiks an den Schleusen sind am Mittwoch in fünf Bundesländern fortgesetzt worden. Allein im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen stehen an den Schleusen und in den Vorhäfen mittlerweile 90 Schiffe, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich, Hermann Poppen, am Mittwochmorgen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für bundesweit 12.000 Mitarbeiter einen neuen Tarifvertrag, in dem unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Wegen einer Umstrukturierung sollen nach Verdi-Angaben bis zu einem Viertel der Stellen wegfallen. Nach Angaben eines Sprechers von Verdi NRW wurde der Streik am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg fortgesetzt.

Am Donnerstag sollen auch noch Rheinland-Pfalz und das Saarland hinzukommen. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hatte den Ausstand als unangemessen kritisiert.

Verdi verteidigt Schleusen-Streiks

Die Gewerkschaft Verdi hat dagegen die Streiks an den deutschen Schleusen gegen die Kritik der Binnenschiffer verteidigt. Eine Verdi-Sprecherin betonte am Mittwoch in Berlin, die Gewerkschaft habe Verständnis für die Situation der Schifffahrt. "Aber der Bund könnte den Ausstand beenden, indem er an den Verhandlungstisch zurückkehrt." (dpa)

Kommentare
10.07.2013
17:15
Verdi hat die Streiks an den Schleusen ausgeweitet - 90 Schiffe in NRW stecken fest
von xxyz | #2

Wann kommt der Streik für Menschen im öffentlichen Dienst für die Verkehrsregelung?
Das ganze erinnert doch sehr an die Maschinenstürmer, die Zukunft...
Weiterlesen

Funktionen
Aus dem Ressort
Oberverwaltungsgericht kassiert Duisburger Müll-Gebühren
Entsorgung
Vor allem die Kosten für die Müllverbrennung in Oberhausen sind nach Einschätzung des Oberverwaltungsgerichts Münster zu hoch kalkuliert.
Energiekonzern Eon zieht von Düsseldorf nach Essen
Eon
Das Unternehmen Eon konzentriert seine Geschäfte künftig auf den Standort Essen. Die neue Tochtergesellschaft Uniper wird in Düsseldorf angesiedelt.
Abercrombie & Fitch schafft Oben-ohne-Models ab
Modekette
Sie waren ein Markenzeichen, das aus der Zeit gefallen ist. Die Modekette Abercrombie & Fitch will künftig auf seine Oben-ohne-Models verzichten.
Griechenland: Tsipras steht zu Finanzminister Varoufakis
Griechenland
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hat Finanzminister Varoufakis das Vertrauen ausgesprochen. Dafür muss ein Varoufakis-Vertrauter gehen.
Postbank sichert Beschäftigten Kündigungsschutz bis 2017 zu
Postbank
Der Tarifstreit zwischen Angestellten und Postbank ist vorerst beendet: Das Geldinstitut sichert den Mitarbeitern Kündigungsschutz bis 2017 zu.
article
8172004
Verdi hat die Streiks an den Schleusen ausgeweitet - 90 Schiffe in NRW stecken fest
Verdi hat die Streiks an den Schleusen ausgeweitet - 90 Schiffe in NRW stecken fest
$description$
http://www.derwesten.de/wirtschaft/verdi-hat-die-streiks-an-den-schleusen-ausgeweitet-90-schiffe-in-nrw-stecken-fest-id8172004.html
2013-07-10 13:43
Streik,Schleusen,Duisburg,Verdi,NRW,Kündigungen,Gewerkschaft
Wirtschaft