Verbraucherschützer rügen miserable Beratung in Mobilfunk-Shops
14.02.2013 | 18:24 Uhr 2013-02-14T18:24:00+0100
Düsseldorf. Bei einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW sind Mobilfunkshops von der Deutschen Telekom, E-Plus, Mobilcom-Debitel und O2 unangenehm aufgefallen: In Beratungsgesprächen hatten die Verkäufer oft wichtige Vertragsdetails verschwiegen.
Es ist ein in vernichtendes Urteil: Bei einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW lief keines der von den Verbraucherschützern fingierten Beratungsgespräche in Mobilfunkshops der Deutschen Telekom, von E-Plus, von Mobilcom-Debitel und O2 ohne Mängel ab.
Vor allem kritisieren die Tester, dass die Verkäufer im Gespräch nicht darauf hinwiesen, dass die Konditionen oft besser sind, wenn man die Handy-Verträge im Internet abschließt. Mehr noch: Einige Berater sollen sogar behauptet haben, die Konditionen in Laden und Netz seien identisch. „Gerade mal vier der 30 Verkäufer“, so die Verbraucherzentrale, „wiesen unumwunden auf die Preisvorteile im Internet hin.“
„Die Tester stießen überwiegend auf Inkompetenz und Verschwiegenheit“
„Die Tester stießen überwiegend auf Inkompetenz und Verschwiegenheit“, heißt es in der Stellungnahme der Verbraucherschützer. So verschwiegen die Handy-Verkäufer in der Regel die bei Vertragsabschluss fällig werdenden Anschlussgebühren.
Die Deutsche Telekom bringt einem Zeitungsbericht zufolge den seit längerem erwägten Börsengang des Mobilfunkgeschäfts in Großbritannien auf den Weg. Der Deal könnte der Telekom und ihrem Joint-Venture-Partner France Telecom jeweils mehr als eine Milliarde in die Kasse spülen.
Nur auf Nachfrage seien sie bereit gewesen, diese zu streichen, so die Verbraucherzentrale – nicht ohne die Tester zu drängen, den Vertrag noch am selben Tag abzuschließen. Denn das Angebot, die Gebühr zu streichen, gelte „nur heute“. Sogar die Höhe der Anschlussgebühren variiere in verschiedenen Shops ein und desselben Anbieters, so der Test.
Verschweigen Anbieter Zusatzkosten wie die einmalige Anschlussgebühr auch auf Nachfrage des Kunden, ist der Vertrag anfechtbar. Weil es sich in solchen Fällen um „arglistige Täuschung“ handelt. Bei Online-Abschluss gilt dagegen: Kunden haben immer zwei Wochen Zeit, vom Vertrag zurückzutreten.

14:05
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß einige der s. g. Berater in den Mobilfunkläden nicht einmal genau wissen, wer und wo sie sind. Bis zu einer Beratung hat es da schon gar nicht gereicht.
10:30
Wen wundert es? Hier wird gegen geringe Bezahlung nicht ernsthaft Qualität erwartet, also vorher informieren. Man kann ja schon froh sein, wenn gängige Details verkündet werden, aber Angebote können nur per Internet und nicht im Shop bezogen werden - die Logik konnte mir bisher keiner erklären. Also zählt im Shop offensichtlich nur Umsatz machen, ohne ersnthaft seriöse Angebote an den Kunden zu bringen.
10:28
Inkompetenz beim Verkäufer, null Ahnung beim Kunden. Dazu ein Sklaventreiber als Arbeitgeber und ein Marktsegment, das bewusst statt mit Informationen lieber mit Intransparenz und Verdummung arbeitet. Ach ja, und ein Image, welches kurz hinter Finanzoptimierern rangiert. Es ist also wirklich kein Wunder, wenn Tester so etwas in den Läden erleben.
Wer jetzt allerdings hofft, es wäre bei den Internet-Angeboten der Branche grundsätzlich besser, sollte sich schon mal eine Kurpackung Valium bereitlegen ...
23:50
48 Stunden-/6-Tage-Woche ... 24 Tage Urlaub im Jahr ... 1100,- EUR brutto + mickrige Provision ... sind keine ausgedachten Zahlen, sondern bittere Realität, wie ich in einem Vorstellungsgespräch vor wenigen Tage erfahren durfte. Und das als Shopleiter für solch ein Unternehmen!
Wen wundert es da, dass der Mitarbeiter im Shop vor Ort auf Biegen und Brechen verkaufen möchte, und nicht auf günstigere Preise im Internet hinweist?
Es gilt Vorgaben und Zahlen zu erfüllen. Der Kunde ist nur Mittel zum Zweck.
Der Kunde ist heutzutage Beute. Und das in allen Wirtschaftsbereichen und auch beim Staat.
"Die Tester stießen überwiegend auf Inkompetenz.."
Da passt doch die bezahlung
sie sollten sich dort um einen Job bemühen...!
21:40
Diese Läden haben immer weniger Kompetenz und Freiheiten. Die können ja noch nichtmal mehr irgendwelche voreingestellten Abos usw. abschalten.
Das einzige wofür diese Shops noch gut sind, die Unterschrift vom Kunden einzusammeln. Jeglicher weitere Kundenservice geht dann nur noch über Hotlines und Schriftlichkeiten.
Auf eine Beratung darf man sich nicht verlassen. Die Telefonanbieter wirbeln die Tarife und Bedingungen dermaßen oft und wild durcheinander, dass die Shopbetreiber meist vollkommen überfordert sind.
Die wissen, wie man einen Vertrag abschließt, und das war es.