Vorsicht - Falsche Ikea-Gutscheine auf Facebook im Umlauf

Angeblich soll es einen 1000 Euro Gutschein für Ikea geben. Der Möbelhersteller selbst warnt: "Finger weg!"
Angeblich soll es einen 1000 Euro Gutschein für Ikea geben. Der Möbelhersteller selbst warnt: "Finger weg!"
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Einen 1000 Euro Gutschein für Ikea soll es laut einem Facebook-Post kostenlos geben. Das aber ist ein Datensammel-Trick. Ikea hat damit nichts zu tun.

Essen.. Ein neues Bett, ein Sofa oder vielleicht ein Esstisch? Ein Beitrag auf Facebook wirbt jetzt mit einem 1000 Euro Gutschein des Möbelherstellers Ikea. Diesen soll man nach ein paar Klicks kostenlos erhalten. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen Fake. Ikea selbst warnt jetzt auf seiner Facebook-Seite mit den Worten: "Finger weg!"

Auch einen Amazon-Gutschein soll es geben

"Hole dir den kostenlosen 1000 Euro Ikea-Gutschein", steht in dem Beitrag. Öffnet man den Link, wird man dazu aufgefordert diesen Beitrag mit seinen Freunden auf Facebook zu teilen und mit dem Zusatz "Danke" zu versehen. Erst dadurch wird der Post im sozialen Netzwerk in Umlauf gebracht. Auf der Seite wird darauf hingewiesen, dass nur wenige Gutscheine übrig seien. Es erweckt den Eindruck, schnell zuschlagen zu müssen.

Auf der nächsten Seite soll es dann plötzlich einen Amazon-Gutschein im Wert von 250 Euro geben. Dafür werden in mehreren Schritten Daten abgefragt: Angaben zu Name, Adresse, Mail. Es folgen Fragen zum Konsumverhalten. Außerdem muss man einwilligen, dass der Veranstalter und Sponsoren Informationen verschicken dürfen. An dieser Stelle werden also ganz offensichtlich jede Menge Daten gesammelt - vermutlich zu Werbezwecken.

Kleingedrucktes sollte stutzig machen

Besonders interessant ist dann das Kleingedruckte: Hier steht, dass Amazon und andere Marken in "keiner geschäftlichen Beziehung" zum Veranstalter stehen. (jb)

Aktualisierung, Montag, 23. Februar: Im Kleingedruckten unter dem Gewinnspiel war als Veranstalter die "red lemon media" GmbH angegeben. Am Freitag war die Firma auf Nachfrage nicht bereit, eine Stellungnahme abzugeben. Am Montag dementiert sie, die falschen Ikea-Gutscheine ins Netz gestellt zu haben. Das Unternehmen macht dafür einen externen Vermarkter verantwortlich, der "eigenmächtig gehandelt" habe. Er sei nun identifiziert. Man prüfe rechtliche Schritte. "Wir distanzieren uns ausdrücklich von solchen Geschäftspraktiken und bedauern sehr, dass Verbraucher hier offensichtlich getäuscht werden“, erklärt Geschäftsführer Christian Gudereit.