Verbraucherschützer befürchten Strompreisexplosion
08.10.2012 | 16:21 Uhr 2012-10-08T16:21:13+0200
Düsseldorf. Mieterbund, Handwerkstag und Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen warnen vor drastischen Preiserhöhungen beim Strom. Bis 2020 könne der Preis bei 40 Cent pro Kilowattstunde liegen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen befürchtet immerhin eine Verdopplung des Preises.
Durch die Energiewende droht in Deutschland eine Preisexplosion bei Strom. Mieterbund, Handwerkstag und Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen warnten am Montag in einem offenen Brief, das Land steuere bis 2020 "womöglich auf einen Haushaltsstrompreis von 40 Cent je Kilowattstunde" zu. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden würde das eine Mehrbelastung von 500 Euro im Jahr bedeuten.
Nicht ganz so dramatisch, aber immer noch teuer für die Stromkunden fällt eine Prognose des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) aus. Danach droht in den nächsten Jahren eine Verdoppelung der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien. Bis 2022 werde die mit der Stromrechnung bezahlte Umlage voraussichtlich von 3,6 auf bis zu 7,5 Cent je Kilowattstunde steigen, sagte der vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel am Montag. Dies würde immer noch eine Mehrbelastung von rund 160 Euro jährlich bedeuten.
Zum Jahreswechsel steigt EEG-Umlage auf 5 Cent
Einen ersten Vorgeschmack auf den drohenden Preisanstieg dürften die Stromkunden bereits zum Jahreswechsel erhalten. Dann rechnen die deutschen Netzbetreiber mit einem Anstieg der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von derzeit 3,6 auf über 5,0 Cent. Allein das bedeutet Mehrkosten von über 50 Euro für den Durchschnittsverbraucher. Der Hintergrund: Schon in den ersten neuen Monaten 2012 gab es bei der EEG-Umlage nach Angaben der Netzbetreiber ein Finanzloch von 2,6 Milliarden Euro.
Bislang treibt vor allem der rasche Ausbau der Sonnenenergie die Kosten der EEG-Umlage in die Höhe. Doch werde in Zukunft der Ausbau der Offshore-Windenergie eine noch größere Rolle als Preistreiber spielen, sagte Krawinkel. Im ZDF-Wirtschaftsmagazin "WISO" drängte der Verbraucherschützer die Regierung dazu, hier auf die Bremse zu treten. "Tut sie das nicht und wird der Ausbau der Offshore-Windenergie nicht verlangsamt, zahlt der Verbraucher die Zeche."
Offener Brief an Hannelore Kraft
Krawinkel steht nicht alleine da mit seinem Appell an die Politik. Mieterbund, Verbraucherschützer und Handwerkstag in Nordrhein-Westfalen forderten am Montag in einem offenen Brief an die Düsseldorfer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), sich für eine Begrenzung weiterer Umlageerhöhungen einzusetzen. Als Alternative brachten sie eine mögliche Steuerfinanzierung anstehender Infrastrukturausgaben ins Gespräch.
Auf Kritik bei den Verbänden stieß vor allem "die ausufernde Erweiterung der Befreiungsregelung" für energieintensive Betriebe. Eine solche Ausnahmeregelung müsse strikt auf Unternehmen begrenzt werden, die nachweislich im internationalen Wettbewerb stünden. Außerdem kritisierten sie die Überförderung der Photovoltaik und die überzogenen Haftungsregelungen für gescheiterte Netzanbindungen von Offshore-Windkraftanlagen. (dapd)

14:46
Ich schalte meine aus Photovoltaik gespeisten Lampen grundsätzlich nur im Dunkeln ein.
Ich bin Energiesparer.
10:48
In anderen Medien wurde Tritt-ihn dazu zitiert, wie er die Regierung und die Ausnahmeregelung für die verbrauchsintensive Industrie für die explodierenden Strompreise verantwortlich macht.
Wie dreist ist dieser Mann? Und wie leichtgläubig und naiv sind die Menschen, die ihm das auch noch abkaufen? Die Wurzel allen Übels liegt in u.a. seinem unter Rot/Grün eingeführten EEG, der maßlosen Übersubventionierung von nutzlosem, landschaftsverschandelndem Gelegenheitsstrom aus Wind- und Sonne! Selbstverständlich aber war auch Merkels Atomausstieg ein riesiger Fehler, der die Stromkosten zusätzlich zu dem EEG-Wahnsinn nochmals verteuern wird.
Die Lösung liegt auf dem Tisch: EEG abschaffen, EEG-Umlage abschaffen, den selbstgeißelnden Atomausstieg rückgängig machen, bis ebenso günstige Alternativen entwickelt sind, die auch ohne Subventionen eine Überlebenschance haben! Aber das wäre zu einfach und die Öko-Lobby würde ihre Geldruckmaschinen aus Neodym und Kadmium bis auf den Tod verteidigen!
dem kann man im Großen und Ganzen zustimmen!
08:37
Der Fukushima-Schock ist in der Versenkung verschwunden, jetzt sorgt sich die deutsche Hausfrau wieder um ihre geliebte Weihnachtsbeleuchtung und die Versorgung der vor dem Verkaufsstopp gehorteten 100W Glühbirnen ...
Wenn es wenigstens was nützen würde. Bekannterweise wird jede Einsparung auf dem deutschen Privatsektor umgehend mit einem Mehrverbrauch seitens der Industrie kompensiert.
Von den Boomländern ganz zu schweigen. Man muss sich diese Farce mal überlegen: da wird massiv Sonnenenergie subventioniert. Zum Einsatz kommen Chinapaneele, die unter katastrophalen Zuständen produziert werden. Damit sparen die Deutschen dann konventionellen Strom ein, der promt in die Nachbarländer verkauft wird. Und machen ihre eigene Wirtschaft in dem Bereich kaputt.
Die so und so anstehende Erneuerung der maroden Stromleitungen kann man auch noch toll mit der Sonnenenergie erklären, so dass es der Kunde zahlt, anstatt aus dem Gewinn der Stromunternehmen.
Schöne neue Stromwelt ...
Wohl kaum. Die deutsche Hausfrau ist also zu blöd, um Strom zu sparen, das können wahrscheinlich nur die in Elektrotechnik bewanderten Männer? Wo haben sie denn ihre bekannte These her, dass alle Einsparungen auf dem Privatsektor von der Industrie kompensiert wird?? Und die nächste Frage hinterher, welche Industrie soll das denn sein. Der Verbrauch der Industrie richtet sich in erster Linie nach der Produktionsauslastung und nicht nach dem Verbrauch der Privatkunden! Weiterhin entspricht es nicht der Wahrheit, das konventioneller Strom in die Nachbarländer verkauft wird, sondern wenn überhaupt, die Überkapazität die stundenweise durch die erneuerbaren Energien entstehen. Stromunternehmen, wie EON RWE usw. verdienen sicherlich gutes Geld haben aber seit Jahren mit dem Stromnetz nichts mehr ab Hut, weil sie gezwungen worden sind Erzeugung und Verteilung zu trennen!
00:14
Durchschaubare unwahre Stimmungsmache. Steinbrück würde sagen: "D....!"
21:36
Da "unsere" Berufspolitiker ja gerne Vorträge ( u.a. bei Stromkonzernen und Gasanbietern) halten und sich dafür auch noch fürstlich honorieren lassen, ist ihre Unabhängigkeit im Bundestag bei Abstimmungen bestimmt NIEMALS gefährdet!
Warum fällt mir da der Spruch ein: Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus!
sicher...weil er passt.... joestar
20:40
Ich denke, dann explodiert bald etwas ganz anderes in den Banken- und Regierungsvierteln!!!
20:14
Ja, das stimmt, die Politiker, vorwiegend die von der Grünen Partei haben sich von den Lobbyisten der teuren Erneuerbaren Energie über den Tisch ziehen lassen und das Volk muß zahlen.
19:56
Den Politikern und teilweise den Unternehmern, mit ihren geschulten Lobbyisten, gelingt es immer , dass das dumme!? Volk alles hin nimmt.
Keiner wehrt sich, auch wenn sie anschliessend nur mit Krümmeln belohnt werden.
Sie freuen sich ja sogar, Sie sagen, es könnte noch schlimmer kommen.
Deshalb das Wort " dumme Volk".
Ich habe immer gedacht, dass die Menschen in Deutschland etwas gelernt haben.
Logisch denken scheint auf jedenfall nicht dabei zu sein.
19:21
Also ich mach mir keine Sorgen. Sowas regelt die soziale Marktwirtschaft von selbst. Wenn millionen sozial schwacher endlich der Strom abgestellt wird, weil sie die Rechnungen nicht mehr begleichen können, sinkt der Absatz der Kraftwerke. Mangelnde Nachfrage senkt den Preis dann wieder.
Es lebe die soziale Marktwitschaft!
19:12
Alle wollen Ökostrom keiner will zahlen.