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Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002

31.08.2012 | 08:06 Uhr
Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002
Knapp 14 Prozent der Haushalte geben über zehn Prozent ihres Nettoeinkommens für Energie aus.Foto: Michael Probst/dapd

Berlin.   Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der Grünen. Allein der Rohölpreis ist um mehr als 200 Prozent gestiegen.

Private Haushalte in Deutschland müssen für Strom und Heizen knapp 40 Prozent mehr als vor zehn Jahren zahlen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der „Passauer Neuen Presse“ vorliegt. 2002 zahlten Privathaushalte im Schnitt 1131 Euro im Jahr für Strom und Wärme, 2010 gaben sie 1561 Euro für Energie aus. Der Rohöl-Einfuhrpreis stieg um mehr als 200 Prozent auf 446 Euro je Tonne, der Gaspreis um 120 Prozent und die Kosten für Steinkohle um 130 Prozent.

Laut Bundesregierung gaben 2008 knapp 14 Prozent der Haushalte über zehn Prozent ihres Nettoeinkommens für Energie aus. Die Grünen warnen vor einer Überlastung der Verbraucher.

Vor einer Woche haben die Grünen eine von der Bundestagsfraktion in Auftrag gegebene Studie vorgelegt, der zufolge Energiekonzerne in diesem Jahr offenbar beim Strompreis bis zu drei Milliarden Euro zu viel von den Verbrauchern kassieren. Das hat Energieexperte Gunnar Harms für die Grünen errechnet. Der Strompreis sei an den Energiebörsen gesunken, weil dort immer mehr Ökostrom gehandelt werde. Die Studie kommt zu dem Resultat, dass der Strompreis derzeit zwei Cent die Kilowattstunde niedriger liegen könnte, wenn die Stromversorger die Preisnachlässe an die Verbraucher weitergegeben hätten. (dapd/derwesten)

DerWesten

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Kommentare
03.09.2012
18:25
Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002
von Offensive-Dinslaken | #6

MalNachgedacht: alles eine Verteilungsfrage????Wer verteilt denn hier was? Als normaler Arbeitnehmer braucht man keine Angst vor Steuer CD´s haben -alle Steuern und Abgaben werden automatisch abgezogen. Beim Strom könnte ich den Anbieter wechseln - bis der genauso teuer ist wie RWE. An den Tankstellen kann ich nicht um den Preis feilschen. 15-20% der Reichen sind im Besitz von fast 80% des Vermögens. Helfen Sie mit beim Verteilen. Glaubt hier irgendjemand, dass die Ackermann´s und co´s sich für Preissteigerungen interessieren? -Dienstwagen -Sprit - alles auf die Verbraucherpreise umgelegt.

03.09.2012
16:35
Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002
von dschidschi5 | #5

Kein Wunder - wenn jetzt schon Bürger durch Mitbürger abgezockt werden.
Nichts anderes ist es doch, wenn Leute sich überdimensionierte Solaranlagen aufs Dach bauen und sich das dann auch noch bezahlen lassen wollen, indem sie den überschüssigen Strom "einspeisen" - bezahlen dürfen es alle Anderen.
Wir brauchen keine gierigen Konzerne, um uns das Leben gegenseitig schwer zu machen, das schaffen gierige Mitbürger auch so.

31.08.2012
09:16
Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002
von MalNachgedacht | #4

Alles eine Verteilungsfrage.
Problematisch an diesen Erhebungen ist immer, dass am Einkommen Einzelner gemessen wird und nicht am absoluten Wohlstand.
Nimmt man diesen als Grundannahme, sieht die Preissteigerung schon wieder anders aus.

#2 hat es ansonsten ganz schön beschrieben.

31.08.2012
09:03
Rohölpreis ist um mehr als 200 Prozent gestiegen
von Bahnhofsjunge | #3

schlechte Ausrede, genau wie die EEG-Umlage. Ich wüsste nicht, daß Strom aus Öl produziert wird. Das alleinige Problem ist die Privatisierung der Stromkonzerne. Früher waren Strom- und Gaspreise über Jahrzehnte stabil und günstig.

1 Antwort
Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002
von orirar | #3-1

Und da ab es nur vier private Monopolisten und nich hunderte Klitschen, die Strom anbieten.

31.08.2012
08:44
Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002
von Meinemal | #2

Wenn man einmal davon ausgeht, dass die Energierohstoffe dieser Welt nur darauf warten, gehoben und vom Menschen genutzt zu werden, wobei eigentlich jedem Menschen eine gerechte Teilhabe am Rohstoffaufkommen zukommen müßte, wird einem klar, dass die (Steuer)Gier des Staates, die Renditeerwartungen der entsprechenden Industrien, überhöhter Gewinnerwartungen diverser Landeigentümer und die Erwartungen nach steigenden Tarifsteigerungen die eigentlichen Verursacher des Energiepreisanstieges sind. Das natürlich heute mehr Menschen mit Energie versorgt werden müssen, dürfte ebenfalls zum Energiepreisanstieg beitragen. Summa summarum, die Verantwortlichen für diese Preismisere ist der Mensch selber. Warum sich da noch beklagen?

31.08.2012
08:41
Verbraucher zahlen 40 Prozent mehr für Energie als 2002
von Klug99 | #1

Unseren grünen Freunden und deren Symphatisanten sei Dank für die Kostensteigerungen durch Steuerpolitik und kurzfrististiges Halbdenken!
Zum Kotzen, erst stecken die die Hütte an und warnen anschließen vor Brandgefahr!

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