Das aktuelle Wetter NRW 21°C
Ernährung

Real und Hipp nehmen Zuckerbomben-Frühstück aus Angebot

20.11.2012 | 14:01 Uhr
Seit längerem weist die Verbraucherorganisation auf den hohen Zuckergehalt in Produkten für Kinder hin. Nun haben zwei Firmen solche Zuckerbomben aus dem Angebot genommen.

Düsseldorf.  Nach Kritik der Verbaucherschutzorganisation "Foodwatch" an den "unausgewogenen Produkten" für Kinder verkaufen die Supermarktkette und der Babynahrungshersteller keine "Drachen Honeys" und "Knusperflakes" mehr. Sie bestanden zur Hälfte aus Zucker.

 Die Supermarktkette Real hat Kinder-Frühstücksflocken mit überdurchschnittlich hohem Zuckeranteil aus dem Angebot genommen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Dienstag, dass Real das unter dem Namen "Drachen Honeys" vermarktete Produkt nicht mehr verkaufe. Zuvor hatte die Verbraucherorganisation Foodwatch gefordert, "unausgewogene Produkte wie überzuckerte Frühstücksflocken" nicht als für Kinder geeignet anzubieten.

Bei einem Foodwatch-Test im September hatte das Produkt mit einem Zuckergehalt von 45 Gramm pro 100 Gramm schlecht abgeschnitten. Auch der Babynahrungshersteller Hipp bestätigte, vor diesem Hintergrund die Produktion seiner Kinder-"Knusperflakes" im Oktober eingestellt zu haben. Das sei nicht aber auf Druck von Foodwatch, sondern auf Basis von "ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen" geschehen, sagte eine Sprecherin. Foodwatch begrüßte den Schritt. Noch immer seien aber über 90 Prozent der Kinder-Frühstücksflocken aus Supermärkten "wahre Zuckerbomben". Mit der Firma Hipp liegt Foodwatch wegen des Zuckergehalts für Kindernahrung schon länger im Streit . (dapd)

"Goldener Windbeutel“ 2012


Kommentare
20.11.2012
14:26
Real und Hipp nehmen Zuckerbomben-Frühstück aus Angebot
von pl99 | #1

Also stattdessen dann wieder die teureren Kellogs Smacks, die identisch aussehen und zufälligerweise auch nahezu identische Nährwerte (eine Kalorie weniger / 100g) wie die Drachen Honeys haben...

Aus dem Ressort
Gesundheitskarte - Pannenprojekt oder digitale Revolution?
eGK
Teuer, kompliziert, nutzlos? Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) macht bisher viel Ärger. Doch auf die Versicherten und Ärzte rollt eine Welle neuer Möglichkeiten zu. Ab Ende 2015 sollen etwa Adresse und Versichertenstatus auf der Karte online überprüft werden können.
MediaSaturn drängt mit eigenen Tarifen auf den Handymarkt
Mobilfunk
Weniger Wettbewerb, steigende Preise: Die Übernahme von E-Plus durch den Konkurrenten Telefónica Deutschland hat Verbraucherschützer auf den Plan gerufen. Sie fürchten, dass der Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt nachlassen könnte. Nun steigt mit MediaSaturn ein weiterer Player in den Ring.
Pedelecs im Test - Einst "mangelhafte" E-Bikes sind nun top
E-Bikes
Im ersten Test der "Stiftung Warentest" vor einem Jahr fiel die Hälfte der überprüften E-Bikes als „mangelhaft“ durch. Jetzt nahmen die Tester die Pedelecs erneut unter die Lupe — und sind voller Lob. Kein Modell schnitt mit der Note Fünf ab. Dennoch: Die Hersteller kritisieren den Test.
Nicht mal einen Cent - So geizen Geldhäuser mit den Zinsen
Geldinstitute
Einer Analyse des Verbraucher-Portals Verivox zufolge zahlen mittlerweile 198 von 635 untersuchten Banken und Sparkassen nicht einmal mehr einen einzigen Cent Zinsen. Wer dort sein Geld anlegt, schenkt es dem Institut, dass das Geld in Form von Krediten mit hohen Gewinnen weiterreichen kann.
Zündschloss defekt - Chrysler ruft fast 800.000 Wagen zurück
Zündschloss-Defekt
Wegen defekter Zündschlösser ruft der Autobauer Chrysler fast 800.000 Geländewagen der Marke Jeep in die Werkstätten. Der Zündschlüssel könne in die "Aus"-Position springen, wenn beispielsweise der Fahrer mit dem Knie dagegen stößt. Die meisten der Autos sind in den USA unterwegs.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos